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LA Autoshow: Elektro-Auto Flop - Verbrenner-Boliden top

25. Nov. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 385 mal gelesen
LA Autoshow: Elektro-Auto Flop - Verbrenner-Boliden top
Volkswagen setzte in den USA das neue SUV Atlas und sein Rally-Engagement statt ID-DIEZZ Wirren in den Vordergrund

Wenn es einen Ort gibt, an dem sich eine erkleckliche Zahl von Kunden tatsächlich für Elektroautos interessiert, dann ist es normalerweise Kalifornien. Zumindest gilt das für die Metropolregionen um San Francisco und Los Angeles – und deshalb ist der Wüstenstaat am Pazifik prädestiniert für entsprechende Elektro-Weltpremieren. Aber: Die "Los Angeles Autoshow" hat vor allem eines gezeigt: Elektro ist (noch) nettes Spielzeug, gefahren wird mit richtigen Autos. Und so standen die E-Mobile auch eher in der Ecke - die eigentlichen Stars waren die Autos, die sich auch verkaufen lassen.

Ford erschreckt Kunden mit Elektro-Schrägheck-Mustang Rentnertraum

Für erheblichen Wirbel hatte bereits im Vorfeld der Mustang Mach-E gesorgt, versprach Ford doch nicht weniger als eine Neuinterpretation einer amerikanischen Ikone: Der Mustang steht für die Romantik des lässigen Flanierens mit grollendem V8-Motor unter einer schier endlosen Motorhaube, für eine tiefe Sitzposition und für das Fahren zu zweit, für die Basis der Marke bei jungen Menschen. Aber, statt Freude nur Schrecken.



Wer glaubte, es gelinge dem Mach-E, dieses Fahrgefühl, diese Ford-Legende in die elektrische Welt zu übertragen, sah sich in Los Angeles grob getäuscht: Bei dem neuen Auto handelt es sich um ein aufgeblähte Schrägheck-Limousine im Stile einer 80er Jahre VW Passat, bei dem lediglich vereinzelter Zierat an das Pony-Car erinnert. Ford besitzt die Frechheit, diesen Inbegriff der Langeweile auch noch "SUV" zu nennen - das zeugt von der Verwirrtheit der Designer. Immerhin: Die ungewöhnliche Retro-Bauform dürfte vor allem Rentner ansprechen. Zur Rettung hatte Ford allerdings auch einige Pickup-Trucks auf dem Stand - die verkauft man auch.

Volkswagen setzt den Fokus auf Atlas und neues Rally-Engagement

Ein Elektroauto gab es auch bei Volkswagen zu sehen, und zwar die putzige Studie "ID Space Vizzion". Daneben zeigten die Wolfsburger eine Reihe richtiger Fahrzeuge wie das neue Atlas Cross Sport SUV (das leider nicht bei uns angeboten wird). Für ihn dürfte gelten, was sich für VW zum echten Problem entwickelt: Die Fahrzeuge fahren sich gut bis hervorragend, aber die gefühlte Qualität befindet sich bereits in einem Bereich unterhalb von Hyundai und Kia. Immerhin, Volkswagen America mag den Verbrenner - und setzte auf der L.A. Autoshow vor allem auf die Premiere des Rally-Atlas für die Baja 1000 im kommenden Jahr - nebst Ex-Baja Beetle.





VW´s Elektro-Wahn in Deutschland zeigt erste negative Auswirkungen: Es gibt kaum noch vernünftige Motoren. Eigentlich wird nur noch am 1,5 Liter- und am 2,0 Liter-TSI sowie am 2,0 TDI gearbeitet; letzterer wird in den USA aber nicht mehr angeboten. Der VR6 verschwindet ebenfalls. Wenigstens bei Audi und Porsche glaubt man noch an den Verbrenner, wenngleich der Audi E-Tron Sportback eine Brücke in die elektrische Parallelwelt schlägt.

Audi bringt mit Alibi E-Tron - wahre Helden RS Q8 und RS 6 Avant

Audi zeigt mit dem E-Tron Sportback statt "ID Nonzenzz" eine elegantere Variante eines Elektro-SUV, bringt aber gleichzeitig den neuen RS Q8 mit, und der Designer-Nobel-Kombi RS 6 Avant feiert seine US-Premiere. Ob nun das 408 PS starke Elektroauto mit seine schweren Lithiumionen-Akku oder die rund 600 PS starken V8-Boliden den kleineren "ökologischen Fussabdruck" besitzen, darüber streiten sich übrigens die Gelehrten. Bei Mercedes-Benz stehen die bärenstarken AMG-Varianten von GLE und GLS im Mittelpunkt, die mit der 22-Zoll-Retrofelge besonders eindrucksvoll wirken - Elektro spielt bei den Stuttgarten in Los Angeles eine Nebenrolle.



Übrigens zeigt Lexus mit der Studie LF-30 einen interessanten technischen Ansatz: Wenn schon Elektro, dann mit neuartigem Antrieb. Das ausladende, kantig gezeichnete SUV ist mit vier Radnabenmotoren ausgerüstete; der Toyota-Konzern will bei seinen Elektroautos durchgehend auf diese Technik setzen. Gleichzeitig treibt man die vielversprechende Wasserstofftechnologie voran.

Alfa Romeo zeigt Tonnale, Land Rover präsentiert neuen Defender

Alfa Romeo hat die schöne SUV-Studie Tonale auf dem Messestand, die bereits auf dem Genfer Salon für Furore sorgte. Sie kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie schwierig die Situation für die Marke geworden ist: Mehrere geplante Modelle sind gestoppt, und der Plan des früheren Konzernchefs Sergio Marchionne, die Marke als Audi-Konkurrent aufzubauen, sind gescheitert.





Auch Jaguar und Land Rover haben Probleme: Der elektrische I-Pace verkauft sich nicht gut. Dafür zieht der neue Defender anerkennende Blicke auf sich; es ist der Marke gelungen, die Ikone überzeugend neu zu definieren. Der US-Autobauer Lincoln zeigt mit dem Corsair ein elegantes, kompaktes SUV. Bei Hyundai gibt die Studie Vision T einen unmissverständlichen Ausblick auf die nächste Generation des Tucson. Am Ende findet man dann doch noch ein rassiges Elektro-Auto - und zwar eines, auf das sich auch E-Kritiker freuen: Den Elektro-Geländewagen Bollinger, der das Design- und Handling-Erbe des Land Rover Defender übernimmt.

hs/greifenthal/meiners/ampnet | Fotos: Matthias Knödler / Ampnet



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