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Baja Russia: Vasilyev gewinnt im BMW FIA-Auftakt Russland

10. Feb. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 1295 mal gelesen
Baja Russia: Vasilyev gewinnt im BMW FIA-Auftakt Russland
Vladimir Vasilyev hat nach einem toughen Duell mit dem Finnen Lauronen die Baja Russia Northern Forest für sich entschieden

In Russland hat am vergangenen Wochenende der "FIA Cross Country World Cup for Bajas" mit der "Baja Russia - Northern Forest" seinen Auftakt - mehr oder weniger - gefeiert. Wie berichtet war das Starterfeld trotz des grossen Renomees der Baja, einer im World Cup sehr liebevollen Organisation und durch den Schnee einzigartigen Veranstaltung beschämend klein: Am Ende meldeten sich lediglich 15 Autos und 8 SSV final zum Start.

Ungewöhnlich warmes Wetter - aber wenigstens Schnee in Russland

Die Rallye hatte ihre Basis nahe der neuen Rennstrecke "Igora Drive", wo auch der Prolog am Freitag Zuschauer-freundlich als Show-Rundkurs ausgetragen wurde. Für die Jahreszeit war es ungewöhnlich warm (2 bis -5 Grad), der Schnee war knapp und begann am letzten Tag sogar zu tauen - früher war man in der Region zwischen St. Petersburg und der finnischen Grenze schonmal Temperaturen bis zu -30 Grad gewöhnt. Aber zumindest auf das Wetter hat man keinen Einfluss und immerhin: Der versprochene Schnee war da.



Einer der wenigen internationalen Starter, die Portugiesen Ricardo Leal dos Santos und Joao Serodio, fielen mit ihrem Ex-Werks Mitsubishi Racing Lancer bereits früh aus - das Rennen war somit frei für den aktuell FIA-Dritten 2019 Vladimir Vasilyev (mit neuem Beifahrer Vitaliy Yevtyekhov, beide Russland) im alten X-raid BMW X3CC, die ehemaligen Baja-Russia-Sieger und Gelegenheitsfahrer Tapio Lauronen und Lassi Turonen aus Finnland im gemieteten (Uralt-) Mitsubishi Pajero Prototypen von RE Autoclub aus Lettland, Andrey Novikov / Vladimir Novikov aus Russland im G-Force BARS (eine russische Neu-Interpretation der Citroen Ente mit US-V8) und die Russen Denis Krotov / Dmytro Tsyro im zweiten X-raid BMW.



Während der Prolog am Freitag nur der Show und Startreihenfolge diente, wurde Samstag und Sonntag jeweils die gleiche Strecke über 214 km gefahren - nur Baja-typisch in entgegengesetzter Richtung. Leider musste die Strecke kurzfristig auf 188 Kilometer pro Runde (Samstag/Sonntag) eingekürzt werden, auch der Prolog hatte nur 4 statt der angekündigten 10 Kilometer - das Wetter zollte seinen Tribut.

Vasilyev und Lauronen lieferten sich von Anfang an ein enges Duell

Wie erwartet lieferten sich Vlasimir Vasilyev (BMW X3CC) und Tapio Lauronen (RE Mitsubishi) gleich zu Beginn ein spannendes Battle. Der Russe konnte den ersten Tag in 02:17:21 Stunden für sich entscheiden, lag aber nur 2:37 Minuten vor dem Finnen Lauronen. Auf den dritten Platz fuhr Andrey Novikov (G-Force BARS, +12:34 Minuten), gefolgt von Denis Krotov / Dmytro Tsyro (BMW X3CC, +14:21) und die Russen Sergey Uspenskiy / Marina Danilova (Nissan Navara, +22:17, alle Daten SSV-bereinigt).



Der Sonntag schien also spannend zu werden - doch Pustekuchen. Tapio Lauronen und Lassi Turonen fielen gleich zu Beginn aus und machten den Weg frei für Vasilyev / Yevtyekhov. Die hatten allerdings mit dem einsetzenden Tauwetter zu kämpfen: Die Strecke wurde teilweise glatt, vereist und schlammig, alle Team mussten Speed rausnehmen. "Es war sehr rutschig, wir mussten vorsichtig fahren," bestätigt der aktuell FIA-World Cup Dritte Vasilyev - der das Rennen schliesslich auch in 04:27:44 Stunden insgesamt für sich entschied.



Hinter dem X-raid Duo überraschend Andrey und Vladimir Novikov im Enten-ähnlichen G-Force BARS (04:45:34 Stunden), auf Platz 3 der zweite X-raid BMW X3CC mit Denis Krotov / Dmytro Tsyro (04:56:13). Sergey Uspenskiy und Marina Danilova platzierten ihren Nissan Navara auf Platz 4 (04:56:35) vor SSV-bereinigt Aleksei Ignatov und Evgeny Pavlov mit ihrer äusserst ungewöhnlichen GAZelle als Rally-Prototyp (05:23:51).

"Es war eine wahnsinnig holprige Strecke," berichtet der Zweitplatzierte Andrey Novikov aus St. Petersburg. "Es war so eine Rüttelei, man hatte das Gefühl, das Auto zerfällt langsam mit jeder Runde mehr. Aber am Ende hat alles gehalten. Die Rallye war sehr abwechslungsreich, auch durch das Wetter, was will man mehr? Die Veranstaltung war wirklich Weltklasse!"



Nissan-Pilot und Viertplatzierter Sergey Uspensky - übrigens 16-facher russischer Rallyemeister - wäre noch schneller gewesen, hätte ihn eine Reifenpanne im Tiefschnee nicht weit zurückgeworfen. "Es gab etwas von allem: Schnee, Steine, Schlamm, Wasser! Vor allem am letzten Tag beim Tauwetter wurde es knifflig. Es wurde es rutschig weil sich der Schnee in Eis und Schlamm verwandelte, dann nochmal rutschig weil die Spikes in den Reifen ohne Schnee wegbrachen und man keinen Grip mehr hatte. Aber es hat Spass gemacht. Die Spur war am Ende so ausgefahren, das sie perfekt zu unserem Auto passte!"

Von den 15 Autos kamen am Ende nur 11 ins Ziel, von 8 SSV sahen immerhin 7 die Ziellinie. Insgesamt eine tolle Rally, die auf jeden Fall mehr Teilnehmer verdient hätte. Die zweite Runde im "FIA World Cup for Cross Country Bajas" findet vom 2. bis 4. April in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt.

hs/schekahn | Fotos: Baja Russia Northern Forest




 

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