NAVIGATION

Deutscher Tag des Notrufs am 11. Februar - ein Meilenstein

10. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 578 mal gelesen
Deutscher Tag des Notrufs am 11. Februar - ein Meilenstein
BMW als Einsatzfahrzeug: Fast jeder Autohersteller bietet heute auch schon ab Werk diverse Einsatzfahrzeuge an

Sie sehen einen Unfall, greifen zum Handy und rufen 112 - Hilfe kommt. Was heute selbstverständlich klingt, war es Anfang der 70er Jahre nicht - nicht nur, weil es damals noch keine Handys gab, sondern schlicht keinen Notruf. Wen hätte man anrufen sollen? Zum "Tag des Notrufs" am 11. Februar hier mal ein paar Fakten. Oder wussten Sie, das ein Krankenwagen noch lange kein Rettungswagen ist - und wie immer erst was passieren musste, bevor man reagiert?

Bis Anfang der 70er Jahre brauchte man nach einem Unfall viel Glück

Wir schreiben das Jahr 1969. Am 3. Mai wird der kleine Björn Steiger eine Woche vor seinem 9. Geburtstag auf dem Nachhauseweg vom Schwimmbad von einem Auto angefahren. Beteiligte suchen eine Telefonzelle in der Nähe, finden sogar eine, greifen zum Telefonbuch und rufen wiederholt die Polizei und die Rettungskräfte mit der lokalen Nummer an. Es dauert weit über eine Stunde, bis erste Profi-Helfer am Unfallort eintrifft. Björn überlebt den Transport zum Krankenhaus nicht.





Der Name des kleinen Jungen sollte Geschichte machen: Rund zwei Jahre später gründen die trauernden Eltern die "Björn Steiger Stiftung." Mit ihrem Engagement sorgten Ute und Siegfried Steiger massgeblich dafür, das wir heute flächendeckend und rund um die Uhr über die zentralen Notrufnummern 110 und 112 Hilfe rufen können. Doch nicht nur das: An Unfall-Schwerpunkten, in deren Nähe es keine Telefonzelle gab, richtete die Stiftung Notruf-Säulen ein, wie man sie von der Autobahn kennt. Dazu setzte sich die Stiftung für Rettungshubschrauber, Baby-Notarztwagen und mehr ein - und arbeitet bis heute.

Aus einem Unfall wurde eine Stiftung - und die schrieb Geschichte

In Deutschland gibt es seitdem die Nummern 112 und 110. Während die 110 eigentlich nur für die Polizei vorgesehen ist, ist diese aber kostenlos - hat man z.B. kein Guthaben auf dem Handy, kann die Nummer dennoch angerufen werden. Unter 112 versteht man allgemein "Feuerwehr", sie gilt aber als "die" offizielle Notrufnummer in Deutschland und nimmt alle Art von Notfällen an. Doch wer kommt im Ernstfall zuerst? Noch ein wenig Wissenswertes:



Krankenwagen: Das Personal im Krankenwagen besteht aus zwei Notfallsanitätern, früher hiessen sie auch Rettungsassistenten. Sie kommen und leisten die nötige Unterstützung, wenn Sie oder Ihre Angehörigen nicht mehr selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren können. Auch wenn Sie aufgrund einer ansteckenden Krankheit die öffentlichen Verkehrsmittel nicht benutzen können, können Sie einen Krankenwagen rufen. I.d.R. werden Krankenwagen also für Transporte und weniger schnelle Einsätze gebraucht und haben demnach auch keine Rettungsausstattung, sind mal mit, mal ohne Blaulicht ausgestattet.



Rettungswagen / Notarzt: Rettungswagen sind deutlich grösser als Krankenwagen und werden gerufen, wenn akute Hilfe nötig ist - egal, ob es sich um die Folgen eines Unfalls handelt oder plötzlich starke gesundheitliche Beschwerden auftreten. Dafür sind die Rettungswagen dann auch mit einer umfangreichen Ausrüstung für eine erste medizinische Notversorgung - auch während der Fahrt - ausgestattet. Darum werden auch intensivmedizinisch betreute Patienten per Rettungswagen transportiert. Die Besetzung variiert je nach Bundesland, immer sind aber Notfallsanitäter mit an Bord.



Je nach Bundesland oder Lage (Stadt oder Land) sind Rettungswagen auch als Rettungswagen + Notarzt besetzt - das ist meist der Fall, wenn Notarzt und Sanitäter von einer Wache bzw. Station kommen. Auf dem Land oder in kleineren Städten sind Notärzte gesondert in Pkw oder Vans unterwegs und werden bei Bedarf durch die Unfallleitstelle alarmiert.

Der Ärztliche Notdienst: Ist ausnahmsweise nicht unter dem Notruf erreichbar. Er übernimmt die Funktionen eines Hausarztes ausserhalb der Sprechstunden, meistens macht er auch Hausbesuche. Diesen auch ärztlicher Bereitschaftsdienst genannten Service erreichen Sie unter der bundesweiten Notdienstnummer 116 117.

hs/greifenthal/arag/mehring | Fotos: Pixabay, BMW, Volkswagen




 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige



FIA CROSS COUNTRY WORLD CUP 2020


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


JOHNTIM.DE RALLYE RUECKBLICK


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige