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Dakar 2020: X-raid Team mit einer positiver Halbzeit-Bilanz

11. Jan. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 685 mal gelesen
Dakar 2020: X-raid Team mit einer positiver Halbzeit-Bilanz
So eine gute Laune wie beim Ruhetag in diesem Jahr hat man in den Jahren zuvor seltener gesehen

Das Treburer X-raid Team kann auf eine erfolgreiche erste Dakar-Woche zurückblicken: Fünf der bisher sechs gefahren Etappen wurden durch von X-raid gebaute Fahrzeuge gewonnen. Zudem führen die beiden Spanier Carlos Sainz und Lucas Cruz im Mini Buggy die Gesamtwertung an, ihre Teamkollegen "Mr. Dakar" Stéphane Peterhansel aus Frankreich mit "Ersatz-"Navigator Paulo Fiuza aus Portugal liegen auf Platz 3 der Gesamtwertung.

Das Team führt - und fast alle Mini-Fahrzeuge sind in den Top 20

Die beiden "FIA Cross Country" Weltmeister 2019 Orlando Terranova und Bernardo Graue aus Argentinien gehen im besten Allrad-Mini als 5. der Gesamtwertung in die zweite Woche. Sie konnten zwischenzeitlich die Gesamtwertung sogar anführen. Mit dem 9. Platz liegt der Saudi Yasir Seaidan mit seinem russischen Co-Piloten Alexey Kuzmich ebenfalls in den Top 10. Jakub Przygonski und sein deutscher Beifahrer Timo Gottschalk waren hingegen doppelt technisch vom Pech verfolgt, liegen abgeschlagen auf Platz 38.



Nach dem Ausfall des Russen und World-Cup-Dritten Vladimir Vasilyev durch ein Feuer sind zudem noch drei private X-raid Allrad-Mini in den Top 20. Aleksandr Dorossinskij und Oleg Uperenko liegen auf Platz 17, ihre russischen Landsleute Denis Krotov und Dmytro Tsyro auf Platz 18 und die Überraschungs-Tagessieger der 1. Etappe, Vaidotas Zala und Saulius Jurgelas aus Litauen mit ihrem Mini auf Platz 19 der Gesamtwertung.

Teamchef und Inhaber Sven Quandt zeigt sich bisher sehr zufrieden

"Bisher kann man sagen: es ist eine echte Dakar mit sehr schwierigem Terrain und einer extrem anspruchsvollen Navigation," sagt Teamchef und X-raid Boss Sven Quandt. "Aber ich denke, das es genau deshalb allen so gut gefällt und zudem erinnert es an die ursprüngliche Rally damals in Afrika. An den Fahrern an der Spitze der Gesamtwertung sieht man mal wieder, wie wichtig Erfahrung bei der Dakar ist. Orly zeigt eine sehr gute Leistung und Kuba hatte leider gleich am ersten Tag ein Problem mit dem Getriebe. Wir hoffen, das wir bis zum Schluss einen schönen Kampf um den Sieg sehen."



Zwar bestritten die Piloten und Navigatoren am heutigen Samstag keine Wertungsprüfung, aber langweilig wurde ihnen trotzdem nicht. Natürlich konnten sie erstmal ausschlafen, aber im Biwak wurden sie von Journalisten und Sponsoren-Vertretern schon sehnsüchtig erwartet. Neben der Halbzeit-Pressekonferenz standen weitere Medientermine auf dem Programm. Auch den Mechanikern und Ingenieuren blieb keine Zeit zum Ausruhen. Alle Fahrzeuge wurden heute fast komplett auseinandergenommen, um perfekt für die zweite Woche vorbereitet zu werden.



Die Navigation spielt bei der diesjährigen Dakar eine besondere Rolle. Im Vorfeld gab es einige Änderungen rund um das Roadbook. Die grösste Neuerung war, das die Co-Piloten es an den meisten Tagen erst kurz vor dem Verlassen des Biwaks erhalten. Paulo Fiuza, Navigator von Stéphane Peterhansel, gefällt der neue Ablauf: "Bisher haben wir vier Mal das Roadbook erst am Morgen bekommen und ich finde das eine gute Idee. Ich bin viel ausgeruhter, auch wenn das vor dem Start natürlich mehr Stress bedeutet."

Navigatoren haben wesentlich mehr Freizeit durch Roadbook-Neuerungen

Für den Spanier Lucas Cruz, Navigator von Carlos Sainz, ist die neue Regelung ebenfalls kein grosses Problem: "Wegen den neuen Roadbook Regeln mussten wir die Arbeitsweise im Fahrzeug anpassen. Wir bekommen an einigen Tagen das Roadbook erst 15 Minuten bevor wir losfahren. Im Auto versucht man die schwierigen Passagen zu analysieren, um dann den richtigen Weg zu finden. Aber ich muss sagen, das mir diese Änderungen gefallen und ich finde es gut, das Roadbook erst am Morgen zu erhalten. Zum einen kann ich so länger schlafen, da die nächtliche Vorbereitung wegfällt, und zum anderen ist es auch fairer, da jeder auf dem gleichen Stand ist und sich keine Zusatzinformationen besorgen kann."
 
Auch das Roadbook selbst hat sich gewandelt. Die Informationen sind jetzt bereits durch die Organisation farbig vor-markiert (das mussten die Beifahrer auf Wunsch ansonsten immer selbst und am Abend zuvor machen) und auch die Art der Navigation ist anders. "Dieses Jahr wird viel nach Kompassrichtung gefahren," so Lucaz Cruz weiter. "Da muss man sehr aufpassen, denn wenn man nur um fünf Grad daneben liegt, ist der Weg völlig falsch."



Die Teilnehmer zeigen sich vor allem über die Landschaft in Saudi Arabien begeistert, die stark an die "alte" Dakar in Afrika erinnert - ebenso wie die plötzlichen Temperaturschwankungen Tag und Nachts (so liegt in Neom gerade Schnee während die Rally Tage zuvor hier "im Sommer" durchfuhr). Zwar hatten die Fotos und Videos im Vorfeld schon für hohe Erwartungen gesorgt, die aber vor Ort übertroffen wurden. Das gilt auch für Stéphane Peterhansel: "Bisher war landschaftlich der Süden Algeriens mein Favorit, aber nach der ersten Woche hier, muss ich sagen, das es hier noch schöner ist." Sainz ist ebenfalls begeistert und lobt zudem die Organisation: "Die ASO hat wirklich tolle Strecke gefunden."

hs/schekahn/Szlapka | Fotos: X-raid, MCH, Willy Weyens, Joerg Sand


 

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