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Brabus 3: Der wohl teuerste Drohnen-Transporter der Welt

9. Mar. 2020 I Autor: Bert Hallmackenreuther I 2003 mal gelesen
Brabus 3: Der wohl teuerste Drohnen-Transporter der Welt
Von der Seitenlinie wirkt der neue Brabus fast so brav wie ein Defender - aber das täuscht gewaltig. Ganz gewaltig...

Es gibt Autos, bei denen selbst der grösste Autofan erkennt: Die sind absolut sinnlos, Alltags-untauglich - und letztens nur gebaut, um irgendeinem gelangweilten Super-Reichen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der klassische Super-Reiche kauft dann auch gerne. Aus Ego-Gründen, um damit anzugeben, um es zu besitzen, um es irgendwo abzustellen. Ist der klassische Mercedes G heutzutage angesichts des kleine Angebots an echten Offroadern fast schon wieder eine sinnvolle Empfehlung, sind dessen Abwandlungen klar in die Rubrik "Sinnlos" abzulegen. Darunter die G-Klasse Mutationen in die Höhe (4x4 Hoch 2), in die Länge (4x4 Pickups) - oder gleich als totale Kompensation für einen zu kleinen Pullermann (6x6 Pickup). Sie ergeben überhaupt keinen Sinn - und machen zudem auch kaum Spass, weil die Fahrbarkeit leidet, die Betankungen fast alle 30 Minuten erfolgen muss und eh kein Speed erreicht werden kann.



Wer jetzt denkt, das sei doch eine tolle Wertanlage: Nein. Die Autos stehen sich alleine beim Online-Portal "Mobile.de" die Beine in den Bauch - denn wer vor einem Jahr geschaut hat, findet heute oft die exakt gleichen Offerten. Teuerster G ist mit aktuell 1.350.000 Millionen Euro ein Maybach 4x4 Landaulet, das ausser als Papst-Mobil so absolut keinen Sinn macht, aber zu dutzenden zu haben ist (und dabei auch schon für 340.000 Euro angeboten wird). In den Preisgruppen folgen ein Brabus 700 6x6 Pickup (999.700 Euro) oder ein Brabus 700 G 4x4 Hoch2 (594.999). Eher als Spass hingegen anzusehen ist der 6x6-Eigenbau der Thüringer "Gesellschaft für Geländewagen" (GfG) - für einen optischen Bundeswehr-G mit 184-PS CDI will man fröhliche 399.000 Euro haben.

Noch ein Über-G für den gelangweilten Milliardär - aber mit Drohne

Doch der gelangweilte Scheich braucht mehr. Und so hat Brabus einen Prototypen gebaut, den man so auch kaufen kann. 700.862,40 Euro rufen die Bottroper auf. Wofür die 40 Cent sind? Nur die Inhaber-Familie Buschmann wird es wissen. Ein verlängerter Pickup mit (wenn man es beim G so nennen kann) Doppelkabine, eher einfach gehalten in der Optik. Der "Brabus 800 Adventure XLP" sollte eigentlich in Genf seine Premiere feiern. Dank Corona geht das nicht, so muss die Presse eben so berichten [ EIN VIDEO ZUM AUTO GIBT ES HIER ].



Basis ist der Mercedes AMG G63, der als erste Massnahme wie der "4x4 Hoch2" Portalachsen verpasst bekam und dadurch eine stattliche Bodenfreiheit von 49 Zentimetern erreicht. Als Antrieb dient der 4.0 Liter V8 Biturbo in Brabus 800 PowerXtra+ Spezifikation mit 800 PS und 1.000 Nm Drehmoment. Das katapultiert den Pickup-G in nur 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h - die Höchstgeschwindigkeit ist technisch bedingt allerdings auf 210 km/h begrenzt. Zahlreiche Carbon-Anbauteile dienen Optik und Ego und sorgen für den martialischen Auftritt... aber das ist langsam nichts Besonderes mehr. Immerhin, so wird der Pickup-G um 11,6 cm breiter. Auch Innen der übliche Leder-Schnickschnack, überspringen wir das auch.



Die Besonderheit - und das hebt den G wirklich von seinen Proll-Kollegen ab - sind Heck und Ladung. So hat man den Radstand des Serien-Mercedes G um 50 cm verlängert, die vor allem der Ladefläche zugute kommen. So ist der Pickup mit 5,31 Metern satte 68,9 cm länger als die Serie. Dafür gibt es kein Reserverad - das sieht allerdings so aus, als wenn irgendwas fehlt, so sehr hat man sich optisch daran gewöhnt. Auf der Ladefläche thront ein mattschwarzer Bügel, der nicht nur toughes Aussehen versprühen soll, sondern auch der Ladungssicherung dienen kann.



Ladung. Damit den Kunden angesichts des x-ten G-Pickups für den Wert eines Einfamilienhauses die Langweile nicht zu sehr durchschlägt, gibt es optional eine Drohne an Bord. Mittels eines speziellen Modules findet sich auf der Ladefläche (so ergibt sie für den Scheich wieder Sinn) eine sozusagen fest verbaute Drohne des deutschen Herstellers "Wingcopter", die eigentlich eher für die Industrie als Transport- und Aufklärungsdrohne entwickelt wurde und bis zu 240 km/h schnell ist. 6 Kg kann die Drohne befördern - und das bis zu 120 Kilometer weit. Somit hat der G-Pickup auch wieder einen Sinn: Als teuerster ziviler Drohnentransporter der Welt. Das sollten 700.862,40 Euro dann doch Wert sein, oder?

hs/hallmackenreuther/buschmann | Fotos: Brabus



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