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Al Ula-Neom Rally: Alonso und Coma fahren auf Platz 3 vor

8. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 424 mal gelesen
Al Ula-Neom Rally: Alonso und Coma fahren auf Platz 3 vor
Yasir bin Seaidan und Francois Cazalet führen weiter und haben sichtlich Spass zusammen - siehe Foto im Artikel

Am dritten und vorletzten Tag der "Al Ula - Neom" Rally in Saudi Arabien gibt es zuerst keine grossen Veränderungen an der Spitze, sehen wir einmal davon ab das Miroslav Zapletal / Marek Sykora im Ford F-150 Evo ihren 5. Platz wieder an Essa Al Dossary und Sebastien Delaunay im Red Lined Nissan abgeben mussten - und unser seriennaher T2-Patrol mit Platz 11 wieder aus den Top 10 heraus ist. Dann kam eine Zeitstrafe und änderte alles. Doch der Reihe nach.

Am Anfang sah alles aus wie bisher - dann kam eine Zeitstrafe

Zum zweiten mal fuhren am Freitag Yazeed Al Rajhi und Konstantin Zhiltsov mit ihrem Overdrive Toyota in 01:31:55 Stunden den Etappensieg ein, 1:38 Minuten vor der X-raid Mini Crew Yasir Bin Seaidan / Francois Cazalet und 1:55 Minuten vor Fernando Alonso / Marc Coma im Werks-Toyota Hilux - für die beiden spanischen Neuzugänge im Toyota das bisher beste Ergebnis auf der Rally. Überhaupt scheinen sich die beiden nach dem Debakel in Marokko sehr gut gegen die "arabische Heisssporne" an der Spitze zu behaupten. Denn wenn man eines über die Rally sagen kann: An der Spitze wird nur am Limit gefahren, hier geht es auch um die Ehre der besten Locals.



Wir wollen ja nicht meckern, aber immer wenn unsere Freunde aus arabischen Ländern an der Spitze fahren, herrscht ein grosses Drama. Angesichts der engen Zeiten, die alle so ausfahren, wundert man sich immer, wo und wann denn die Dramen stattgefunden haben. Später stellen sich dann "Technische Probleme" gerne als simples Festfahren heraus, doch das würde man ja nie zugeben. Dumm nur, wenn das - wie bei der letzten Rally in Saudi Arabien - von Fans gefilmt wird, vor allem, wenn Fans unerlaubt helfen. Aber wir wollen mal keine Namen nennen.



Ziemlich viele diese Dramen hört man gerne mal von Sheikh Khalid Al Qassimi im Ex-Werks Peugeot 3008DKR Buggy. Auf der heutigen Etappe klagte man über technische Probleme, der Motor würde keine volle Leistung mehr liefern. Man wartete die Meinung eines Team-Technikers ab bevor man entschloss, die Etappe weiterzufahren. "Moment" denkt sich da der geneigte Rallyfreund, wenn der Techniker nicht selbst im Rennen fährt, ist es dann nicht Fremdhilfe? Und überhaupt, wie schwer müssen die Probleme gewesen sein, wenn man am Abend nur 5:41 Minuten Rückstand hat?

Dramatisierte Dramen, echte Dramen, falsche Dramen - ein Drama

Das werden wir wohl nie erfahren - dafür aber, das diese Aktion wohl stimmte und Al Qassimi einige Stunden nach dem Zieleinlauf eine Zeitstrafe von 10 Minuten bekam - was Auswirkungen hat. Waren der Emirati und sein französischer Beifahrer Xavier Panseri mit eben 5:41 Minuten Rückstand auf Platz 3 der Gesamtwertung, mussten sie jetzt die Spanier Alonso / Coma vorbeiziehen lassen. Am vorletzten Renntag. Das ist hart.





