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Dolphin will Drohnen als Hilfe zu Verkehrsunfällen senden

12. Mar. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 351 mal gelesen
Dolphin will Drohnen als Hilfe zu Verkehrsunfällen senden
Nach einem Unfall kann jede Sekunde wichtig sein - Dolphin will mit Drohnen helfen

Nach einem Verkehrsunfall kann rasche Hilfe Leben retten: Der Österreichische Telematik-Spezialist Dolphin Technologies stattet seit Jahren Fahrzeuge mit sogenannten "eCall"-Systemen aus, um Unfälle und deren Position sofort zu erkennen und Hilfe zu schicken. Nun sollen Drohnen ein noch besseres Bild der Situation liefern.

Bei einem Unfall liefert das eCall-Notrufsystem neben der genauen Position auch die Information, was für einen Aufprall es gegeben hat, wie stark er war und ob jemand im Fahrzeug eventuell verletzt ist. Gleichzeitig wird eine Sprechverbindung mit dem Fahrer aufgebaut und abgeklärt, ob medizinische Hilfe notwendig ist und welche sonstigen Massnahmen getroffen werden müssen. In diesem speziellen Fall ist die Situation klar.



"Manchmal fehlen aber wichtige Informationen," sagt Harald Trautsch, Geschäftsführer von Dolphin Technologies. "Es kommt zum Beispiel vor, das trotz eines nur leichten Aufpralls kein Kontakt hergestellt werden kann." In solchen Fällen obliegt es dem Personal der Einsatzzentrale, selbst über die Massnahmen zu entscheiden. "Ideal wäre es hier natürlich, wenn unsere Mitarbeiter tatsächlich sehen könnten, was gerade passiert," so Trautsch. "Aus diesem Grund wollen wir eine Drohne zu schweren Unfällen schicken bzw. zu solchen, wo zusätzliche Informationen wichtig sind."

Testbetrieb in nationalen und internalen Projekten

Getestet wird derzeit mit Drohnen für den privaten Gebrauch, wobei es hauptsächlich darum geht, die Flugroute automatisch zu berechnen und an die Drohne zu übertragen. "Das funktioniert bereits einwandfrei. In einem nächsten Schritt wird es darum gehen, unsere Anwendung dahingehend zu trainieren, dass sie die richtigen Entscheidungen in Bezug auf die Auswahl der Drohne und deren Verhalten am Unfallort trifft," erklärt Dolphin-Entwickler Gerald Aichholzer.



[ Dolphin ] ist hier in ein internationales Projekt involviert, bei dem bei Massenkarambolagen über Drohnen erkannt werden soll, wo Hilfe am notwendigsten ist. "Die Erfahrung und das Know-how anderer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist ein wichtiger Teil für den Erfolg des Projektes," ergänzt Harald Trautsch. "Solche Aufgaben löst man nicht alleine sondern holt die besten Player in den verschiedensten Disziplinen an Bord."

Logistik, Technik und Rechtslage als Herausforderungen

Die grossen Herausforderungen lauten Logistik, Technik und Recht. Die Standorte müssen so gewählt werden, dass die Drohnen innerhalb weniger Minuten am Unfallort sind. Sie geladen werden und dürfen nur unbewohntes Gebiete überfliegen. Dolphin rechnet damit, dass die Distanz zwischen den Standorten nicht mehr als fünf Kilometer betragen soll. Vorrangig gilt es, das hochrangige Strassennetz auszustatten und sich auf jene Strecken zu konzentrieren, die eine hohe Unfallfrequenz haben.



Für die Mitarbeiter in der Einsatzzentrale genügt ein Knopfdruck in der Plattform, und das Backend von Dolphin berechnet die optimale Flugroute zur Unfallstelle, die von der Drohne selbständig abgeflogen wird. Die Einsatzzentrale bestimmt dann, wie lange die Drohne vor Ort benötigt wird bzw. fliegt diese automatisch zu ihrem Standort zurück, wenn die Akkus schwächer werden oder sich die Witterung verändert.

Die grösste Hürde ist die Rechtslage. Drohnen dürfen nur in bestimmten Gebieten und nur mit entsprechender Genehmigung und Versicherung betrieben werden. Das die Flugroute automatisch berechnet und auch selbständig abgeflogen wird, ist eine zusätzliche Herausforderung. "Wir orientieren uns bei unseren Entwicklungen am Nutzen und nehmen potenzielle Hürden als Herausforderung," sagt Trautsch. "Menschenleben sind es wert, die entsprechenden bürokratischen, technischen und unternehmerischen Risiken einzugehen."

hs/trautsch/ots | Fotos: Dolphin, Usien, Jom, US Customs and Border Protection


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