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IAA wird von der reinen Automesse zur Mobilitätsplattform

22. Nov. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 433 mal gelesen
IAA wird von der reinen Automesse zur Mobilitätsplattform
Schöne Frauen, neue Autos, intelligente Menschen, abendliche Parties - das alles will Frankfurt nicht mehr haben - IAA denkt um

Die IAA soll von einer Autoshow zur Mobilitätsplattform werden. Das gab der Veranstalter "Verband der Automobilindustrie" (VDA) am 22. November 2019 bekannt. Die IAA 2019 war erstaunlich leer, viele Aussteller blieben der einst wichtigsten Auto-Messe der Welt fern - zudem outete sich ausgerechnet der Frankfurter Bürgermeister als Gastgeber eher autofeindlich. Daraufhin wurden auch Forderungen laut, die IAA aus Frankfurt/Main abzuziehen. Die äusserst erfolgreiche Nutzfahrzeug-IAA in Hannover bleibt unangetastet, zudem steht die Stadt Hannover - anders als Frankfurt - voll hinter Messe.



Die IAA 2021 wird weiterhin die neuesten Fahrzeuge und Entwicklungen der Pkw-Hersteller und Zulieferer zeigen. Zugleich soll sie sich noch stärker als bisher als Dialog- und Themenplattform präsentieren und zu einem Ort des Wissensaustauschs entwickeln – unter Beteiligung der Automobilindustrie und anderen Branchen sowie unter Einbeziehung der Stadt, die 2021 Ort der neuen IAA wird.

Komplett neues Konzept - Standortbewerbungen sind noch möglich

Welche Stadt das sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Den Städten, die bereits Interesse an einer Ausrichtung gezeigt haben, sind inzwischen die nötigen Unterlagen inkl. Anforderungskatalog, Timing und Erläuterungen zugegangen. Der VDA ist offen für weitere Kommunen, die sich an dem laufenden Bewerbungsverfahren beteiligen wollen.



Die neue IAA ruht mit dem neuen Konzept auf drei Säulen: Automobilhersteller, Zulieferer und Mobilitätsdienstleister werden im Rahmen von Premieren, Pressekonferenzen und Marken-Inszenierungen ihre neuesten Fahrzeuge und Entwicklungen präsentieren und auf der IAA Conference aktuelle Themen durchaus auch kritisch diskutieren. Dieser Kern der IAA wird durch zwei Erlebniswelten ergänzt.

Neue IAA soll mit drei Säulen wesentlich interaktiver werden

Als zweite Säule sollen auf attraktiven Flächen beispielsweise grosszügige Teststrecken für Probefahrten entstehen. Besucher sollen dort neueste Technologie, wie z.B. automatisiert fahrende Autos mit alternativen Antrieben, neueste Modelle oder neue Mobilitätsangebote live erleben können. In Verbindung mit Events sollen die Marken der Aussteller unmittelbar im urbanen Raum erlebbar werden. Zudem sucht die Branche den Dialog mit dem Bürger sowie Auto-Kritikern in Form von Dialogveranstaltungen.

Eine "Erlebnisachse" ist als dritte Säule geplant. Dort pendeln Konzept-, Test- und Serienfahrzeuge der Aussteller und lassen die Besucher neueste Technologie bis hin zum automatisierten Fahren unmittelbar im Praxistest erlebbar machen. Städtische Verkehrsangebote, darunter der ÖPNV, verschmelzen dabei zu einem neuen IAA-Mobilitätskonzept, das neue städtische Infrastruktur wie Wasserstofftankstellen, Ladesäulen und Mobilitäts-Hubs miteinbeziehen kann.



"Wir wollen, das schon die kommende IAA über die Zeit des Events hinauswirkt," sagt VDA-Präsident Bernhard Mattes. "Mit dem Abbau der Stände ist nicht alles vorbei, sie soll etwas Nachhaltiges schaffen. Im besten Fall ist sie Anstoss für die Etablierung neuer Konzepte und Testfelder eines neuen Mobilitätsmixes in der ausrichtenden Stadt. Über dieses Konzept reden wir derzeit mit mehreren Städten," sagte Bernhard Mattes. Klingt ein wenig wie die "Expo 2000" - deren Gebäude werden heute noch aktiv genutzt und schufen in Hannover fast einen neuen Stadtteil.

Die veranstaltende Stadt selbst soll aktiv zum Gelingen beitragen. Dazu gehören die Bereitschaft, ein Organisations-Konzept zu entwickeln, sowie die Bereitstellung von Flächen für Erlebnisräume einschliesslich eines Kosten- und Ertragsmodells. Zuletzt sind für einen Erfolg Organisationkapazitäten der jeweiligen Verwaltung und auch die Bereitschaft zu Investitionen nötig, etwa für einen Ausbau der Ladeinfrastruktur, Wasserstofftankstellen oder Erprobungsstrecken für autonom fahrende Autos.

hs/greifenthal/schubert | Fotos: IAA, VDA


 

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