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ADAC-Hubschrauber flogen im Jahr 2019 fast 54.000 Einsätze

9. Mar. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 276 mal gelesen
ADAC-Hubschrauber flogen im Jahr 2019 fast 54.000 Einsätze
Alt und Neu - die Rettungshubschrauber in Deutschland feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag - ADAC Vorreiter

Was wäre das deutsche Rettungswesen ohne Luftrettung - vor allem durch den Automobilclub ADAC. Nun hat die ADAC Luftrettung ihre Statistik für das vergangene Jahr vorgelegt: Exakt 53.967 Einsätze flogen die Rettungshubschrauber, das sind nur 389 Flüge weniger als im Jahr 2018 - aber bereits zum fünften mal +- 54.000 Einsätze. Das entspricht rund 150 Einsätzen am Tag. Bei ihrer Arbeit können die Crews vor allem auf Hubschrauber des Typs H145 und H135 von Airbus zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2019 rund 3,45 Millionen Kilometer zurückgelegt - das sind rund 150.000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

Männer mehr als Frauen - Bayern führt die Einsatz-Statistik an

Unter den versorgten Patienten waren 2019 mit 58 Prozent wieder etwas mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche. Einsatzgrund Nummer 1 waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 32 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 29 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.





Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt Bayern mit 12.557 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 37 Stationen der fliegenden Gelben Engel. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7.951, Nordrhein-Westfalen mit 5.958 und Niedersachsen mit 5.606 Einsätzen. Bei den Städten liegt weiterhin die Station in Berlin vorne. "Christoph 31" flog in und um die Hauptstadt zu 2.467 Notfällen. Dahinter platzieren sich im bundesweiten Ranking die Stationen Wittlich (2.186) und Koblenz (2.088) in Rheinland-Pfalz sowie Ochsenfurt (1.968) in Bayern.

50 Jahre Luftrettung in Deutschland startete mit dem Christoph 1

Zugenommen hat die Zahl der Spezialeinsätze. Die vier Windenstationen in München, Murnau, Straubing (alle Bayern) und Sande (Niedersachsen) verzeichneten mit 306 Windeneinsätzen ein Plus von vier Prozent. Leicht zugenommen haben mit 2.815 Einsätzen auch Rettungsflüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Solche Einsätze fliegen die Crews der Stationen in Senftenberg in Brandenburg, Greven in Westfalen, Sanderbusch in Niedersachsen und Mainz in Rheinland-Pfalz. Möglich sind solche hochanspruchsvollen Rettungseinsätze unter anderen durch spezielle Nachtsichtbrillen.





Die Luftrettung in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – und mit ihr die ADAC Luftrettung, die im November 1970 mit der Indienststellung des ersten permanent eingesetzten Rettungshubschraubers "Christoph 1" in München ihren Lauf nahm. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung fast 1.100 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 250 Notfallsanitäter und rund 600 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Das Jubiläum wird das ganze Jahr über von Veranstaltungen auf ADAC Luftrettungsstationen begleitet, u.A. auch mit einem Tag der offenen Tür am 17. Oktober 2020 an der München Klinik Harlaching, der Heimatstation von "Christoph 1", sowie mit einem Festakt am 30. November 2020 in München.

hs/greifenthal/adac | Fotos: ADAC Luftrettung


 

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