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ADAC warnt vor falschen Abzock-Pannenhelfern in Osteuropa

18. Jul. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 229 mal gelesen
ADAC warnt vor falschen Abzock-Pannenhelfern in Osteuropa
Dreister geht es kaum: Deutsche Beschriftung und sogar deutsche Fahne - aber der Pannenhelfer ist nicht echt

Der ADAC warnt erneut vor falschen Pannenhelfern, die sich als "Gelbe Engel" ausgeben und Reisenden viel Geld für Abschlepp- und teils unnötige Werkstattleistungen abknöpfen. Betroffen sind vor allem Staaten in Osteuropa: Ausser in Ungarn und Serbien sind Betrüger jetzt auch vermehrt in Bulgarien, Kroatien und Slowenien aktiv. Dazu sind die Slowakei, Litauen und Polen betroffen.



Um Urlauber in die Falle zu locken, nutzen die Betrüger Fahrzeuge in der farblichen Gestaltung des ADAC, mit dem Logo des Clubs oder der Aufschrift "Im Auftrag des ADAC". Auch das Personal tritt im Gewand der Strassenwachtfahrer auf. Aber: Im Ausland betreibt der ADAC keine eigene Strassenwacht-Flotte und die dortigen Vertragspartner dürfen weder auf ihren Fahrzeugen noch an Werkstätten ADAC Logos verwenden. Es gibt jedoch eine Ausnahme: In Norditalien ist ein "Gelber Engel" ganzjährig als Pannenhelfer für die ADAC Notrufstation tätig.

Eine Ausnahme ist ein italienischer Pannenhelfer im VW Touran

ADAC Plus-Mitglieder sollten daher folgende Hinweise beachten: Im Falle einer Panne ausserhalb Deutschlands sollte grundsätzlich der Auslandsnotruf unter der Nummer 00 49 89 22 22 22 kontaktiert werden. Hier wird dann ein Pannenhelfer oder ein Abschleppdienst vor Ort vermittelt. Der echte Pannenhelfer kennt die Mitgliedsdaten des Liegengebliebenen oder kann im Zweifelsfall die Daten abrufen, um so den Nachweis zu erbringen, das er tatsächlich im Auftrag des ADAC handelt.



Besonders offensichtlich ist die Taktik vieler Betrüger, bereits an der Autobahn zu warten und direkt nach einer Panne aufzutauchen, um dem Hilfesuchenden ihre Dienste anzubieten. Anrufversuche beim Auslandsnotruf können fehlschlagen, da die Kriminellen teils Störsender in ihren Fahrzeugen installiert haben, die eine Mobilfunkverbindung unmöglich machen. In so einer Situation sollten Autofahrer ihr Fahrzeug abschliessen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC kontaktieren.

Wenn die ADAC Versicherung AG die Betrüger, beispielsweise mittels Foto von Nummernschildern, identifizieren kann, wird mit Unterstützung des Partnerclubs immer Anzeige auf Unterlassung erstattet. Betrugsanzeigen können nur die Geschädigten selbst erstatten.

hs/greifenthal/adac | Fotos: ADAC SE


 

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