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Citroën feiert die erste automobile Sahara Durchquerung

31. Jan. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 384 mal gelesen
Citroën feiert die erste automobile Sahara Durchquerung
Die Vorläufer der Wüstenrallys fuhren schon 1922 - mit dem späteren Dakar Rally Sieger Citroen durch die Wüste

Auf der "Rétromobile 2020", die vom 5. bis 9. Februar in Paris stattfindet, feiert Citroën den vor 50 Jahren präsentierten GS - aber vor allem die erste Sahara-Durchquerung mit einem Auto. Die erfolgte vom 19. Dezember 1922 bis zum 7. Januar 1923 mit fünf Citroën B2 mit den putzigen Namen "Scarabée d’Or", "Croissant d’Argent", "Tortue Volante", "Boeuf Apis" und "Chenille Rampante". Als Basis diente der Citroën B2 10 HP Modell K1. Das Besondere: Zwar gab es schon seit 1827 einen Allradantrieb - aber die fünf Citroën kamen mit einer Kombination aus Rad und Raupe.

3.200 Kilometer durch die Wüste - mit einer Rad-Raupen Kombination

Unter der Leitung von Georges-Marie Haardt und Louis Audouin-Dubreuil legten die Citroën B2 mit Raupenantrieb 3.200 Kilometer durch die Wüste zurück. Zunächst war nur die einfache Strecke vorgesehen. Doch die Technik hielt besser als erwartet, und so traten die Wüsten-Füchse auch die Rückreise mit den ungewöhnlichen Vehikeln an. Die Expedition ebnete den Weg für viele weitere Expeditionen sowie für das Erkunden neuer Gebiete, die anschliessend kartographiert wurden. Google Earth und moderne Kommunikation waren damals noch weit weit weg...



Die Expeditionen wurde in Filmen und Büchern thematisiert. Wie so oft gibt es eine kleine hinter der grossen Geschichte: Zur Crew gehörte auch der Hund Flossie, der den belgischen Comiczeichner Hergé zu "Struppi" aus "Tim und Struppi" inspirierte. Im Januar 1921 gründete André Citroën eine Abteilung, die für die Planung der Expedition von Toggourt (Algerien) nach Timbuktu (Mali) zuständig war. Die Fahrzeuge wurden mit dem Raupenantrieb von Adolphe Kégresse ausgestattet, einer Weltneuheit.



Über die für die damalige Zeit gewagte Meisterleistung in der Wüste berichteten viele Medien. Die Nachrichten wurden über Radio und Telegraf verbreitet. Die Expedition veranschaulichte das industrielle, technische und kommerzielle Know-how von Citroën, war aber auch ein menschliches Abenteuer. Im Vorwort seines Buchs über die Expedition, das 1923 veröffentlicht wurde, erzählte André Citroën von diesen Abenteurern: "Ihre grösste Genugtuung besteht darin, zu wissen, das sie zu einem nachhaltigen Werk beigetragen haben. Einem Werk, das fortbestehen wird, obgleich sie selber nicht mehr am Leben sein werden. Die Erbauer werden eines Tages sterben, aber das Werk ist vollbracht." Harte Worte, aber er behielt Recht.



Citroën präsentiert auf der Rétromobile eine detailgetreue Nachbildung des Citroën B2 "Scarabée d’Or" mit Raupenantrieb. Diese war bereits anlässlich der 100-Jahr-Feierlichkeiten "Born Paris XV" im Juni 2019 und beim "Jahrhunderttreffen" im Juli 2019 zu sehen. Die Replik wurde von 160 Schülern und Studenten der Ingenieurshochschule "Arts et Métiers" sowie der Berufsschule "Château d’Épluches" gebaut, 50 Lehrer und Betreuer kamen hinzu. An elf Produktionsstandorten wurden 50.000 Arbeitsstunden geleistet und 1.500 Kilogramm Metall verarbeitet.

hs/greifenthal/Beyreuther | Fotos: Citroën Archiv


 

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