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Tesla wegen irreführender Werbung in Deutschland verklagt

31. Okt. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 200 mal gelesen
Tesla wegen irreführender Werbung in Deutschland verklagt
Tesla spaltet mit seiner ungewöhnlichen Werbe- und Kundentaktik erneut die Gemüter in Deutschland

Die Kritik am US-Autobauer Tesla reisst nicht ab. Nachdem sich bei ersten Fahrzeugen teure Alterserscheinungen nach nur wenigen Jahren aufzeigen, bei denen oftmals eine Garantie verweigert wird und Kunden teils im vierstelligen Euro-Bereich zur Kasse gebeten werden, meldet sich nun die "Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs" aus München - und verklagt Tesla wegen irreführender Werbung beim Landgericht München (Az. 33 O 14041/19).

Tesla verspricht bis Ende 2019 autonomes Fahren in Deutschland

Hintergrund sind diverse Werbe-Aussagen Teslas, die nach Ansicht der Wettbewerbszentrale schlicht falsch sind, bzw. in dieser Form nicht zutreffen. So monieren die Verbraucherschützer vor allem die Angaben zum automatisierten Fahren. Tesla verspricht z.B. "Automatisches Fahren innerorts", "automatisches Lenken, Beschleunigen und Bremsen auf der eigenen Spur", "automatisches Ein- und Ausfahren auf Autobahnen", automatisiertes "Herbeirufen" (Auto fährt alleine zum Fahrer) und vieles mehr - und das teilweise bis Ende 2019 - also in zwei Monaten. Dazu wird Druck aufgebaut: "Sie können das Funktionspaket ... auch nach der Auslieferung erwerben. Allerdings wird sich der Preis ... wahrscheinlich erhöhen."



Tatsächlich können diese Ankündigungen aber so nicht erfüllt werden, weil einige der genannten Funktionen in Deutschland rechtlich noch gar nicht im Strassenverkehr zugelassen sind - und auch nicht bis Ende 2019 zugelassen sein werden. Der Verbraucher könne somit eben kein Fahrzeug mit der Funktion für beispielsweise ein "Automatisches Fahren innerorts" oder eine "automatische Fahrt auf Autobahnen" erhalten.

Landgericht München soll nun klären ob Tesla so werben darf

"Die hier beanstandeten Werbeaussagen verstossen aus Sicht der Wettbewerbszentrale gegen das Irreführungsverbot, weil im Hinblick auf die rechtliche Zulassung und Funktionalität des 'Autopilot' und des 'autonomen und automatisierten Fahrens' falsche Vorstellungen hervorgerufen werden," so Rechtsanwalt Dr. Andreas Ottofülling in einer ersten Stellungnahme. Das Landgericht München soll die Sachlage nun klären.

hs/greifenthal/Dr. Andreas Ottofülling | Fotos: Pixabay/Blomst/lobpreis/Jakub Orisek


 

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