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Extreme E: Mustang District Nepal wird Lauf am Himalaya

12. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 418 mal gelesen
Extreme E: Mustang District Nepal wird Lauf am Himalaya
Die Rich-Kids des Rundstreckensports sind die Aushängeschilder des neuen Extreme-E Öko-Offroad-Rennens

Veranstalter Alejandro Agag aus Spanien hat es fast geschafft - von fünf geplanten Austragungsorten für das "Öko"-Offroad Rennen "Extreme E" ist nun auch der Vierte gefunden. Zum ewigen Eis in Grönland, der Wüste in Saudi Arabien und einem abgebrannten Teil des brasilianischen Regenwaldes gesellt sich nun die "Mustang District" Region in Nepal - im Herzen des Himalaya-Gebirges. Jetzt fehlt nur noch ein Lauf an einer Küste - das dürfte das geringste Problem sein. Der Veranstalter hat damit sein Versprechen wahr gemacht und geschafft, was kein Offroad-Veranstalter bisher geschafft hat: In Regionen mit Offroadern zu spielen, die eigentlich absolut tabu sind.





Geschafft hat Alejandro Agag das mit einem Trick, der absurd klingt, aber funktioniert: Er verkauft das Motorsport-Event als "Umweltschutz-Event" und hat dazu namhafte, internationale Teilnehmer aquirieren können. Einziges Öko-Merkmal der Serie: Man fährt mit Elektroautos. Kassiert wird dabei am Ende mehrfach: Denn die für die Rennserie eigens entwickelten Fahrzeuge namens "Odyssey 21" sind Pflicht-Fahrzeuge, Teilnehmer dürfen ausschliesslich mit diesen Fahrzeugen teilnehmen. Man stelle sich vor, eine Dakar Rally würde eigene Autos bauen und die zur Pflicht machen - die Dakar wäre tot.

Veranstalter verkauft knallhartes Geschäftsmodell als Öko-Trip

Die "Extreme E" ist ein Geschäftsmodell auf hohem Niveau. Den Regionen verspricht der Veranstalter (im Prinzip) Aufmerksamkeit - und die widerum hoffen (vermutlich) auf einen positiven Eindruck, bzw. neue Touristen - und das die "Extreme E" ordentlich Geld dalässt. Anders kann man sich nicht vorstellen, warum ausgerechnet hochsensible Umweltregionen als Basis für ein knallhartes Geschäftsmodell herhalten, das alles mögliche bietet - nur keinen Umweltschutz. Im Gegenteil. Alleine die Infrastruktur und der Aufwand, der betrieben werden müssen, sind weitaus höher als z.B. bei einer Dakar. Fahrzeuge, Batterien, Ladestationen, Personal - alles muss quer durch die Welt gekarrt, auf- und abgebaut werden. Alejandro Agag will das alles mit einem alten Postschiff bewältigen. Kein Witz.



Keine Rally der Welt hat einen derartigen Schritt bisher gewagt - dafür sind alle anderen Veranstaltungen praktisch für Jedermann offen, während die "Extreme E" auf einen elitären Kreis aus dem Rundstreckensport setzt. Hier liegt das Geld - und im Rundstreckensport ist man es gewohnt, sehr viel Geld für wenig Leistung auszugeben. Bisherige Starter u.A.: Nelson Piquet Jr, Bruno Senna, Timo Scheider, Kevin und Timmy Hansen, Mikaela Ahlin-Kottulinsky oder Sebastien Ogier.





Die "Mustang District" Region liegt 400 Kilometer von Kathmandu entfernt auf 2.750 Meter Höhe. "Die Himalaya-Region hat eine spektakuläre, einzigartige Natur mit unglaublichem Gelände für Offroad-Rennen," freut sich Veranstalter Agag. "Wir werden diese fantastische Show, dieses grossartige Rennen, an einen Ort bringen, an dem es noch nie ein Rennen gegeben hat. Wir werden ein positives Erbe hinterlassen und mit der Regierung und den Behörden zusammenarbeiten, die den Einheimischen hier helfen und Lösungen für die Region anbieten."

Rennserie ist wie ein Computerspiel aufgebaut - und virtuell

Die Rennserie selbst hat hingegen wenig mit einer klassischen Offroad-Rally zu tun, eher mit einem Computerspiel. Es gibt eine vergleichweise kurze Rennstrecke in einem Gebiet von maximal 10 Quadrat-Kilometern. Die Fahrer müssen diese auf Speed abfahren - mit einem Spezial-Helm und virtuellem Roadbook, das dem Fahrer die Strecke (in Form von Toren) im Helm einblendet. Im K.O.-Verfahren wird solange gegeneinander gefahren, bis ein Sieger überbleibt.

hs/schekahn/fry | Fotos: Extreme E, HWA Engineering



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