NAVIGATION

Dakar 2020 Stories: Serradori - wer ist der rote Buggy da?

6. Jan. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 1311 mal gelesen
Dakar 2020 Stories: Serradori - wer ist der rote Buggy da?
SRT Buggy auf süd-afrikanischer Century Basis - mit diesem Auto muss man rechnen - wenn es nicht ausfällt

Hinter Düne 11. Jetzt müsste ein X-raid kommen. Oder ein Toyota. Oder sonst ein irgendwie bekanntes Top 10 Auto. Aber da kommt ein roter Buggy, den man so gar nicht auf dem Radar hat. Platz 4 des Tages, Platz 4 in der Gesamtwertung: Wer ist das, der den Werksteams und Semi-Teams da so um die Ohren fährt? Mathieu. Mathieu Serradori, Franzose - und neben ihm die Navigations-Legende Fabian Lurquin aus Belgien. Serradori, schonmal gehört?



2009, 2010 und 2012 fuhr der Franzose schonmal die Dakar und kam immer an - allerdings auf dem Motorrad. Sein bestes Ergebnis war Platz 20 im Jahr 2010. Dann wechselte Serradori zu den Autos, und wie es Motorradfahrer gerne tun, zu einem zweiradangetriebenen Buggy. Viele Biker schwören auf Zweirad-Antrieb, wenn sie ins Auto wechseln. Im Auto war er gut, gewann 2018 die Dakar-Konkurrenzveranstaltung "Africa Eco Race". Startete 2019 auf der Dakar, fiel aber mit Motorschaden aus. Dann auf der Silk Way Rally in Russland: Unfall, Ausfall.

Serradori hat sich ein wenig zum Buggy-Experten gemausert. Fuhr er ursprünglich mit einem französischen Modell, das einem alten Schlesser-Buggy ähnelte, wechselte er nun die Basis und setzt auf einen "Century" aus Süd Afrika. Doch nicht nur das: Er ist massgeblich an der Entwicklung des aktuellen Century CR6 beteiligt - der auf der Dakar unter dem Label "SRT" (Serradori Racing Team) fährt. Ein echter "Buggy-Maniac" eben der, wenn man ihn denn lässt, ganz vorne mitfahren kann. Dazu mag es der Franzose Sozial: Für jeden gefahrenen Kilometer spendet er einen Euro, das kommt Familien mit krebskranken Freunden zugute.



Das Team sieht sich selbst als Aussenseiter - umso grösser war die Freude über das sensationelle Ergebnis. "Im Moment läuft alles gut, aber die Rally ist noch lang," versucht der Franzose die Begeisterung zu drücken. Klar, aber wer so weit vorne den Werksteams um die Ohren fährt, muss irgendwie gut sein. "Wir gehen es ruhig an," erklärt Serradori. "Heute war die Navigation sehr schwer. Irgendwann merkten wir, das wir falsch sind. Anstatt in Panik zu verfallen, haben wir es ruhig gehändelt, den richtigen Punkt gesucht, weitergefahren." Ruhe sieht er auch bei schwierigen Passagen als Geheimnis: Vor den beiden lag ein Steinfeld, in das viele blind reinfuhren. "Wir haben gestoppt, überlegt und sind dann langsam drumherum gefahren." Auch so macht man am Ende Zeit gut.

Serradori setzt übrigens nicht als Einziger "seinen" SRT-Century Buggy ein - ein zweites Fahrzeug wird von dem Franzosen Jean-Remy Bergounhe pilotiert - der mit Jean Brucy ebenfalls eine Beifahrer-Legende neben sich sitzen hat. Der zweite Buggy schaffte es auf Platz 21 - aber hauptsächlich wegen Reifenschäden. Man sollte die Buggies also auf dem Radar haben. Entweder Ausfall - oder ganz vorne. Wir haben ja noch 10 Tage...

hs/schekahn | Fotos: SRT Team Serradori


 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige



FIA CROSS COUNTRY WORLD CUP 2020


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


JOHNTIM.DE RALLYE RUECKBLICK


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige