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Dakar 2020: Lavieille und Garcin wollen wieder Siegen - T2

11. Dez. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 979 mal gelesen
Dakar 2020: Lavieille und Garcin wollen wieder Siegen - T2
Sieger-Abonnement - Toyota Land Cruiser 200 des TLC Toyota Auto Body Werksteams aus Japan & Frankreich

Die Dakar Rally relativ entspannt mitfahren und dennoch am Ende gewinnen. Geht nicht? Doch, es ist ganz einfach - und sogar ein paar hundertausend Euro billiger: In der Klasse T2 der seriennahen Fahrzeuge. Aufgrund einer geforderten Homologation ist die Auswahl an Fahrzeugen recht überschaubar - und wer vorne mitfahren will, kommt um einen Toyota Land Cruiser nicht vorbei. Seit Jahren schon dominiert Toyota die T2-Klasse - und das seit Jahren auch schon mit einem Werksteam (mit Ausnahme des Portugiesen Xavier Foj im privaten Land Cruiser 2011, 2012 und 2013). "Team Land Cruiser Toyota Auto Body" (TLC) nennt sich der (heimliche) Werks-Ableger von Toyota, was vielen Fans erst mit dem Sieg der Gazoo-Hilux in der T1-Klasse bewusst wurde.

Wer günstig und bequem die Dakar gewinnen will fährt in der T2

Warum man in der T2 so leicht gewinnen kann? Erstens sind in der T2 kaum Teilnehmer dabei (in den letzten Jahren waren es selten mehr als 10) - und davon sind auch viele Fahrzeuge reine "Fast Assistance", fahren also nur mit, um ein anderes Team abzusichern. Zweitens kann man einen serienmässigen, schweren Land Cruiser eben nicht so durch die Dünen scheuchen, langsames und behutsames Fahren sind also Pflicht. Und drittens braucht man kaum High-Tech Teile - gehen dem T2 Land Cruiser die Teile aus, fährt man eben zum nächsten Dealer. In Saudi Arabien ist der Land Cruiser vertreten wie bei uns der VW Golf, also alles easy.





2017 und 2019 schafften die Franzosen Christian Lavieille und Jean-Pierre Garcin den Sieg in der T2 für das japanische Toyota-TLC Team - und wollen das in 2020 wiederholen. "In 11 Jahren Südamerika sind wir oft dieselben Strecken gefahren," berichtet Pilot Lavieille. In Saudi Arabien wird hingegen alles neu: "Ich bin so ungeduldig, kann es kaum erwarten, die neuen Herausforderungen anzugehen. Vor allem in der Navigation wird es interessant, Jean-Pierre wird viel zu tun haben," sagt der sympathische Franzose. "Wir haben sehr viel Sand, aber das sollte für unseren grossen Toyota kein Problem sein. Ich bereite mich aktuell körperlich auf die neue Dakar vor, man sollte fit und ausgeruht ins Rennen gehen!"

Lavieille und Garcin sind echte Dakar-Stars - und sehr sympathisch

Christian Lavieille - kennen Sie nicht? Nun, der Motorsport-Tausendsassa begann seine Karriere auf dem Motorrad im Rundstreckensport für Suzuki, wechselte dann 2003 zur Dakar und blieb. Sieben mal fiel er aus, neunmal kam er an, zweimal gewann er. Dabei liebt er die seriennahe Klasse T2, fuhr lange Zeit für Nissan Dessoude als "Aushängeschild" im alten Pathfinder. Doch auch als T1-Profi hat er Erfahrung - und kann siegen. So ist Lavieille als Sieger der chinesischen "Taklimakan Rally" in China ein wahrer Volks-Held - weil er auch mit einem hierzulande unbekannten chinesischen BAIC-Prototypen gewann. Was kaum jemand weiss: Der BAIC war eigentlich ein Overdrive Toyota Hilux mit anderer Hülle...





Navigator Jean-Pierre Garcin ist eigentlich noch der grössere "Rally Star" und ebenfalls ein "Alter Hase" der Dakar. Mit Ausnahme der Dakar-Ausgaben 1999 und 2003 fährt er seit 1997 jedes Jahr mit - und pilotierte dabei Grössen wie Jean-Paul Cottret, Carlos Sousa, Guerlain Chicherit, Jean-Jacques Ratet, Stephane Henrard, Philippe Gache, Bernard Errandonea und Nicolas Gibon. 2014 startete er das erste mal mit Christian Lavieille, seit 2017 sind die beiden ein festes Team. "Nach dem Sieg der Dakar 2017 und 2019 und dem Sieg der Taklimakan Rally ändert man sein Team nicht mehr," sagt Lavieille. "Wir verstehen uns sehr gut, wir ergänzen uns perfekt. Es herrscht eine ernste und professionelle Atmosphäre im Auto, was uns aber nicht davon abhält, im Camp auch zu feiern! Eine Dakar ist wie eine Ehe - man muss 14 Tage auf engstem Raum miteinander auskommen."

Vor dem Start in Saudi Arabien hat sich das Team zu letzten Tests in Marseille getroffen. "Es war ziemlich positiv", sagt Lavieille. "Wir fahren in diesem Jahr mit einem neuen Automatikgetriebe und einem neuen Motor-Management" - da können Überraschungen drohen. Als letzte Entspannung vor Weihnachten und der Dakar will sich der Franzose eine Winter-Wanderung im Schnee gönnen. Denn Skifahren kann der Tausendsasse auch. Aber das ist eine andere Geschichte...

hs/schekahn/mfe marie-france estanave | Fotos: TLC Toyota, Christian Lavieille, MFE


 

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