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C02 Preis soll teurer werden - Stromfresser werden belohnt

16. Dez. 2019 I Autor: Maren Tamm-Headland I 1397 mal gelesen
C02 Preis soll teurer werden - Stromfresser werden belohnt
Wer eine Wallbox oder ähnlich zuhause hat profitiert - alle anderen Autofahrer werden ab 2021 ordentlich draufzahlen

Das der angestrebte CO2-Preis von Bund und Ländern mit bisher 10 Euro pro Tonne zu gering bemessen wurde, wurde bereits vielfach kritisiert. Nun haben Bund und Länder nach Informationen des "SPIEGEL" sich im Streit über das Klimapaket in einem Nacht-Marathon geeinigt: Die CO2-Preise werden anstatt 10 Euro wie geplant ab dem 1. Januar 2021 auf 25 Euro angehoben und steigern sich dann Jahr für Jahr weiter. Der Bund will dafür Ausgleiche schaffen. Paradoxerweise werden nach dem aktuellen Modell aber nur Elektro-Auto fahrende Hausbesitzer mit eigener Haus-Tankstelle oder Menschen mit hohem Stromverbrauch profitieren.

C02-Preis bestraft einfache Autofahrer - und belohnt Stromfresser

Da die CO2-Preiserhöhungen von den Mineralöl-Betreibern sowie Stromkonzernen gezahlt werden müssen, werden diese die Kostensteigerungen erwartungsgemäss auf den Endkunden abwälzen. Der SPIEGEL rechnet mit einer Verteuerung von Sprit auf 8 Cent pro Liter schon 2021 - was sich dann Jahr für Jahr dramatisch fortsetzen dürfte. Bürger sollen durch eine geringere EEG-Umlage beim Strompreis entschädigt werden. Die EEG-Umlage macht aber nur einen minimalen Anteil der Stromrechnung aus - 2020 soll der Anteil pro Kilowatt-Stunde bei 6,756 Cent liegen. Selbst wenn die EEG-Umlage komplett gestrichen würde, würden nur Haushalte mit einem sehr hohen Stromverbrauch von dem Mini-Bonus profitieren - letztlich durch den höheren Strompreis aber auch draufzahlen.



Ein harter Schlag für den durchschnittlichen Autofahrer mit Verbrennungsmotor, der sich kein teures Elektro-Fahrzeug leisten kann und dies - mangels günstiger Gebrauchtwagen und dann fehlender Förderung - auch in absehbarer Zeit nicht tun kann. Und selbst wenn man sich ein Elektroauto leisten könnte bleibt das Problem des Tankens - denn nur bei einem eigenen Stromanschluss würde die Senkung der EEG-Umlage auch zu spüren sein. Öffentliche Betreiber werden eine Preissenkung erfahrungsgemäss nicht an den Kunden weitergeben. So zahlen künftig selbst Haus-Besitzer mit einem Elektroauto OHNE Haustankstelle ordentlich drauf.

So oder So: Mobilität wird in der Zukunft zu einem echten Luxus

Als weiterer Ausgleich soll die Entfernungspauschale für Pendler ab dem 1.1.2024 von 5 ct. auf 8 ct. pro Kilometer ab dem 21. Entfernungskilometer angehoben werden. Das ist zumindet ein Entgegenkommen, betrifft aber eben auch nur die Autofahrer, die ins Raster fallen. Das die Umwelt am Ende tatsächlich auch davon profitiert, darf ruhigen Gewissens als reine Augenwischerei gesehen werden.

hs/tamm-headland | Fotos: Volkswagen, Hyundai, Daimler


 

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