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9.783 Kilometer Überführung - Abenteuer China-Deutschland

16. Jul. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 220 mal gelesen
9.783 Kilometer Überführung - Abenteuer China-Deutschland
Der erste XC60 verlässt die Rampe: Volvo Cars / Geely nutzt eine neue Bahn-Verbindung auf der Seidenstrasse zum Ex - und Import

Wen ärgern sie nicht, die "Überführungskosten" wenn man einen Neuwagen geordert hat. Und selbst wenn man das Auto persönlich abholt, wird einem das im Rahmen eines Events (wie z.B. der VW Autostadt) gerne in Rechnung gestellt. Wenn Volvo mit dem neuen XC60 eine solche Rechnung aufstellen würde, dürfte es für die Einzelperson teuer werden. Denn die ersten produzierten XC60 mit T6- und T8 Twin Engine kommen nicht mehr aus Schweden, sondern aus China. Und zwar nicht mit dem Schiff, sondern per Bahn - auf der neuen Seidenstrasse.



Der China Railway Express (Chang’an) legte binnen 18 Tagen insgesamt 9.783 Kilometer zurück: Gestartet im zentralchinesischen Xi’an, führte die Route über den Alataw-Pass durch Kasachstan, Russland und Weissrussland bis ins polnische Malaszewicze, wo die Fahrzeuge aus den Containern auf Güterzüge mit europäischer Normalspur umgeparkt wurden. Nach der Umladung ging es weiter bis ins belgische Gent, von wo sie auf verschiedene europäische Länder verteilt werden – darunter Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.

Volvo XC60 kommen aus China - und XC90 aus Schweden nach China

Als erster und einziger Automobilhersteller der Welt exportiert Volvo Cars (die Pkw-Sparte gehört seit 2010 zum chinesischen Geely-Konzern) seine Autos aus chinesischer Fertigung nach Europa und Nordamerika: Nahezu 40 Prozent aller im Reich der Mitte gebauten Volvo Fahrzeuge werden ausgeführt – und das in mehr als 70 Länder und Regionen. Das ganze funktioniert übrigens auch umgekehrt: Volvo´s Flaggschiff XC90 wird weiterhin im schwedischen Torslanda gebaut - und fleissig nach China exportiert. Das nennt man Globalisierung.



Auch wenn das alles ein wenig kompliziert erscheinen mag, die Schiene hat gleich mehrere Vorteile für die Schweden-Chinesen: Neben effizienteren Transportkosten beim einzelnen Fahrzeug und dem gegenüber einer Verschiffung umweltfreundlicheren Aspekt, dient der Schienentransport auch der verbesserten Logistik: Stillstandskosten in den Werken werden vermieden (man stellt die Züge entsprechend der Nachfrage zusammen), die Waggons dienen zudem simpel als Lager - was widerum Kosten in den Werken reduziert. Und so ergibt Sinn was eigentlich unsinnig erscheint: Ein Chinesisch-Schwedischer Autotausch über 9.783 Kilometer.

hs/schekahn/Meidt | Fotos: Volvo Cars


 

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