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Genesis GV80 - Nobel-Hyundai macht dem Audi Q7 Konkurrenz

20. Jan. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 2124 mal gelesen
Genesis GV80 - Nobel-Hyundai macht dem Audi Q7 Konkurrenz
Auf den ersten Blick denkt man an einen stylischen Audi Q7 - das ist auch kein Zufall sondern so gewollt

Im ersten Moment mag man an einen neuen Audi Q7 denken - aber falsch. Was Sie hier sehen, ist der neue Genesis GV80 - und Genesis widerum ist der Nobel-Ableger von Hyundai, die es damit Toyota / Lexus, Honda / Acura und Nissan / Infinity gleichmachen wollen. Während Toyota mit Lexus erfolgreich in Deutschland vertreten ist, musste Nissan sein Infinity-Angebot mangels guten Designs, nur durchschnittlicher Qualität und miesem Image 2019 vom deutschen Markt nehmen - und Honda hat es mit Acura hierzulande gar nicht erst probiert. Was in anderen Ländern prima funktioniert, wird in Deutschland argwöhnisch beobachtet. Denn nur weil ein anderer Name draufsteht ist es noch lange nicht gut. Siehe Infinity.

Hyundai macht mit Genesis das Toyota-Lexus Ableger-Prinzip nach

Ob Hyundai es mit Genesis in Deutschland wagen wird - wer weiss? Zumindest schielt man nach Europa. Zu synthetischen Klängen und einer futuristischen Licht-Show debütierte jüngst westlich der koreanischen Hauptstadt Seoul der Genesis GV80 – das erste SUV-Modell der noblen Hyundai-Tochter, die noch im Frühjahr 2020 auf dem Genfer Salon ihr Europadebüt feiern will. Ob es in Europa auch beim Namen Genesis bleiben wird? Abwarten. So oder so, eine Bereicherung des Marktes wäre es allemal.



Schon auf den ersten Blick wird deutlich, das den Koreanern ein grosser Wurf gelungen ist. Denn der GV80 bringt alle Zutaten mit, die in der Klasse der Premium-SUV verlangt werden: Eine anspruchsvolle Fahrzeugarchitektur, die auf einem Heckantriebs-Konzept aufbaut (aber natürlich auch mit Allradantrieb zu haben sein wird); ein luxuriöses Interieur und eine Karosserie, die bis zu sieben Passagieren Raum bietet. Das der GV80 an einen Audi Q7 erinnert, mag sogar gewollt sein. Lexus hatte zu seinem (deutschen) Start in den 90er Jahren dreist die Mercedes S-Klasse kopiert. Das kam am Anfang kaum an - aber der Grundstein war gelegt. Heute gilt Lexus als erfolgreiche "Hybrid-Versuchsmarke" für Toyota - weltweit.



Schon auf den ersten Skizzen, die vor der Premiere versandt wurden, war die typische Heckantriebs-Proportion sichtbar, akzentuiert durch ein Lichtdesign mit schmalen, doppelten Streifen vorn und hinten. "Diese beiden Linien werden immer das Design von Genesis prägen," sagte Konzern-Chefdesigner Luc Donckerwolke bei der Präsentation. Radgrössen bis zu 22 Zoll unterstreichen den anspruchsvollen Auftritt des GV80; aussen wie innen wird es eine ungewöhnliche Palette an Farben und Materialien geben, die von klassisch bis modern reicht und die meisten Konkurrenzmodelle in den Schatten stellen dürfte.

Starke Motoren und Turbodiesel mit indirekt deutscher BMW-M Hilfe

Für die Technik ist Hyundai-Entwicklungschef Albert Biermann zuständig, einst bei der BMW-Tochter "M GmbH" in Garching tätig - seine Erfahrung garantiert dafür, das der GV80 auch sportlichen Ansprüchen genügen wird. Unter der Haube sitzt ein 278 PS starker 3,0-Liter Sechszylinder-Dieselmotor. Darüber hinaus wird es einen ca. 370 PS starken 3,3-Liter V6-Benziner und einen Vierzylinder-Turbo geben. Der GV80 kommt mit Heck- und Allradantrieb, eine Wandlerautomatik ist serienmässig. Die relativ leichte Karosserie besteht weitgehend aus warmgeformten hochfesten Stählen. Türen und Hauben sind aus Aluminium gefertigt.



Das Interieur wird geprägt durch ein futuristisches Zwei-Speichen-Lenkrad, eine klassische Instrumentierung, einen ultrabreiten 14,5-Zoll-Zentralbildschirm und eine berührungsempfindliche Fläche, die Handschriften erkennen kann und so die Eingabe von Befehlen und Zielen deutlich erleichtert. Augmented-Reality-Funktionen assistieren bei der Spurfindung, ein neuartiges Gegenschall-System soll die Geräusche extrem reduzieren. Der Fahrersitz – eine weitere Weltneuheit – ist mit sieben Luftpolstern ausgerüstet. Ein Kamerasystem tastet die Strassenoberfläche ab, damit das elektronische Fahrwerk entsprechend angesteuert werden kann.



Zu den weiteren Technik-Höhepunkten gehört ein Tempomat, der den Fahrstil des Besitzers analysiert und beim teilautonomen Fahren simulieren kann. Es handelt sich dabei um eine weitere Weltneuheit, die dokumentiert, das der Hyundai-Konzern sich längst nicht mehr als "Follower", sondern als Vorreiter neuer Entwicklungen begreift. Das Unternehmen hat sich längst von internationalen Massenherstellern absetzt.

Der Genesis GV80 zeigt nun deutlich, das Korea sich nur noch an den deutschen Premium-Marken orientiert – und sie dabei teilweise sogar übertreffen dürfte. Lexus hat gezeigt, das es geht. Und Hyundai/Kia ist mit seinen zentralen Unternehmen in Hessen eh schon deutscher, als es so manch Diskussionsfreund glauben würde.

hs/Jens Meiners/schekahn/ampnet | Fotos: Hyundai, Ampnet



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