NAVIGATION

Ford zeigt Elektro-Mustang - die geklaute Langeweile pur

18. Nov. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 964 mal gelesen
Ford zeigt Elektro-Mustang - die geklaute Langeweile pur
Ein bisschen Mazda, ein bisschen Jaguar F-Pace, Front vom Tesla Model 3, Haube von Infinity - fertig ist der E-Mustang

Im Leben eines Auto-Journalisten gibt es Highlights, wie z.B. den Range Rover Velar. Kunst auf Rädern, elegant, offroad-tauglich, luxuriös. Dann kommt Ford. Wären wir Verschwörungstheoretiker, würde der neue Ford Mustang Mach-E ein gewollter Faustschlag ins Gesicht der Muscle-Car-Historie sein - und gleichzeitig eine Verhöhnung des SUV. Denn a) nennt Ford sein neues Elektroauto "SUV" und b) Mustang. Dabei hat der neue Elektro-Mustang mit beidem faktisch nichts zu tun. Ein SUV sollte wenigstens bedingt noch Gelände-fähig sein (oder an einen erinnern), ein Mustang... ist und bleibt ein Mustang. Nun sind wir keine Verschwörungstheoretiker - aber Ford wagt es dennoch, die Muscle-Car Legende und deren Fans zu verhöhnen. Und ein SUV ist es noch nichtmal annähernd.

Ford verhöhnt die Muscle-Car Legende und nennt sie dazu ein SUV

Doch nicht nur das. Ford setzt spätestens seit dem Puma auf eine neue Design-Strategie: Mach es wie die Chinesen und klaue! So sieht der neue Puma aus wie eine Billig-Version des Porsche Macan - und der Möchtegern-SUV-Elektro-Mustang wie eine Mischung aus Tesla 3, Jaguar F-Pace und einem Touch Mazda, dazu die seitlichen Kurven eines Infinity (die bei uns erfolglos waren). Mit viel gutem Willen kann man an den Rückleuchten noch etwas "Mustang" erkennen. Nicht, das die neue Elektrokiste schlecht ausschaut, im Gegenteil. Aber Eigenständigkeit sieht anders aus.





Spätestens im Innenraum grenzt man sich komplett ab - es herrscht die pure Langeweile, grau in grau. In Mercedes-Manier hat man auf den Armaturenbrett (ja, es ist einfach nur ein Brett) ein langes Smartphone hinter das Lenkrad geklebt, bei Tesla hat man sich den Monitor in den Mitte abgekupfert. Innen strahlt der Mustang eine Langweiligkeit aus wie einst der erste Fiat Panda - und hat die Eleganz eines 80er Jahre Lada. Als Autofan hat man das Gefühl, Ford will einfach keine Kunden mehr. Oder der Markt hat sich derart gewandelt, das Kunden dafür freiwillig Geld bezahlen. Ja, sie werden es tun, genau wie US-Amerikaner Trump wählen und Briten den Brexit.

Der Innenraum erinnert an 80er Jahre Fiat Panda und alte Lada

Als Elektrolimousine verfügt der Mustang über einen 100 Liter grossen zusätzlichen Kofferraum in der Front. Er besitzt wie der Puma eine "Megabox" mit Wasserabflussventil für nasses Transportgut (warum auch immer, denn offroad kann er nicht). Im Heck stehen 402 Liter bis 1.420 Liter Stauvolumen zur Verfügung. Völlig bekloppt: Das Auto hat keine konventionellen Türgriffe. Erkennt das Fahrzeug via Bluetooth, das sich das entsprechend legitimierte Mobilgerät des Fahrers nähert, entriegelt es die Türen. Viel Spass wenn der Akku leer ist - oder es einfach gefroren hat. Wer braucht sowas?





Die Akkus sitzen beim Mach-E zwischen den Achsen im Fahrzeugboden. Ein aktives Kühl- und -Heizsystem für einen ausgeglichen Wärmehaushalt selbst bei extremer Witterung wie Minustemperaturen von bis zu 40 Grad. Ford bietet den neuen Mustang Mach-E mit drei Fahrprogrammen an, die individuell einstellbar sind. Mit der Änderung des Fahrmodus können Elemente wie die Ambiente-Beleuchtung, die Einstellungen des Infotainmentsystems sowie das Antriebsgeräusch (authentische Sound-Effekte) beeinflusst werden. Zudem verfügt der E-Mustang über das adaptive Magne-Ride-Hochleistungsfahrwerk, das eine grosse Spreizung zwischen sportlicher Gangart und Federungskomfort bietet.

Ford verspricht je nach Batterietyp 420 bis 600 Kilometer

Die Basis-Batterie bietet 75,7 kWh Kapazität, das soll mit Heckantrieb für 450 Kilometer reichen, für einen später geplanten Allradantrieb 420 Kilometer. Als Upgrade bietet Ford eine 98,8 kWh-Batterie, dadurch wird die Reichweite auf 540 bis 600 Kilometer verlängert. Mit der grossen Batterie soll der E-Mustang etwa 338 PS und ein Drehmoment von 581 Nm bieten, später soll eine Sport-Version mit 465 PS und 830 Nm dazukommen.



Die ersten Interessenten kommen in den Genuss einer speziellen "First Edition". Kunden können auf der Webseite von Ford ein Konto eröffnen, dort auch ihren bevorzugten Ford-Partner aussuchen sowie ihre Kreditkarten-Informationen und ihre Anschrift hinterlegen. Gegen eine Anzahlung kann das Auto direkt reserviert werden. Der exakte Lieferumfang des gewünschten Ford Mustang Mach-E wird aber erst im Laufe des kommenden Jahres bekanntgegeben.

hs/hallmackenreuther/ampnet | Fotos: Ford


 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige



FIA CROSS COUNTRY WORLD CUP 2020


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


JOHNTIM.DE RALLYE RUECKBLICK


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige