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Al Ula-Neom Rally: Seaidan baut Führung aus, T2 in Top 10

7. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 1236 mal gelesen
Al Ula-Neom Rally: Seaidan baut Führung aus, T2 in Top 10
In Saudi Arabien kämpfen Yasir Bin Seaidan, Yazeed Al Rajhi (Foto) und Khaled Al Qassimi um die Top 3

Der zweite Tag der "Al Ula - Neom" Rally in Saudi Arabien, 3. Lauf zur "Saudi Toyota Desert Rally Championship" war erneut ein schönes Beispiel, wie Ergebnisse aussehen können, wenn in einer Rally Welt-Profis auf Amateure treffen. Denn zwischen den Fahrzeugen bis Platz 6 und den Autos dahinter verbergen sich zwei Welten. 212 Kilometer in Wertung standen auf dem Programm, erneut als Rundkurs um den Wüstenort Al Ula - aber letztlich nur eine Wiederholung der Etappe vom Vortag, wie der Saudi Yazeed Al Rajhi verriet.

Die erste Etappe wurde am Donnerstag einfach nochmals gefahren

Mit 01:39:40 Stunden gewann Toyota-Overdrive Pilot Yazeed Al Rajhi aus Saudi Arabien mit seinem "Gast-Beifahrer" Konstantin Zhiltsov die Etappe vor Sheikh Khalid Al Qassimi / Xavier Panseri im Peugeot 3008 Buggy (01:42:09) und den X-raid Mini Piloten Yasir Bin Seaidan / Francois Cazalet (01:43:12). Auf den vierten Platz fuhren wie am Vortag Fernando Alonso und Marc Coma im Werks-Toyota Hilux (01:47:15), dahinter das Tschechisch-Slovakische Duo Miroslav Zapletal / Marek Sykora im Ford F-150 Evo (01:50:07).



"Die Etappe war die gleiche wie am Vortag," berichtet Toyota Pilot Yazeed Al Rajhi. "Wir haben hart gepusht und sind mit unserer Zeit zufrieden. Ab Kilometer 130 mussten wir Gas rausnehmen, weil wir durch den Staub vom Mini kaum noch etwas gesehen haben - das ging dann noch die letzten 70 Kilometer so weiter. Ich hoffe, wir können diesen Speed mit zum Ende der Rally durchhalten!"

Die Teilnehmer zeigten sich durchwegs zufrieden mit der Etappe

In der Gesamtwertung konnten der Saudi Seaidan und Navigator Cazalet ihre Führung im X-raid Mini behaupten, liegen nun mit 03:30:20 Stunden in Führung - allerdings nur 2:52 Minuten vor Al Rajhi / Zhiltsov, die damit auf den 2. Platz vorrückten, und 4:42 Minuten vor Al Qassimi / Panseri. Alonso / Coma liegen mit +11:46 Minuten weiterhin auf Platz 4, jetzt gefolgt von Zapletal / Sykora (+15:52). Der einzige, der den Speed der Topfahrer noch mithalten konnte war der Saudi Essa Al Dossary, der mit seinem französischen Beifahrer Sebastien Delaunay im Red Lined Nissan Navara mit +16:15 Minuten Rückstand auf Platz 6 liegt.



"Heute war es sehr schnell," berichtet der Emirate Khalid Al Qassimi, unterwegs im Ex-Werks Peugeot 3008DKR Buggy. "Wir können den Topspeed der Allradfahrzeuge nicht ganz mithalten, es ist eben ein Buggy. So gesehen war der Tag nicht einfach und wir sind ein hohes Risiko eingegangen, den Speed der Konkurrenten mitzuhalten." Wer Al Qassimi kennt weiss, das dies sanft untertrieben ist - denn Al Qassimi kann alles mögliche, nur nicht langsam fahren...

Fernando Alonso ist happy - toller Test und perfektes Terrain

Newbee Fernando Alonso lag die doppelt gefahrene Strecke, um Erfahrung zu sammeln kann ist sowas nahezu perfekt. "Wir haben etwas mehr Gas gegeben als am Vortag, weil wir die Strecke nun kannten," sagt der Spanier nach der Etappe. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, vor allem mit dem ersten Abschnitt, in dem wir nur einige Sekunden hinter Al Rajhi mithalten konnten. Wir hatten einen platten Reifen, aber das wird auch immer besser. Die Etappe am Freitag wird dann wieder neu für Alle und ich freue mich auf eine neue Lern-Einheit!"



