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FIA Qatar Rally: Da waren es nur noch 5 - Al Attiyah top

25. Feb. 2020 I Autor: Hansy Schekahn I 567 mal gelesen
FIA Qatar Rally: Da waren es nur noch 5 - Al Attiyah top
Gibt wenigstens die besten Fotos aus den Wenigen - das ungarischen Opel Grandland X Prototype Team

Auf der "Qatar Cross Country Rally", dem Opener des FIA Cross Country World Cups und mit ursprünglich 7 gemeldeten Autos kleinste FIA-Rallye (aus Auto-Sicht) aller Zeiten, hat sich nach 6 Fahrzeugen am Sonntag dann am Montag das Auto-Teilnehmerfeld nochmals auf 5 Fahrzeuge reduziert. Doch viel pikanter: Die Abstände der Fahrzeuge, von denen technisch und fahrerisch drei fast absolut identisch sind, sind derart gross, das man sich wirklich wundern muss.

Liegt es an der neuen Roadbook-Strategie, das diese kurz vor dem Start anstatt am Abend vorher ausgegeben werden? An der Strecke? Am Schwierigkeitsgrad? Und wie kann ein Fünft-Platzierter nach 2 Tagen Rallye über 61 Stunden brauchen? Wenn zwei Tage 48 Stunden bedeuten, wie können dann selbst Zeitstrafen anscheinend darüberliegen? Eigentlich unmöglich. Aber wir sind auf einer FIA-Rally - in Qatar. Da ticken die Uhren anders. Ganz, ganz anders.

Der Fünftplatzierte hat nach 2 Tagen satte 61 Stunden auf der Uhr

Auf der 2. Etappe am Montag über 334,25 Kilometer waren die Ergebnisse äusserst ungewöhnlich - zumal der Tagessieger erneut der Local-Hero und Dakar-Sieger Nasser Al Attiyah ist. Keine Sorge, er und Navigator Matthieu Baumel sind nicht fürs Schummeln bekannt, es mag wohl eher an den Kenntnissen der Landschaft liegen. Anders ist wohl kaum zu erklären, das das Qatarisch-Französische Duo 03:26:48 Stunden für die Etappe brauchte - und die Zweitplatzierten Yazeed Al Rajhi (Saudi Arabien) und Michael Orr (UK) im fast baugleichen Toyota Hilux mit 04:29:15 Stunden schon satte 01:02:27 Stunden länger unterwegs waren.





Auf den dritten Platz fuhr der ungarische Opel Grandland X Prototyp von Balasz Szalay und Laszlo Bunkoczi - mit nur 16:59 Minuten mehr als der zweite Toyota (04:46:14 Stunden insgesamt). Platz 4 ging an die Toyota-Hilux-Newbees und Ex-X-raid Vize-Weltmeister Jakub Przygonski aus Polen und Timo Gottschalk aus Deutschland (05:16:27, +01:49:39). der 5. und letzte (!) Platz an das Team Al Meer (Qatar) / Kuzmich (Russland), die die Maximalzeit von 07:30:00 Stunden aufgebrummt bekamen (+04:03:12.0). Komischer kann eine Rally nicht verlaufen.

Alle Autos hatten mit Problemen und der Navigation zu kämpfen

Nun, Yazeed Al Rajhi im zweitbesten Overdrive Toyota hatte Probleme mit der Lenkung: "Kein guter Tag, aber wir sind angekommen," berichtet der Saudi Arabier im Ziel. "Wir hatten immer wieder Probleme mit der Servolenkung. Wir mussten immer wieder anhalten, um Servo-Öl nachzufüllen. Dazu kamen zwei platte Reifen, schliesslich landeten wir noch in einem Graben und zerstörten uns die Frontscheibe." Echt kein guter Tag für den sonst ultraschnellen Saudischen Rallyraid-Meister. Am Ende gab es sogar noch eine kleine Strafe für zu schnelles Fahren. Btw, wie schnell es zuging, zeigte Nasser Al Attiyah: Er schaffte 191 km/h Spitze!



Auch der dritte Toyota Hilux von Jakub Przygonski und Timo Gottschalk hatte keinen guten Tag: "Wir waren eigentlich in einem guten Rhythmus," berichtet Jakub im Ziel. "Aber bei einer harten Bodenwelle waren wir zu schnell und beschädigten einen Querlenker. Wir konnten den Schaden selbst beheben, aber es hat massiv Zeit gekostet."

In der Gesamtwertung führen Al Attiyah / Baumel im schnellsten Toyota mit 04:59:16 Stunden, bereits sagenhafte 01:13:27 Stunden vor den zweitplatzierten Al Rajhi / Orr im zweiten Toyota (06:12:43) und bereits 02:00:26 Stunden vor dem dritten Toyota von Przygonski / Gottschalk (06:59:42), Bester Nicht-Toyota ist der ungarische Opel von Szalay / Bunkoczi mit 02:23:46 Stunden Rückstand (07:23:02) auf Platz 4 vor dem Chevrolet-Prototyp von Al Meer / Kuzmich (+56:58:17, 61:57:33).



Ja, Sie haben richtig gesehen - die Fünftplatzierten sind bereits solange unterwegs wie nach einer Woche Dakar-Rallye - durch Zeitstrafen. Das ist rechnerisch nach nur 2 Tagen Rallye eigentlich nicht möglich, aber bei dieser Rally wundert uns gar nichts mehr. Wirklich. Am Dienstag wartet die 3. von 5 Etappen auf die letzten 5 Autos plus der 12 Teilnehmer aus der SSV-Klasse (Side-by-Side), 340,28 Kilometer stehen dann auf der Agenda.

hs/schekahn | Fotos: Qatar Cross Country, Opel Dakar Team


 

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