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Baja Russia: FIA Baja World Cup startet mit nur 16 Autos

6. Feb. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 832 mal gelesen
Baja Russia: FIA Baja World Cup startet mit nur 16 Autos
Tiefflieger im Schnee - eine der interessantesten FIA Bajas in Schnee und Eis gehen in diesem Jahr leider die Teilnehmer aus

An diesem Wochenende (06. bis 09. Februar) startet mit der "Baja Russia - Northern Forest" traditionell die Rallyeraid-Weltmeisterschaft, die im vergangenen Jahr erstmals in zwei Weltmeisterschaften (Baja = Wochenende und Rally = 5 Tage) aufgesplittet wurde. Was kein Motorsportler verstand, denn in der Öffentlichkeit sind beide World Cups relativ unbekannt. Teilnehmer konnten früher strategisch fahren, da es für lange oder kurze Rallyes unterschiedliche Punkte gab - das fällt seit dem Splitting komplett weg. Nun also der Start für die offiziell "FIA Cross Country World Cup for Bajas" genannten Baja-Worlcup, der im übrigens um Längen spannender als der grosse World Cup ist.

Funktionäre machen den Sport kaputt - kaum Teilnehmer bei WM-Start

Das Drama der Vorjahre setzt sich weiter fort: Die FIA will mit ihren Funktionären kräftig verdienen, der Veranstalter muss teuer zahlen - und immer "First Class", versteht sich. Das Reglement wird nach Lust und Laune - oder nach den Wünschen der Werksteams - geändert. Für Amateure unübersichtlich, teuer und kaum noch planbar. Anstatt in die Events selbst, Zuschauer oder Medien zu investieren setzt man noch mehr "Offizielle" ein, die dann gelangweilt in irgendwelchen VIP-Loungen rumsitzen. Doch wer im World Cup mitmachen will, muss sich auf das Luxus-Spielchen einrichten. Eine Wahl bleibt nicht - wie beim Fussball.





Das Ergebnis sieht man aktuell zum FIA-Auftakt: Die "Baja Russia - Northern Forest" gilt als einzige Offroad-Rallye auf Schnee und Eis, ist verhältnismässig günstig, die Anreise ist (per Fähre via Deutschland) schnell und bezahlbar, die Organisation gilt als familiär, liebevoll und hoch engagiert. Doch all das bringt nichts, wenn der Motorsport lustlos aus dem fernen Paris kontrolliert wird. Anstatt eine lebendige Rally zu haben, findet man in der Startliste lediglich 16 Autos und 9 SSV - damit zahlen die Veranstalter schonmal kräftig drauf.

Nur 25 Teilnehmer insgesamt sind Quittung für FIA-Fehlmanagement

Zweiter Schlag für die Organisatoren: Die grossen Namen bleiben fast komplett aus, das Starterfeld ergibt sich überwiegend aus Local Heroes, Stammkunden oder Einmalfahrern. In seiner Heimat startet Vladimir Vasilyev im alten X-raid BMW X3CC und neuem Beifahrer Vitaliy Yevtyekhov als Top-Favorit, ebenso wie die Landsleute Denis Krotov / Dmytro Tsyro, auch in einem X-raid BMW X3CC.





Einzige nennenswerte internationale Starter sind Ricardo Leal dos Santos und Joao Serodio Fernandes aus Portugal in einem Ex-Werks Mitsubishi Racing Lancer. Aus Finnland kommen die Dauergäste (aber im World Cup keine Rolle spielenden) Teams Lauronen / Turonen und Lauronen / Suominen, beide in gemieteten Mitsubishi Pajero Prototypen von RE-Autoclubs aus Lettland - die btw auch schon ihre besten Tage hinter sich haben. Also die Autos. Bei den SSV finden sich noch Reinaldo Varela und Youssef Haddad aus Brasilien in der Startliste, der Rest des gesamten Starterfeldes ist im World Cup eher nebensächlich - und kommt ausschliesslich aus dem Gastgeber-Land.

Prolog Zuschauer-freundlich auf einer nagelneuen Formel 1 Strecke

In letzter Minute gab es sogar Gerüchte um eine Absage der Rallye - doch die Veranstalter ziehen durch, egal mit wieviel Teilnehmern. Die Strecken in der Gegend zwischen Sankt Petersburg, der neuen Formel 1 Rennstrecke Igora und Finnland sind atemberaubend, WRC-Style wie in Skandinavien, durch tiefe und dichte Wälder - mit garantiert viel Schnee und Temperaturen bis Minus 30 Grad. Eine weitere, Schnee-bedingte Besonderheit: Man fährt auf schmalen Reifen mit Spikes, die vor Ort gemietet werden. Braucht man ansonsten ja auch weniger...



Die eigentliche Rallye startet am Freitag Mittag mit einem Show-Prolog auf dem neuen Motorsport-Gelände "Igora Drive", die dennoch SS01 genannte "Superspecial" ist vor allem auf Zuschauer und Fans zugeschnitten, die den Prolog "Rallycross-ähnlich" liver verfolgen können. Am Samstag und Sonntag folgen die "echten" Etappe SS02 und SS03, die Rallye endet am Sonntag Abend traditionell mit einer der legendärsten Siegerehrungen im gesamten FIA World Cup. Nur schade das eben keiner kommt.

hs/schekahn | Fotos: Baja Russia Northern Forest


 

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