In Saudi Arabien setzen lokale Fahrer gerne auf ausländische Beifahrer, warum auch immer. Das kann Vor- und Nachteile haben. Im Fall von Ahmed Al-Shegawi, der von dem erfahrenen Russen Alexej Kuzmich navigiert wird, ging es heute nicht zum Besten aus. Das Duo überschlug sich heute mit ihrem Nissan Patrol, man konnte das Fahrzeug zwar wieder aufrichten und die Stage fortsetzen, verlor jedoch über 40 Minuten und flog dadurch aus den Top 10 auf Platz 21 (+01:26:06 Stunden). Davon profitierten widerum Khalid Al-Feraihi und sein französischer Beifahrer Stéphane Duplé, die mit ihrem Nissan Patrol und +41:58 Minuten auf Platz 7 aufstiegen.

Überhaupt zeigt sich der Unterschied zwischen Spitzenfeld (Platz 1 bis 6) und Amateuren deutlich - liegen die Autos bis Platz 6 nur maximal 16:15 Minuten auseinander, sind es auf Platz 7 bereits +41:58 Minuten, die Abstände dahinter verhalten sich ähnlich. Grossen Respekt verdienen die beiden saudischen Teams Salman Al Shammeri / Rasheed Al Toyawi und Sallal Al Dosary / Mohammed Eid, die in baugleichen Nissan Patrol T2 (seriennah, in Saudi Arabien TL2 genannt) auf Platz 10 bzw. Platz 11 fuhren - und dabei nur 01:00:28 bzw. 01:02:39 Stunden langsamer waren als der Tagessieger. Finanziell gesehen liegen zwischen einem T2-Nissan Patrol und einem X-raid Mini etwa eine halbe Million Euro, so in etwa. Da ist man gerne mal eine Stunde langsamer. Ibrahim Al-Muhanna im einzigen Truck (Mercedes Unimog) trat heute nicht zum Start an.



Die 3. Etappe am Freitag führt die Teilnehmer von Al Ula in der Wüste im Nordwesten des Landes an die Golf-Küste und Grenze Ägyptens in die Retorten-Stadt Neom, die für das "Prokekt 2030" frisch designt und aus dem Boden gestampft wird. 231 Kilometer stehen auf dem Plan, dabei wird in einem grossen Bogen erneut die felsige Wüste sowie der Wüstenort Abu Gazaz durchquert.

Top 10 Autos Gesamtwertung nach SS02 Al Ula Mittwoch 07.11.2019

PL FAHRER / NAVIGATOR NAT RALLYCAR / FAHRZEUG KLASSE ZEIT DIFF
01 Bin Seaidan, Yasir / Cazalet, Francois KSA / FRA X-raid Mini Allrad T1.2 03:30:20 00:00:00
02 Al Rajhi, Yazeed / Zhiltsov, Konstantin KSA / RUS Toyota Hilux Overdrive T1.1 03:33:12 00:02:52
03 Al Qassimi, Khalid / Panseri, Xavier UAE / FRA Peugeot 3008DKR T1.4 03:35:02 00:04:42
04 Alonso, Fernando / Coma, Marc ESP / ESP Toyota Hilux Gazoo T1.1 03:42:06 00:11:46
05 Zapletal, Miroslav / Sykora, Marek CZE / SVK Ford F-150 Evo T1.1 03:46:12 00:15:52
06 Al Dossary, Essa / Delaunay, Sebastien KSA / FRA Nissan Navara Red Lined T1.1 03:46:35 00:16:15
07 Al Furaihi, Khalid / Duple, Stephane KSA / FRA Nissan Patrol T1.1 04:12:18 00:41:58
08 Al Shammeri, Mutair / Al Shammeri, Hani KSA / KSA Nissan Patrol T1.1 04:13:27 00:43:07
09 Al Tuwiaji, Mohammed / Al Marshood, Khalid KSA / KSA Toyota Land Cruiser T1.1 04:24:05 00:53:45
10 Al Shammeri, Salman / Al Toyawi, Rasheed KSA / KSA Nissan Patrol T2 T2.1 04:30:48 01:00:28

hs/schekahn/perkins | Fotos: Yazeed Racing, Perkins, Al Dossary, Offroadsport.cz, MCH, SAMF





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