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Dakar 2020: Neues Semi-Buggy Spitzenteam - Rallyraid Start

25. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 1253 mal gelesen
Dakar 2020: Neues Semi-Buggy Spitzenteam - Rallyraid Start
Sieht ein wenig aus wie ein Peugeot 3008 - das hat auch seinen Grund denn Romain Dumas kennt ihn bestens

In der Deutsch-sprachigen Szene eher weniger bemerkt wurde die Teilnahme eines höchst interessanten Teams auf der Dakar Rallye 2020 in Saudi Arabien. Das aus der WEC bekannte Schweizer Team "Rebellion Team" wird auf der Marathonrally starten - das Team, das sich auch oder vor allem mit Uhren finanziert, die widerum auf der Dakar 2020 den offiziellen Timekeeper stellen. Rebellion wird mit einem "RD Limited DXX" an den Start gehen (mehr dazu weiter unten). Pilotiert wird das Auto von Alexandre Pesci, dem Chef von Rebellion, navigiert wird er von Stephan Kuhni. Für Pesci ist es die erste Dakar.

Zwei WEC Profis bilden ein Team um einen neuen spannenden Buggy

"Für unsere erste Dakar wollten wir uns mit den bestmöglichen Leuten umgeben," sagt Alexandre Pesci, "deshalb haben wir uns für den neuen RD Limited DXX entschieden." Motivation kam auch von zwei Dakar-Siegern: "Bei diesem Projekt konnte ich beim Fahrer-Training auch auf die Hilfe von Nasser Al Attiyah und Matthieu Baumel zählen, das war sehr beruhigend. Unser Ziel ist teilzunehmen und das Ziel dieser extremen Rally zu erreichen," so der Schweizer. Das klingt ja schonmal nach was. Wobei, "RD Limited DXX" allerdings klingt neu.



Unterstützt werden die beiden von einem Land Rover, der von Yves Tartarin und Patrick Lepers aus Frankreich pilotiert wird. "Moment" wird der geneigte Dakar-Fan da einwerfen. Ives Tartarin, offizielle ASO "Dakar-Legende", zeitweise Fahrer bei Nissan Dessoude - fährt "Fast Assistance"? Ja. Aber hauptsächlich nicht wegen der Schweizer Pesci und Kuhni, sondern wegen der Franzosen Romain Dumas und Alexandre Winocq. Während Alexandre "einfach nur" ein langjähriger Top-Beifahrer ist (fuhr u.A. neben dem Enfant Terrible Guerlain Chicherit, US-Star Eric Vigouroux oder Regis Delahaye), ist Romain Dumas eben "der" von den bestmöglichen Leuten - die Alexandre Pesci so schätzt.

Pikes Peak Multisieger Romain Dumas mit Alex Winocq als Navigator

Romain Dumas ist nicht nur Motorsport-Tausendsassa (F3000, 24 Stunden Le Mans, 24 Stunden Daytona, R-GT Cup, WRC und WEC - er und die Schweizer kennen sich aus der WEC), sondern auch mehrfacher schnellster Bezwinger des legendären "Pikes Peak" Bergrennens in den USA. Er gewann 2014, 2016 und 2017 mit einem Norma Prototypen, dann 2018 mit einem Volkswagen IDR - mit dem Elektrorenner hält er auch seit Juni 2019 mit 6:05,336 Minuten den Nordschleifen-Weltrekord bei den Elektroautos. Auch im britischen Goodwood hinterliess er seine Spur, fuhr mit dem Elektro-VW einen Streckenrekord von 39,9 Sekunden.



Nun also Dakar. Wobei, nein, auch hier hat der Franzose bereits Erfahrung - als heimliche Fast Asstistance des alten Peugeot Werksteams. Ja, richtig gelesen. Romain Dumas wollte privat an der Rally teilnehmen, erstmal ankommen. Peugeot bot ihm erst einen 2008 DKR, später einen 3008 DKR an - als Privatier. Dumas fühlte sich geehrt und nahm das Angebot an. Peugeot hatte nur eine Bedingung: Nicht schneller sein als Peterhansel, Sainz und Co. - und den Kollegen im Ernstfall helfen. So fuhr der Franzose quasi still und heimlich im Werks-Peugeot in eigenen Farben irgendwo im Mittelfeld.

Ist es ein Ex-Werks Peugeot 3008 oder sieht er nur genau so aus?

2015 fiel er aus, 2016 schaffte er es auf Platz 20 und 2017 bereits stolz Platz 8. Nun wirbt das Rebellion Team mit Bildern, die aussehen wie der Peugeot. Wird der "RD Limited DXX" etwa ein Peugeot-Revival? So in etwa. Fast. Zumindest sieht er aus wie ein Peugeot, und das hat seine Gründe: Er kennt den Peugeot in und auswendig. Dem Buggy wurde gemeinsam mit Pipo Moteurs ein Ford V8-Motor mit sequentiellem SADEV 6-Gang Getriebe und Cosworth-Elektrik verpasst. Basis ist ein Gitterrohrrahmen, gefahren wird Buggy-klassisch mit Zweirad-Antrieb. Beim Design liegt man fast beim Peugeot. Da aktuelles Bild-Material (noch) rar ist, empfehlen wir ein [ VIDEO ], da sieht man eigentlich alles.



Das hört sich nicht nach einem einmaligen Engagement an. "Wir sind auf der Suche nach neuen Horizonten. RD Limited entwickelt sich ständig weiter," so Teamchef Romain Dumas. "Durch die neue Erfahrung auf der Dakar war Rallyraid die logische Wahl. Es hat viel Arbeit und Geduld gekostet, aber die Zeit unseres DXX Buggys ist endlich gekommen!" Man weiss, das man es zu Beginn behutsamer angehen sollte. "Wir werden Schritt für Schritt vorgehen. Wir wissen, das wir viel lernen müssen, aber wir sind hochmotiviert." Die Ziele sind klar weiter gesteckt, als nur die Dakar: "Unser Wunsch ist es, einen Buggy für Rallyraid im Allgemeinen zu entwickeln, nicht nur für eine bestimmte Veranstaltung," so Romain Dumas.

hs/schekahn/dumas/rebellion | Fotos: Rebellion, Romain Dumas


 

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