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Mazda unterstützt Biokraftstoff-Forschung aus Mikro-Algen

15. Apr. 2020 I Autor: Maren Tamm-Headland I 762 mal gelesen
Mazda unterstützt Biokraftstoff-Forschung aus Mikro-Algen
Grüner Sprit im wahrsten Sinne des Wortes - noch nicht Markt-reif aber interessant ist erneuerbarer Sprit aus Algen

In Zeiten von Corona ist die Klima-Diskussion weit in den Hintergrund gerückt. Städte wie Stuttgart zeigen, das sich auch ohne Autos bei den Emissionen in der Innenstadt kaum etwas ändert. "Fridays for Future"-Aktivisten wurden anstatt zu selbsternannten Zukunfts-Rettern zu unbelehrbaren Corona-Verbreitern. Dafür kann Tesla nun endlich in Ruhe ohne "Grüne Störer" an seiner Fabrik für grüne E-Autos weiterbauen.

Kraftstoff wird auch in den kommenden Jahren noch führend sein

Während ein Grossteil der Auto-Industrie teils gefährlich risikoreich nur an Strom als zukünftigen Antrieb denkt, gibt es zum Glück noch die Vordenker - wie Seat (mit Biogas), Hyundai und Toyota (Wasserstoff), Aiways (Methanol) und eben auch Mazda. Der japanische Autohersteller glaubte nie an Elektro, brachte dann "hopplahopp" das klasse designte City-E-SUV "MX-30" ins Rennen - weil man aufgrund der EU-Auflagen musste. So schick sich Mazda auch beim Design absetzt, will man es auch bei zukünftigen Antrieben. So setzt man forciert auch auf Bio-Kraftstoff - aus Mikro-Algen.



Bereits seit 2016 arbeitet man gemeinsam mit der "Hiroshima University" und dem "Tokyo Institute of Technology" an der Entwicklung eines flüssigen Biokraftstoffs aus Mikroalgen. Man hat den Blick weiter gestreut: "Mazda hat sich dem Ansatz der richtigen Lösung zur richtigen Zeit und am richtigen Ort verpflichtet" heisst es von den Japanern. Heisst: Man vergleicht nicht nur die Öko-Bilanz von Verbrennern und E-Autos "von der Ölquelle an", sondern berücksichtigt - anders als z.B. Volkwagen - auch die Tauglichkeit und regionale Verfügbarkeit von Energiequellen. Dann sieht es mit Elektro nämlich aktuell ziemlich mies aus.



Wenn man nur mal davon ausgeht, das vorerst Hybrid-Fahrzeuge den Markt dominieren (Mazda geht mindestens vom Jahr 2040 aus), bleibt Flüssigkraftstoff weiter unerlässlich. Der sollte dann aber eneuerbar und nachhaltig sein. Da der Algen-Biokraftstoff bei der Verbrennung nur so viel CO2 freisetzt, wie zuvor durch das Wachstum der Algen durch Photosynthese der Atmosphäre entzogen wurde, hält Mazda diesen Ansatz für entscheidend, um eine CO2-Neutralität von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu erreichen.

Keine Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen, Ertrag ist besser

Mikroalgen-Biokraftstoff hat neben dem niedrigen Flammpunkt als erneuerbarer Flüssigkraftstoff zahlreiche positive Eigenschaften. Die genetisch optimierten Algen können auf Flächen gezüchtet werden, die für die Landwirtschaft ungeeignet sind, denn sie werden in salzigem Meerwasser angebaut und schonen somit die Süsswasser-Ressourcen. So entsteht dieser Kraftstoff aus einer Biomasse, die nicht in Konkurrenz zu pflanzlichen Lebensmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden muss.

Der Ertrag aus Mikroalgen ist zudem um ein Vielfaches grösser als bei Kraftstoffen aus anderer Biomasse. Darüber hinaus ist der Bioalgenkraftstoff biologisch abbaubar und umweltschonend, wenn er versehentlich in die Umwelt gelangt.



Allerdings ist Biokraftstoff aus Mikro-Algen aktuell weder ein Massenprodukt, noch preislich interessant. Das liegt nicht nur an Angebot und Nachfrage, sondern vor allem daran, das man sich noch mitten in der Entwicklung befindet. Um Forschung und Entwicklung zu beschleunigen, unterstützt Mazda aktuell ein Projekt an der Hiroshima University, das sich mit der Genomaufbereitung der Mikroalgen befasst und für ein weiteres Projekt der Pflanzenphysiologie des Tokyo Institute of Technology.

Mazda-Elektroautos Ja - aber vernünftig, sinnvoll und erneuerbar

Auf Elektro-Antriebe will man allerdings auch bei Mazda nicht verzichten, denn: "Reine Elektrofahrzeuge sind eine umweltfreundliche Lösung für Regionen, in denen Strom zu einem grösseren Anteil aus erneuerbaren Energiequellen stammt," so die Japaner. Das gelte vor allem für die Luftverschmutzung. Deutschland ist davon zwar noch weit entfernt, dennoch kam eine Einführung des Mazda MX-30 hierzulande in Frage - denn immerhin arbeitet man fleissig an grünem Strom. Statt grosser Reichweite setzt man dabei auf reale Laufleistungen - anstatt sich an einem Wettlauf zu beteiligen. Mazda nennt das "Rightsizing". Wir werden sehen, wie man 2040 darüber spricht...

hs/tamm-headland/heisler | Fotos: Mazda Deutschland


 

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