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Lada Niva - Offroad-Urahn mit Facelift weiter produziert

18. Dez. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 3251 mal gelesen
Lada Niva - Offroad-Urahn mit Facelift weiter produziert
Ur-alte Hülle plus leichte Modernisierungen, vor allem Innen - so geht der Lada Niva 4x4 ins Modelljahr 2020

Wer einmal eine russische Freundin hatte weiss: Alles nicht so einfach, aber wenn es läuft, dann läuft´s. Nur muss man eben manche Wort auf die Goldwaage legen. Wie z.B. "Garantiert", "Absage", "Zusage" oder alles sonst, was überall "Ja" oder "Nein" bedeutet. In dieses Raster fällt der russische Ur-Ahn eines Geländewagen, der Niva. Ja, er heisst Niva, auch wenn man ihn "4x4", "Urban", "Taiga" oder sonstwie nennt. Nur in Russland nicht, denn dort gibt es zwei Niva - als Lada und als Chevrolet. Die Chevrolet Version war in Kooperation mit General Motors einst als Nachfolger gedacht, doch dann lief die Produktion parallel.

Seit 1976 gibt es den Lada Niva - und er wird doch weitergebaut

Auch die Besitz-Verhältnisse beim Lada-Hersteller "Avtovaz" sind immer wieder spannend. Offiziell besitzt Renault durch ein Joint-Venture mit einem russischen Unternehmen via einer holländischen Steuer-Spar-Firmenversion die Mehrheit an Avtovaz - und General Motors 50 Prozent an "GM-Avtovaz". Nun hat sich General Motors komplett von seinem Anteil zurückgezogen - und Avtovaz übernimmt nun auch die Anteile von GM-Avtovaz. Alles klar? Kurz: Renault ist an der Spitze von Lada, General Motors ist raus, so.



Mit Renault und den wachsenden Fahrzeug-Ansprüchen der EU kam immer wieder das Gerücht auf, dies würde nun das wirkliche Ende des legendären Lada Niva (nicht Chevrolet Niva) bedeuten. Renault wolle seine Dacia-Modelle als Alternative (oder unter dem Lada-Label) durchsetzen - was ja auch Sinn machen würde. Seit dem 16. Dezember 2019 ist alles anders. Zum einen ist GM raus, der "Chevrolet Niva" soll aber vorerst weiter produziert werden, sogar unter dem Namen Chevrolet. Wie lange noch? Keiner weiss es.

In Russland gibt es zwei Niva - jetzt aber nur noch einen Hersteller

Dafür haben die Diskussionen um ein Ende des Lada Niva erstmal ein Ende - den Lada überrascht mit der Meldung, das der Niva, in Russland offiziell "Lada 4x4 SUV" genannt, überarbeitet ins neue Modelljahr 2020 gehen wird. Zack! Zwar erfüllt auch der 4x4 SUV Modelljahr 2020 keine modernen EU-Umweltwerte, aber die gelten für Russland und weite Teile der Erde sowieso nicht. Ergo macht man weiter, dann eben ohne Kunden in der EU - zumindest in Gross-Serie, denn es könnte Ausnahmen geben.



Bleiben wir der Einfachheit halber bei "Niva". Das Modelljahr 2020 bekommt - je nach Ausstattung - ein überarbeites Armaturenbrett, in das eine neue Klimaanlagen-Steuerung eingebaut wurde. Das Handschuhfach wurde vergrössert, zwei 12-Volt Steckdosen eingebaut, dazu gibt es ein neues Kombiinstrument für Tacho, Drehzahlmesser und Bordcomputer (!). Der Mitteltunnel wurde ebenfalls überarbeitet und bietet nun mehr Ablagemöglichkeiten sowie einen Getränkehalter. Laut Lada wurden "Stiländerungen so vorgenommen, das moderne Funktionalität in Einklang mit dem klassischen Design des Autos stehen." Klingt überraschend professionell.

Für Niva-Verhältniss erhält der Luxus Einzug im Offroader

Auch die Sitze wurden überarbeitet und sollen vorne mehr Seitenhalt bieten. Bei dreitürigen Versionen wurde der Klapp-Mechanismus der Vordersitze verbessert, die hintere Sitzreihe erhielt zwei Kopfstützen. Dazu gibt es neue Farben und Polster, sogar der Dachhimmel soll in neuem Glanz erstrahlen. Viel investiert wurde auch in eine bessere Geräuschdämmung - dafür wurde sogar in den Motor eingegriffen, um durch bessere Lager bisherige Vibrationen auszuschalten. Zudem verspricht Lada eine Steigerung der Sicherheit. Unverändert bleibt der bekannte 1,7-Liter Vierzylinder-Benziner mit 83 PS.





Aussen gibt sich der Niva 4x4 wie eh und je - nur eben mit einem Hauch Moderne. Minimale Veränderungen an der Plastik-Beplankung sind kaum sichtbar, dafür bekommt die Frontstossstange jetzt integrierte Nebelscheinwerfer. Damit Kunden dennoch nicht zuviel erwarten, weist Lada auch nochmals ausdrücklich darauf hin, das es sich beim Niva um den günstigsten Offroader nicht nur in Russland handelt - und man dafür eine Menge Gegenwert bekommt. Ja, und das ist, wofür wir den Lada lieben.



Weitere Details und Preise gab Lada Russland noch nicht bekannt - will das aber in Kürze nachholen. Bisher gab es den Niva in Russland umgerechnet ab 7.500 Euro, in Deutschland ab 12.000 Euro. Doch wird es den neuen Niva überhaupt noch in Deutschland geben? Der deutsche Importeur [ LADA DEUTSCHLAND ] mit Sitz in Buxtehude an der Elbe hatte sogar einen Eigen-Import mit Umbau auf EU-Mindestanforderungen für Kleinserienhersteller angeboten. Doch Renault liess als Mehrheits-Eigner von Lada auf eine Antwort warten - und die Importeure hängen.

Bei Lada Deutschland und Made in Russia fehlen noch die Infos

Nun zeigt man sich von der Entscheidung aus Russland überrascht - bei einem ersten Gespräch mit Lada Deutschland konnte zumindest der Vorschlag eines Eigenimportes bestätigt werden, mehr war noch nicht bekannt. Eine weitere Möglichkeit besteht über den privaten Importeur [ MADE IN RUSSIA ] - dort zeigte man sich auf Anfrage über die Verlängerung der Niva-Produktion ebenfalls überrascht. Aktuelle Modelle habe man aber auf Lager. So oder so, wer wie beim Mercedes G auf einen Klassiker im Offroad-Bereich steht, wird diesen auch weiterhin bekommen - wenn eben auch nicht "Von der Stange". Wir bleiben dran.

hs/schekahn/avtovaz | Fotos: Lada Avtovaz Russia


 

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