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Audi nutzt alte Li-Ion-Batterien in Flurförderfahrzeugen

6. Mar. 2019 I Autor: Maren Tamm-Headland I 323 mal gelesen
Audi nutzt alte Li-Ion-Batterien in Flurförderfahrzeugen
Neues Leben für alte Elektroauto-Batterien: Gabelstapler und Co nutzen sie weiter

Ein zweites Leben für Batterien aus Elektroautos: Im Stammwerk Ingolstadt erprobt Audi mit gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien angetriebene Flurförderfahrzeuge. Wie alle Automobilhersteller ist Audi per Gesetz dazu verpflichtet, die Energieträger nach ihrer Nutzung im Auto zurückzunehmen. Weil diese dann noch über einen Grossteil ihrer ursprünglichen Ladekapazität verfügen, untersucht jetzt ein interdisziplinäres Projektteam, wie sich Batterien beispielsweise aus Audi e-tron Erprobungsfahrzeugen weiterhin sinnvoll nutzen lassen.

Die Flurförderfahrzeuge (FFZ), etwa Gabelstapler und Zugmaschinen, beziehen ihre Energie bisher aus Blei-Säure-Batterien. Sind diese leer, bauen Mitarbeiter die bis zu zwei Tonnen schweren Batteriepakete aus und schliessen sie für mehrere Stunden an eine Ladestation an. Lithium-Ionen-Batterien hingegen lassen sich während der regelmässigen Standzeiten, beispielsweise in Pausen, direkt an ihren Stellplätzen aufladen. Das spart Platz, zudem entfällt der hohe manuelle Aufwand für den Tausch der Batterien. Würde Audi die gesamte FFZ-Flotte an weltweit 16 Produktionsstandorten auf Lithium-Ionen-Batterien umrüsten, liesse sich so ein Millionenbetrag sparen.



Die Batterie eines Audi e-tron zum Beispiel besteht aus 36 einzelnen Batteriemodulen und liegt in Form eines flachen, breiten Blocks unter der Passagierzelle zwischen den Achsen. Das Projektteam prüft jedes einzelne Modul nach der Rücknahme der Batterie auf ihre weitere Einsatzfähigkeit. Anschliessend bauen sie jeweils 24 Module in eine neue Batteriewanne ein. Diese hat die gleichen Abmessungen und das gleiche Gewicht wie die bisherigen Bleibatterien der Flurförderfahrzeuge – so kann das Unternehmen alle FFZ ohne grössere Investitionen weiter verwenden. Den Aufbau der Second-Use-Batterien könnten dafür spezialisierte Mitarbeiter künftig im hauseigenen Batterietechnikum übernehmen.

Das Projektteam aus Produktion, Logistik und Entwicklung arbeitet seit rund zwei Jahren an dieser Zweitverwendung gebrauchter Batteriemodule. Nachdem erste Tests erfolgreich waren, erproben sie jetzt die ersten umgebauten FFZ im Produktionsalltag.

hs/taner/audi | Fotos: Audi

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