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Hotel muss bei Schaden an anvertrauten Fahrzeugen zahlen

6. Nov. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 135 mal gelesen
Hotel muss bei Schaden an anvertrauten Fahrzeugen zahlen
Kaputte Reifen können teuer werden - in Köln wurde nun ein Hotelmitarbeiter wegen Sachbeschädigung verurteilt

In Köln wurde schon im August 2019 ein Urteil gesprochen (Az. 22 U 134/17), das für Autofahrer durchaus interessant ist. In einem Rechtsstreit um die Beschädigung eines Autos durch den Parkservice eines Hotels in Köln brachte ein Sachverständigen-Gutachten die Klärung. Im besagten Fall hatte eine Hotel-Kundin ihr Auto vor dem Hotel abgestellt und an der Rezeption den Schlüssel abgegeben, damit das Fahrzeug in die Tiefgarage des Hotels gefahren werde.

Erstes Gericht glaubte Lügengeschichte des Hotel-Mitarbeiters

Als die Frau nach dem Besuch des Spa-Bereichs zum Fahrzeug zurückkehrte, stand es nicht in der Tiefgarage, sondern in einer Parkbucht in der Nähe des Hotels. Aus beiden Reifen der rechten Fahrzeugseite war die Luft entwichen. Der Ehemann der Geschädigten verklagte daraufhin das Hotel auf Schadenersatz - das Hotel hingegen weigerte sich, den Schaden anzuerkennen und gab an, die Reifen seien schon vorher beschädigt gewesen.



In erster Instanz hatte das Landgericht die Klage noch abgewiesen. Der mitverklagte Hotelmitarbeiter hatte geschildert, wie er unmittelbar nach dem Losfahren ein ungewöhnliches Abrollgeräusch und dann einen schleichenden Luftverlust an den Reifen festgestellt habe, weshalb er das Fahrzeug statt in der Tiefgarage in der Parkbucht abgestellt habe. Daraufhin konnte das Landgericht trotz der entgegenstehenden Aussage der Ehefrau nicht ausschliessen, das der Schaden schon vor der Übergabe des Fahrzeugs vorgelegen habe.

Zweites Gericht entschied sich sinnvoll für einen Gutachter

Der 22. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln liess die Aussage des Hotelmitarbeiters durch ein Sachverständigen-Gutachten überprüfen. Dieses ergab, das die Angaben nicht der Wahrheit entsprechen konnten. Der Gutachter stellte fest, das die Reifen an zwei Stellen derart grosse Löcher aufwiesen, das die Luft sofort entwichen sein musste. Der Schaden könne nicht schleichend aufgetreten sein. Der Senat zog daraus den Schluss, das die Löcher durch einen Fahrfehler des Hotelmitarbeiters mit einer massiven Krafteinwirkung auf die Räder entstanden seien. Er verurteilte Hotel und Mitarbeiter zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von rund 6.000 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

hs/greifenthal/OLG köln/Dr. werner | Fotos: Pxhere / CC0 1.0


 

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