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Lexus UX300e - Erster Elektro-Lexus ist ein lahmer Blender

18. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 365 mal gelesen
Lexus UX300e - Erster Elektro-Lexus ist ein lahmer Blender
Aussen hui - Innen komisch und verbastelt - technisch eine lahme Krücke mit viel zu wenig Kilometer-Reichweite

Lexus, internationaler Nobel-Ableger von Toyota und einziger Nobel-Ableger einer japanischen Marke, die auch in Deutschland seit Ewigkeiten funktioniert (Infinity-Nissan zogen sich zurück, Acura-Honda hat es erst gar nicht versucht), wird voll-elektrisch. Schon seit Jahren verfolgt Lexus in Deutschland eine andere Strategie als weltweit: Anstatt einfach profane Toyota umzukleben und als "Luxus" zu verkaufen (das kauft kein BMW-Audi verwöhnter Deutscher ab), hat man Lexus in Deutschland als Technologieträger installiert - vor allem in der Hybridtechnik. Und das funktioniert.

Lexus galt in der Hybrid-Technik als Vorreiter - und beim Design

Zum Genfer Salon (5. bis 15. März 2020) präsentiert die Toyota-Tochter sein erstes reines Elektroauto (nach der grossen China-Premiere im November 2019) für den europäischen Markt: Den Lexus UX 300e. Zugegeben, die Namensgebung bei Lexus verwirrt - wie die Optik. Also: Der meist-gekannte Lexus ist der RX, der von der 1. bis zur 3. Generation fast identisch aussah und klar als SUV bezeichnet werden konnte. Dann kam die 4. Generation, die sich deutlich absetzte, stylisch und kantig daherkam aber eher als "Crossover" bezeichnet werden kann.



Der UX ist quasi eine kleine Kopie des RX, allerdings weniger bullig und irgendwas zwischen Crossover, Sportwagen und Pkw. Das Design ist auf jeden Fall gelungen. Sportlich, mutig, pfeilförmig, dennoch mit SUV-typischen Outdoor-Applikationen. Ein wenig Toyota-Mirai, ein wenig Eigenständigkeit, tolle Formen, schicke Linien. Wäre der Lexus 300E eine junge Frau, Heidi Klum würde sie bestimmt ins GNTM-Portfolio aufnehmen. Leider wirkt das mutige Design im Innenraum hingegen angsteinflössend: Tausende Knöpfe und Drehregler an teils - tschuldigung - bekloppten Stellen, ein ultraschmales Info-Cockpit wie aus einem Rennwagen, ein aufgeklebtes Smartphone in der Mitte, alles wirkt beengt.



Doch die (erste) schlechte Nachricht zuerst: Während es den UX 300 mit 2-Liter Hybrid vorbildlich als Allradantrieb gibt, wird die Elektroversion nur mit einfachem Frontantrieb kommen - ist also per Gesetz: Ein profaner Pkw. Und auch sonst macht der Elektro-Lexus gegenüber seinen bewährten und beliebten Hybrid-Geschwistern keine besonders gute Figur: Lediglich 400 Kilometer schafft der UX 300e nach der Norm, real also auch noch wesentlich weniger. Damit ist er ein besseres Stadtauto - aber kein Langstrecken-Revolutionär wie seine Hybrid-Brüder.

Aussen sportlich - aber Fahrleistungen auf absolutem Langweiler Niveau

Auch die Fahrleistungen enttäuschen, obwohl der Elektro-Lexus mit 204 PS und 300 Nm Drehmoment eigentlich der stärkste 300er ist - der Hybrid leistet 184 PS und 190 Nm, als reiner Benziner hat er 171 PS und 205 Nm. Nun wäre bei jedem Autohersteller immer der Hybrid der Gewinner, bei Lexus ist es anders: Trotz mickriger Leistung ist der reine Benziner mit 190 km/h der Schnellste, der Hybrid folgt mit lahmen 177 km/h - aber der Elektro bringt nur 160 km/h. Damit qualifiziert er sich auf der Autobahn schon jetzt als Blockade - selbst ein Kleinwagen rauscht vorbei. Lediglich bei der Beschleunigung punktet der E-Lexus mit behäbigen 7,5 Sekunden - 8,7 Sekunden braucht der Hybrid, 9,2 Sekunden der Benziner. Somit ist der Lexus faktisch in allen Belangen - trotz der frischen Optik - ein echter Langweiler.

Aber - und das gibt Lexus selber zu: Der deutsche Markt spielt nur eine geringe Rolle. Und auf dem Weltmarkt sind Topspeed, Beschleunigung und Co. eben nicht zum fahren gedacht, sondern nur zum angeben. Entsprechend gibt man auch noch keinen Start-Termin für Deutschland bekannt. Lapidar heisst es: Er rollt noch in der zweiten Jahreshälfte 2020 in "ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt", weitere folgen 2021.

hs/tamm-headland | Fotos: Lexus Deutschland




 

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