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Hungarian Baja: Teamreport Danner Racing aus Österreich

23. Aug. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 974 mal gelesen
Hungarian Baja: Teamreport Danner Racing aus Österreich
Von Anfang an gut dabei - Christof Danner und Herwig Rieger konnten mit den FIA-Boliden tapfer mithalten

Das österreichische "Danner Racing Team" um Gründer Christof Danner und seine Crew ist eigentlich ein "Alter Hase" was den Rallyraid-Sport angeht. "El Chott" in Tunesien, "Tuareg" in Marokko, "GORM" in Deutschland. Erst "Könige" im Amateursport, wollte man es Mitte der 2000er auch einmal im FIA Sport versuchen - zumindest auf der nahen "Hungarian Baja", die alljährlich nord-östlich des Balaton-Sees in Ungarn ausgetragen wird. Fast ein Katzensprung für das in Graz beheimatete Team. Bei einer Teilnahme blieb es nicht - in Ungarn sind beide schon soetwas wie "Stammkunden".



Das Rallyauto ist hingegen das Gegenteil eines FIA-Boliden wie X-raid Mini oder Overdrive Toyota: Ein klassischer Mercedes G, den die Grazer gerne immer noch stolz "Puch" nennen, im Laufe der Jahre nach und nach zum FIA-Auto umgebaut und vom ursprünglichen 320er in einen 5,5 Liter AMG Pickup verwandelt. Dennoch ist es ein wenig wie "David gegen Goliath" wenn die Österreicher aufschlagen - und dennoch hält man sich immer wieder tapfer. Platz 11 von 20 gestarteten Teams bei den FIA-Autos lautete das Ergebnis beim Start 2019 - Platz 8 sogar, bereinigt man das Feld um die SSV (Side-by-Side), die von der FIA als Autos gewertet werden.

Für Christof Danner und seinen Navigator Herwig Rieger begann die Hungarian Baja traditionell mit der technischen Abnahme - und das bedeutet zumeist "Zittern", denn die FIA-Rennkomissare sind streng. "Die Abnahme war in diesem Jahr kein Problem," berichtet Danner. "Wir mussten nur die Schrauben der Plexiglas-Seitenscheiben entfernen, da das Reglement vorschreibt, das die Scheiben ohne Werkzeug entfernt werden können müssen," so der Österreicher.



Ein 7-Kilometer Prolog, zweimal 209 Kilometer am Samstag und zweimal 82 Kilometer am Sonntag warteten auf die Teilnehmer - bei fast null Regen und bis zu 37 Grad Aussentemperatur. "Wir haben eine neue Lufthutze auf dem Dach, die brachte tatsächlich mehr Kühlung ins Cockpit - damit waren es innen aber immer noch 55 Grad," berichtet Danner. Von den schweren Rennanzügen ganz zu schweigen... Der Prolog, hier "Shakedown" genannt, lief gut, mit 7:04 Minuten reichte es für Platz 14 (8 ohne SSV). Der Schnellste im Prolog, Martin Prokop, benötigte mit seinem Ford Raptor RS auch nur 4:48 Minuten.



Zum ersten mal startete die Rally im Ort Varpalota, ca. 50 Kilometer nordöstlich des Balaton-Sees gelegen. "Der Showstart war vor einem Schloss. Im Gegensatz zu den letzten Jahren war das Fahrerlager direkt am Ortsrand der Stadt gelegen, das lockte viele Zuschauer an. Die Location war wirklich schöner als bisher," schwärmt Christof Danner. Der Prolog lief für beide gut, Mechaniker "Wick" (ehemals bei X-raid und gelegentlich auch Beifahrer bei Danner Racing) hatte wenig zu schrauben.



Am Rally-Samstag ging es dann in die Vollen - zweimal 209 Kilometer auf viel Steinen, Schotter und durch echtes Offroad-Gelände auf einem Militär-Gebiet bei Veszprem. "Nach dem ersten Teil mussten wir nur einige Schrauben nachziehen und die Fenster reinigen," berichtet Danner. Am Ende des Tages lief es noch besser: "Motor und Getriebe funktionierten heuer wieder perfekt. So macht das richtig Spass - trotz unserer Starrachsen und des hohen Schwerpunkts. Geholfen haben uns auch die Grabber-Reifen von General Tire."



Auch der Sonntag mit zweimal 82 Kilometern lief reibungslos. Die Belohnung: Platz 11 in der Gesamtwertung (Platz 8 bereinigt), keine Schäden, viel Spass. "Was will man mehr," lacht Danner. Nun schaut man schon nach vorne: "Für die nächsten Rennen haben wir bereits wieder jede Menge Ideen!" Wer mehr über das Team wissen will: Auf der offiziellen Webseite gibt es viele Infos, Bilder und Teamreports der vergangenen Jahre. Ein Video von Danner Racing auf der Hungarian Baja finden Sie zudem in unserem Video-Kino.

hs/schekahn/danner | Fotos: Hungarian Baja, MNASZ, Team


 

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