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Dakar 2020: Tim und Tom Coronel sind bereit für die Wüste

22. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 976 mal gelesen
Dakar 2020: Tim und Tom Coronel sind bereit für die Wüste
Immer gut drauf und medial nicht zu übersehen werden die Coronel-Zwillinge Tim und Tom wieder an den Start gehen

Die holländischen Motorsport-Zwillinge Tim und Tom Coronel sind bereit für die Wüste Saudi Arabiens und haben stolz ihr Auto "The Beast 3.0" für die Dakar Rally 2020 präsentiert. "Ich bin süchtig auf die Dakar geworden," sagt Tom Coronel bei der Vorstellung des neuen Buggies. "Mich hat es wirklich erwischt. Vor ein paar Jahren noch hätte ich nie gedacht, das ich sowas mal sagen würde." Bei dem neuen Beast handelt es sich nicht um ein ganz neues Auto, aber es wurden soviele Veränderungen vorgenommen, das man den Zusatz "3.0" vergab.

Alter Jefferies Buggy neu aufgebaut - To-Do-Liste 8 Seiten lang

"Wir hatten eine To-Do Liste, die war 8 Seiten lang. Wir sind diese Häkchen für Häkchen durchgegangen. Seit Februar diesen Jahres arbeiten wir daran, das unser Kind ein wenig reifer wird," sagt Tom Coronel. Wichtigste Punkte waren Umbauten an der Karosserie, Verbesserung der Ergonomie und Verminderung des Gewichts. So wurde das Vorderteil des Buggies verkürzt, die Federung und der Federweg verändert und verstärkte Längslenker eingebaut. "In Saudi Arabien wird es wieder einsamer sein, da ist in der Wüste Niemand, der einem helfen kann. Also müssen wir auch Arbeitsschritte vereinfachen."



Die beiden Holländer haben sich angewöhnt, Fehler oder Verbesserungen gleich während der laufenden Dakar in ein neues Lastenheft zu schreiben. "Früher haben wir uns immer einen Monat nach der Dakar wiedergetroffen. Dann hatte man die meisten Dinge schon wieder vergessen. Also haben wir uns streng angewöhnt, immer miteinander zu reden, wenn etwas nicht passt und ich schreibe es sofort in ein Notizbuch."

Ein SCORE Buggy dient als Basis, ein GM LS3-V8 für den Vortrieb

Die beiden mögen es lieber ungewöhnlich, starteten erst mit einem Mini-Buggy (Mini im Sinne von klein) und arbeiten sich dann hoch. Ihr aktuelles "The Beast 3.0" basiert auf einem [ JEFFERIES ] SCORE Buggy mit einem 6,3-Liter General Motors LS3 V8-Small-Block-Benziner mit 370 PS und Buggy-typisch Zweiradantrieb, der es auf schnellen Geraden auf bis zu 190 km/h schafft. Mit einer Länge von 4,80 Metern und Breite von 2,20 Metern ist das neue Biest wahrlich kein Mini mehr, was vor allem in engen Kurven auch mal zum Nachteil werden kann...



Beide freuen sich schon auf Saudi Arabien: "Die Organisation plant immer neue Überraschungen, damit es nicht langweilig wird," sagt Tom Coronel. "Sie wollen, das die Hälfte des Starterfeldes nicht ins Ziel kommt, es ist nicht umsonst die härteste Rally der Welt. Im Laufe der Jahre haben wir verstanden, wie die Organisatoren die Rally aufbauen. Ein wichtiger Punkt: Die letzten Kilometer der Rally sind immer am schwierigsten. Saudi-Arabien ist ganz anders als Südamerika, auch der Sand unterscheidet sich. Wir werden also mit grossen Überraschungen rechnen müssen - aber das ist ja auch der Grund, warum wir wieder teilnehmen."

2020 soll neben Tim auch Tom fahren - weitere Rallys im Gespräch

Nun mischt sich Bruder Tim ins Gespräch ein und verkündet noch grössere Neuigkeiten: "Ich habe bereits mit Tom besprochen, 2020 ist geplant, das er auch mal fährt. Das war schon immer mein Ziel. Dazu planen wir, in der kommenden Saison an mehreren Rallys und nicht nur der Dakar teilzunehmen. Ich denke, das Team und Auto dafür bereit sind," sagt Tim Coronel. "Unser Beast 3.0 wird das Auto sein, mit dem wir das schaffen können, da bin ich mir absolut sicher. Auch das Team ist stabil, zu 90 Prozent die gleichen Leute wie 2019."



Beide Zwillingsbrüder haben eine innere Ruhe und Ausglichenheit bei gleichzeitiger Kleine-Jungen-Begeisterung. Das färbt ab. "In unserem Team machen wir alles zusammen, jedes Teammitglied zählt denn eine Kette ist immer nur so gut wie ihr schwächstes Glied," sagt Tim Coronel. "Das ist cool, wir sind wie eine Familie. Auch unsere Partner sind zu 99,9 Prozent dieselben, glücklich mit uns und umgekehrt. Ich will nicht angeben, aber ich denke, das zeigt, das wir vieles richtig machen. Wir sind emotionale Menschen, deshalb sind uns solche Dinge wichtig."

Und, planen Sie wie in manchen Vorjahren, wieder die eine oder andere Nacht draussen zu bleiben? "Null," lacht Tim Coronel. "In der Wüste ist es nachts furchtbar kalt, also werden wir das nicht mehr tun!"

hs/schekahn/coronel | Fotos: Coronel Dakar Team


 

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