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Lamborghini Urus - 1016 zur Kompensation für Kleinträger

5. Feb. 2020 I Autor: Bert Hallmackenreuther I 2751 mal gelesen
Lamborghini Urus - 1016 zur Kompensation für Kleinträger
Teil 1 unserer Lamborghini Urus Serie: Der Urus aus der US-Tuneschmiede 1016 Industries ist die Kompensations-Version

PIMP MY URUS // EINE KLEINE SERIE // TEIL 01 // Der Lamborghini Urus ist einer der Luxus-SUV, die sich aktuell wahnsinnig gut verkaufen, dennoch verhältsnismässig selten auf den Strassen zu sehen sind. Das liegt einfach daran, das der Urus für den klassischen Strassen-Proleten (noch) zu teuer und für den echten Sammler für die Strasse (eher) zu schade ist. Doch manchen sind 650 PS, 850 Nm Drehmoment, 300 km/h und die eben aus dem Ganzen gefrästen, mit gedacht geschaffenen Lambo-Formen einfach zu profan.

Urus-Tuning Teil 1: Dieser Anbieter ist für Kunden mit Problemen

Besonders unter Urus-Kunden machen sich vor allem Bekannte von Staatsanwaltschaften, Bernie Madoff-Nachahmer, missratene Berufs-Erben und sonstig eher unbeliebtes Klientel breit. Und eben diesen Kunden mit zuviel Geld, Geltungsbedürfnis oder eben nur ganz kleinem Schniepel kann bei Verlustängsten und Kompensation geholfen werden. Meist auf seriöse und elegante Art. In diesem Fall aber nicht.

Hier geht es um das US-Unternehmen "1016 Industries" aus Miami, das sich ominös hinter Händlern versteckt und auf seiner Webseite gerade mal eine Telefonnummer abbildet. In Europa sei man auch vertreten: Man verweist auf ein schmuddeliges Industriegebiet in Ridderkerk bei Rotterdam, hier bei "Absolute Motors" sei das Ding zu haben. Jedem vernünftigen Urus-Besitzer sollte spätestens dann klar sein: "Da geht mein Urus nicht hin!" Aber wir reden ja von den anderen Urus-Kunden.





Wie auch immer, die Bastelbude aus Miami hat was zu verstecken, die Autos aber sind offensichtlich hochkarätig. Eigentlich habe man sich auf die Herstellung von Carbon-Anbauteilen für seltene Sportwagen, Mercedes, Bentley und Co. spezialisiert. Besonderheit: Die eigentliche Garantie der Fahrzeuge bleibe erhalten, weil nichts geschraubt oder gebohrt wird. Alle 1016-Teile sind für die originalen Montage-Punkte gedacht - und so jederzeit und schnell wieder in den Originalzustand zurück versetzbar.

Original-Montagepunkte - so kann man den Wiederverkauf retten

Das ist auch zu empfehlen, denn nicht jedem dürfte der (neue) krawallige Auftritt des eh schon auffälligen Urus beim Wiederverkauf gefallen. Kunden, denen soetwas gefällt und die Geld dafür rauswerfen, haben oftmals sowieso nicht lange Freude an ihrem Lamborghini - da kann man es mal krachen lassen. Wenn dann eines Tages die Staatsanwalt das Auto aufladen lässt, hat diese eben auch ein hohes Interesse an einem guten Wiederverkaufswert. Somit ist das 1016-Prinzip durchaus kundenfreundlich gestaltet, so oder so.



Für Alle, die das volle Paket an prolliger Aufmerksamkeit nötig haben, bietet 1016 Industries über seine Partner nun eine Komplett-Sonderserie, die auf 50 Exemplare limitiert ist. Neben dem vollen Griff in die Anbauteile-Kiste wagt man sich mittels elektronischem Tuning auch an den Motor: Aus 641 PS werden bis zu 840 PS. Spätestens dann dürfte es aber auch nix mehr mit der Garantie werden.

Für 350.000 Dollar gibt es ein komplett vormontiertes Fertigmodell

Ein Auto inklusive technischem und optischem Tuning bietet 1016 Industries komplett für 350.000 US-Dollar an (ca. 317.000 Euro), dann ist sogar noch ein Update des Innenraums mit drin. Dafür gibt es das satte und sehr exlusive Gefühl, ein Zuhälter aus den 80er Jahren zu sein: Breitbau extrem (87 mm vorne, 100 mm hinten), Spoiler und übertriebene Anbauteile aller ortens - ältere Autofreunde dürften sich an "Koenig Specials" erinnern, die in lang vergangenen Zeiten voller IAA-Messen sogar Ferraris vergewaltigten. Nur damals konnte man sich sicher sein: Der Fahrer trägt Föhnwellen-Fokuhila und Diamanten-Rolex - arabische Clan-Chefs begnügten sich damals noch mit 3er BMW, Enkeltrick und Callcenter gab es noch nicht.





Für den kleineren Geldbeutel gibt es die 1016-Carbon-Teile auch einzeln - oder als Gesamt-Kit für 45.000 US-Dollar (40.770 Euro). Auch das elektronische Tuning, bei einem Auto dieser Qualität allerdings keinesfalls zu empfehlen (erst Recht nicht aus einer US-Bastelbude ohne Anschrift) kann auf Wunsch einzeln geordert werden. 3.495 US-Dollar (3.166 Euro) kostet das "einfache" Kit mit einer Steigerung auf 780 PS, für 4.395 US-Dollar (3.982 Euro) gibt es dann die vollen 840 PS.

Serienmässige Poser-App zeichnet Fahrdaten für die Kontrolle auf

Zu beiden Motoreingriffen gibt es auch eine App für´s Handy, damit man das Auto auch per Fernbedienung via Iphone an und ausschalten kann. Die App zeichnet dann übrigens auch die Fahrdaten wie Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit auf. Was als weiterer Poser-Service gedacht ist, dürfte hierzulande vor allen die Polizei freuen. "Fahrzeugschein, Führerschein und Poser-App bitte!" So geht´s auch beim Staatsanwalt schneller als normal. Und: Ja. Wer so ein Auto ordert, würde auch die App laufen lassen.

hs/hallmackenreuther | Fotos: 1016 Industries


 

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