Somit sieht es nach dem dritten Rallytag wieder ein wenig spannender aus. Die private X-raid Mini Crew Bin Seaidan / Cazalet führt die Rally auch nach Tag 3 mit nun 05:03:53 Stunden an, nur 74 Sekunden dahinter folgen Al Rajhi / Zhiltsov im privaten Toyota Hilux und auf Platz 3 mit 12:03 Minuten Abstand der spanische Ex-Formel 1 Weltmeister Fernando Alonso und Ex-Dakar-Bikesieger Marc Coma. Schaffen die beiden es, ihre Position zu halten, wäre es der erste Podiumsplatz für beide - bei ihrer dritten Rally in Wertung.

In den Top 6 der Wertung ist immer noch alles komplett offen

Ergo rutschten Al Qassimi / Panseri mit nun +15:41 Minuten auf Platz 4, gefolgt vom hellblauen Nissan Navara von Essa Al Dossary und Sebastien Delaunay mit nun +23:15 Minuten und dem tschechisch-slovakischen Duo Miroslav Zapletal / Marek Sykora im Ford F-150 Evo (+24:20 Minuten). Bester T2 (seriennah) wurde die saudische Crew Salman Al Shammeri / Rasheed Al Toyawi im Nissan Patrol auf Platz 11 und 01:32:13 Stunden Rückstand. Das beste SSV (zu den Autos gewertet) liegt auf Platz 21 (+02:06:27 Stunden) und wird von den locals Saleh Al Saif / Muath Al Arja gefahren.





Über den einzigen Truck im Rennen, einem Mercedes Unimog der Saudis Ibrahim Al Muhana / Osama Al Sanad / Raed Abo Theeb, kam gestern die Information, das sie die Etappe nicht angetreten hätten. Das erwies sich als falsch, am Ende schafften sie es gestern mit 03:01:41 Stunden auf Platz 33. Heute kam der Unimog wieder gut durch, die Unimog-Crew konnte sich mit 09:16:03 Stunden und +04:12:10 Stunden Rückstand auf Platz 29 behaupten.

Am morgigen Samstag startet die letzte Etappe der Rally, bei der ein Rundkurs über 175 Kilometer um die neue Retortenstadt Neom nahe der ägyptischen Grenze gefahren wird. Toyota-Fans Daumen drücken - vielleicht sehen wir Fernando Alsonso und Marc Coma das erste mal in einem Rallyraid-Auto auf dem Podium einer Rally...

Top 10 Autos Gesamtwertung nach SS03 Neom Freitag 08.11.2019

PL FAHRER / NAVIGATOR NAT RALLYCAR / FAHRZEUG KLASSE ZEIT DIFF
01 Bin Seaidan, Yasir / Cazalet, Francois KSA / FRA X-raid Mini Allrad T1.2 05:03:53 00:00:00
02 Al Rajhi, Yazeed / Zhiltsov, Konstantin KSA / RUS Toyota Hilux Overdrive T1.1 05:05:07 00:01:14
03 Alonso, Fernando / Coma, Marc ESP / ESP Toyota Hilux Gazoo T1.1 05:15:56 00:12:03
04 Al Qassimi, Khalid / Panseri, Xavier UAE / FRA Peugeot 3008DKR T1.4 05:09:34 00:15:41
05 Al Dossary, Essa / Delaunay, Sebastien KSA / FRA Nissan Navara Red Lined T1.1 05:27:08 00:23:15
06 Zapletal, Miroslav / Sykora, Marek CZE / SVK Ford F-150 Evo T1.1 05:28:13 00:24:20
07 Al Furaihi, Khalid / Duple, Stephane KSA / FRA Nissan Patrol T1.1 06:03:04 00:59:11
08 Al Shammeri, Mutair / Al Shammeri, Hani KSA / KSA Nissan Patrol T1.1 06:10:18 01:06:25
09 Al Tuwiaji, Mohammed / Al Marshood, Khalid KSA / KSA Toyota Land Cruiser T1.1 06:20:05 01:16:12
10 Al Shammeri, Faris / Djiyerian, Musa KSA / UAE Nissan Patrol T1.1 06:27:34 01:23:41

hs/schekahn/perkins | Fotos: Yazeed Racing, Perkins, Al Dossary, Offroadsport.cz, MCH, SAMF





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