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Dakar 2020: Mit diesem Auto können sie aufs Podium fahren

31. Okt. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 1172 mal gelesen
Dakar 2020: Mit diesem Auto können sie aufs Podium fahren
Nur 12.000 Kilometer auf der Uhr und im fast neuwertigen Zustand steht der siegfähige Toyota LC200 zum Verkauf

Man sagt immer, die Teilnahme an einer Dakar Rallye ist wirklich nur etwas für wirklich reiche Menschen. Stimmt. Denn wer heutzutage in die Top 20 fahren will, muss mindestens eine viertel Million Euro ausgeben. Das Geld ist danach weg, und i.d.R. hat man dann noch nicht einmal ein Auto über - denn für die Top 20 muss man in der Top-Liga mitfahren. Und da kostet alleine ein Fahrzeug zwischen einer viertel und ganzen Million, also wird das dann gemietet. Fahrzeug, Personal, Reisekosten, Ersatzteile, Logistik, Versicherungen... selbst wenn Sie das alles auf sich nehmen wollen haben Sie immer noch ein Problem: Sie werden niemals vorne sein.



Doch es gibt einen Trick. Und damit sind sie sogar einer der fairsten Dakar-Teilnehmer: Starten Sie bei den serienmässigen Fahrzeugen in der Klasse T2! Entgegen den Über-Prototypen, bei denen ausser Werksteams oder Top-Teams wie X-raid oder Toyota eh niemand eine Chance hat, sind die T2-Fahrzeuge nahezu alle gleich. Selbst die Auswahl des Fahrzeuges ist extrem überschaubar: Toyota Land Cruiser, Nissan Patrol, Nissan Pathfinder, Ford F-150... denn die Fahrzeuge müssen durch den Hersteller homologiert sein - und das sind nur eine Hand voll. Aber dann eben nahezu serienmässig.

T2 ist perfekt - man muss langsam fahren bei wenig Konkurrenz

Schauen wir in die Liste der Dakar-T2 Finisher der vergangenen Jahre, ist die Antwort einfach: Toyota Land Cruiser V8-Turbodiesel. Denn kein anderes Fahrzeug fährt auf das Podium. Selbst das Toyota Auto Body Werksteam, das eigentlich fast immer gewinnt, hätte dann in etwa das gleiche Auto wie Sie. Neben den Kosten sind die wirklich grossen Vorteile der T2-Klasse: Man MUSS langsam und beschaulich fahren, sonst geht das Auto kaputt. Und: Es gibt kaum Teilnehmer. Mehr als 10 sind es nie - und da sind die "Fast Assistance" Servicefahrzeuge z.B. von Polaris mit einberechnet. Die fahren faktisch nicht in Wertung. Wer also gemütlich zwei Wochen durch die Landschaft cruist, ist eigentlich schon sicher auf dem Podium.





Aber: Eben genau dieser Toyota, genauer ein "Land Cruiser 200", ist auch gebraucht nicht mehr billig - die Verkäufer wissen warum. Richtig ausgelutschte Fahrzeuge kosten immer noch eine hohe fünfstellige oder niedrige sechsstellige Summe. Es sei denn... man hat Glück. So wie im Moment: In Ungarn steht ein perfekt und sauber aufgebauter Land Cruiser 200 T2 zum Verkauf. Technisch komplett revidiert, mit nur einer Dakar-Rally auf dem Buckel - und nur 12.000 Kilometern auf dem Tacho. FIA Wagenpass, alle Stempel, Genehmigungen ... alles schon mit an Bord. Hersteller ist die ungarische Firma Sandlander, die einen ausgezeichneten Ruf hat.

Ex-Pilot wird nun Opa und will deshalb nicht mehr Rally fahren

Verkäufer ist der Ungar Matyas Somfai (spricht auch Deutsch). Doch warum wird ein technisch fast neuwertiges, Ready-to-Race Auto zu einem Preis verkauft, den Toyota auch für die aktuelle Strassen-Version aufruft? Wegen Nachwuchs. "Wir haben das Auto für meinen Vater zum 60. Geburtstag gebaut," berichtet Matyas. "Sein Traum war der Start auf der Dakar und der Geburtstag war eine Chance. Nach einer Test-Teilnahme auf einer Rally in Marokko sind wir dann 2016 zusammen die Dakar gefahren, es war ein tolles Erlebnis."





Danach wurde das Auto von Grund auf revidiert, sprich fast neu wieder aufgebaut, der Motor komplett überholt, obwohl selbst damals noch jungfräulich. Aber eine Dakar hinterlässt eben auch Spuren. Seitdem stand der Land Cruiser in einer Garage - wie es im Leben so ist. "Nun bin ich Vater geworden," erklärt Matyas Somfai, "und mein Vater will nun lieber Grossvater statt Rennfahrer sein."

Ready-to-Race kostet der V8-Toyota in etwa wie ein Alltags 200er

Jetzt steht der Land Cruiser zum Verkauf. Kaufpreis VB: 99.900 Euro - das mag immer noch teuer klingen, ist aber für ein Dakar-Auto dieser Art ein echtes Schnäppchen. Unter der Haube werkelt ein V8-Twinturbo-Diesel mit 272 PS und 650 Nm Drehmoment, geschaltet wird manuell 5-Gang. Der Toyota ist rundum mit einem Reiger-Fahrwerk ausgestattet, für den nötigen Sprit gibt es einen 300-Liter Tank (platziert in der Mitte). Er rollt auf BF Goodrich 285/70 R17 MT Reifen mit unkaputtbaren Braid 16-Zoll Motorsportfelgen, dazu gibt es Platz für drei Ersatzreifen, Werkzeug und Ersatzteile. Wer mag, kann auch noch einen passenden Anhänger - und sogar Transport-Lkw dazukaufen. Auskünfte gibt Matyas Somfai gerne (bei uns anfragen oder direkt via Facebook). Sehen wir Sie auf dem Podium?

hs/schekahn | Fotos: Matyas Somfai




 

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