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AD Desert Challenge: Al Rahji siegt SS02, Peterhansel führt

2. Apr. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 389 mal gelesen
AD Desert Challenge: Al Rahji siegt SS02, Peterhansel führt
Tagessieger und dennoch ausserhalb der Top10: Al Rahji und Von Zitzewitz im Toyota

Knapp 228 Kilometer durch die Dünen der Vereinigten Arabische Emirate: Das stand auf der Agenda der 2. Etappe der [ Abu Dhabi Desert Challenge ], dem 2. Lauf zum FIA Cross Country Rally World Cup. Es war der Tag des Saudi-Arabiers Yazeed Al Rahji und seinem deutschen Navigator Dirk von Zitzewitz, beide trieben ihren Overdrive Toyota Hilux in 03:19:36 Stunden als Schnellste durch die Dünen, das reichte für den Tagessieg. Nach technischen Problemen am Vortag ein netter Trost, dennoch reicht es insgesamt noch nicht einmal für die Top 10.

Wilde Welt: Trotz Tagessieg reicht es nicht für die Gesamt Top 10

Zwei weitere Pechvögel der ersten Etappe kämpfen sich hinter dem Saudi nach vorne: Auf Platz 2 kamen die Russen Vladimir Vasilyev und Konstantin Zhiltsov mit ihrem privaten X-raid BMW X3CC 4:14 Minuten später ins Ziel, gefolgt von dem Lokalmatadoren Sheik Al Qassimi mit dem Franzosen Xavier Panseri im Ex-Werks Peugeot 3008 DKR (+5:44). Die Top 5 werden komplettiert von Stéphane und Andrea Peterhansel (X-raid Mini Allrad, +10:12) und dem aktuellen Weltmeister Jakub Przygonski mit Timo Gottschalk (X-raid Mini Buggy, +11:55).



Gestern Pech, heute Glück, das geht auch umgekehrt. So fielen die gestrigen Sieger Cyril Despres und Daniel Oliveras mit ihrem X-raid Mini Buggy auf Platz 19 der Tageswertung hinter den deutschen Teamkollegen Stephan Schott (X-raid Mini Allrad) zurück, auch die Tschechen Miroslav Zapletal und Martin Prokop (beide Ford Ranger Evo) fielen weit zurück.

So ist es kein Wunder, das sich die Gesamtwertung erneut fröhlich gemischt hat. An der Spitze liegen nun Stéphane und Andrea Peterhansel (das erste mal als Ehepaar gemeinsam in einem Rallyauto unterwegs) mit 07:16:46 Stunden vor den Toyota-Gazoo Piloten Bernhard ten Brinke / Tom Colsoul (07:19.12) und Khalid Al Qassimi / Xavier Panseri im Peugeot 3008 DKR (07:19:44).



Dakar-Veteran Stéphane Peterhansel hat die Desert Challenge bereits fünf mal gewonnen - das letzte mal allerdings vor 8 Jahren. Auch wenn er hier quasi "rein zum Spass" unterwegs ist, warum mal nicht wieder gewinnen? "Heute war es eine kompizierte Strecke, wir sahen viele Autos mit Problemen - so haben wir uns entschlossen, eher sicher zu fahren," berichtet der 13-fache Dakar-Sieger. "Für Andrea war es heute wieder eine neue Erfahrung auf dem Beifahrersitz, der Wind hat das Dünen-Lesen wieder sehr schwierig gemacht, es gab keine sichtbaren Spuren." Man muss dazu wissen: Als langjähriger Fahrer hat man eine andere Sicht auf die Strecke als ein langjähriger Navigator - dann wird vieles Neu auch wenn man es bereits 1000mal gemacht hat.

Der Holländer Bernhard ten Brinke kämpft sich sauber an die Spitze

Bernhard Ten Brinke ist auch eher ein vorsichtiger Fahrer wenn die Bedingungen schwer werden - das zahlt sich wie bei den Peterhansels dann auch mal aus. "Die ersten 25 Kilometer sind wir Stéphane gefolgt, dann haben wir uns festgefahren," erzählt der Holländer. "Wir haben uns dann ein Katz- und Maus-Spiel mit Yazeed im grünen Toyota geleistet. Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel gab es einen heftigen Sprung bei dem u.A. mein Sitz gebrochen ist. Es war dann eine richtige Challenge die letzten Kilometer zu schaffen!"



Ohne Beifahrertür kam der amtierende Weltmeister Jakub Przygonski im X-raid Buggy ins Ziel, gestern noch von Kollegen Martin Prokop im Ford Ranger "heim" geschleppt. "Heute haben wir Martin im Sand stecken sehen und ihn rausgezogen," berichtet der Pole. "Er blieb ein zweites mal stecken, wir versuchten es wieder, haben dann aber zuviel Zeit verloren. Irgendwann haben wir dann die Tür verloren, entsprechend ungemütlich und dreckig wurde es im Auto..."

Die tschechischen Ford Ranger Evo haben diesmal hart zu kämpfen

Prokop selbst schaffte es heute mit Viktor Chytka (normalerweise als Fotograf mit Bruder Marian unterwegs) auf dem Beifahrersitz als 7. ins Ziel. "Am Anfang lief alles gut und wir konnten an der Spitze fahren," so der Tscheche. "Aber dann war der Wurm drin, wir hatten immer wieder Probleme mit der Leistung des Motors, mussten manchmal neu starten."

Auf der 3. Etappe am Dienstag geht es am Dienstag erneut in einen grossen Rundkurs durch die Dünen der Emirate, 297.97 Kilometer stehen auf dem Rally-Programm.

Top 10 Gesamtwertung Abu Dhabi Desert Challenge SS02 Monntag

01) Peterhansel / Peterhansel (FRA/DEU) I X-Raid Mini I 07:16:46 I 00:00:00
02) Ten Brinke / Colsoul (NDL/BEL) I Toyota Hilux Gazoo I 07:19:12 I 00:02:26
03) Al Qassimi / Panseri (ARE/FRA) I Peugeot 3008 DKR I 07:19:44 I 00:02:58
04) Przygonski / Gottschalk (POL/DEU) I X-raid Mini Buggy I 07:25:33 I 00:08:47
05) Prokop / Chytka (CZE/CZE) I Ford Ranger Evo I 07:28:05 I 00:11:19
06) Vasilyev / Zhiltsov (RUS/RUS) I X-raid BMW X3CC I 07:32:58 I 00:16:12
07) Domzala / Marton (POL/POL) I Toyota Hilux Overdrive I 07:37:53 I 00:21:07
08) Despres / Oliveras (FRA/PRT) I X-raid Mini Buggy I 10:45:57 I 03:29:11
09) Al Helai / Al Kendi (ARE/ARE) I Nissan Patrol T1.1 I 10:55:35 I 03:38:49
10) Bell / McMurren (GBR/GBR) I Nissan Navara Red Lined I 11:10:11 I 03:53:25

HINWEIS: Bei den offiziellen Ergebnissen weichen die Ergebnisse ab Platz 8 ab. Das liegt daran, das in diesen die sogenannten "Side by Side" zwischen den Autos gelistet werden, wir die Ergebnisse aber Klassen-bereinigt präsentieren.

hs/marar/totalcom | Fotos: X-raid, MCH, ATCUAE, Vasilyev Racing





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