NAVIGATION

FIA Qatar Rally: Sechs Autos einsam in der Wüste von Qatar

24. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 678 mal gelesen
FIA Qatar Rally: Sechs Autos einsam in der Wüste von Qatar
Jakub Przygonski und sein deutscher Navigator Timo Gottschalk sind eins von sechs Autoteams - und neu im Toyota

Liegt es am Land? Liegt es am katastrophalen Management des Automobilverbandes FIA? Wie auch immer, was seit Sonntag Abend in Qatar passiert, ist für den Motorsport eine Peinlichkeit de Luxe. Ganze 7 (in Worten: Sieben) Auto-Teams hatten sich zum Auftakt des "FIA Cross Country World Cup for Rallys" - also der Offroad-Rally-Weltmeisterschaft - angemeldet. Nur 6 waren zur ersten Etappe im Ziel. Dazu kommen 12 SSV, von denen allerdings auch nur 11 antraten. Aber SSV sind nunmal ein anderes Thema.



Es macht eigentlich keinen Sinn, darüber auch noch zu berichten. Deshalb fassen wir schnell den ersten Tag zusammen. Am Sonntag mussten in SS01 ganz 171,75 Kilometer bewältigt werden. Das Rennen machte erwartungsgemäss das Overdrive Toyota Hilux-Trio der Dakar-Sieger Nasser Al Attiyah / Matthieu Baumel (1. / 01:32:28), Yazeed Al Rajhi / Michael Orr (2. / 01:38:18) und die "Toyota-Newbees" Jakub Przygonski / Timo Gottschalk (3. / 01:43:15). Auf Platz 4 die Ungarn Szalay / Bunkoczi im Opel Antara (02:36:48), gefolgt von den lokalen Teams Al Meer / Kuzmich (03:57:33) und Al Rabban / Chudaykin (04:00:00).

Besonderheiten: Keine, Reifenpannen bei den Toyotas, die Newbees Przygonski / Gottschalk (vorher bei X-raid Mini) mussten das Auto kennenlernen. Aber: Aus Ungarn kommen mehr Informationen. Vor allem gegen die neue FIA-Entscheidung, die Roadbücher erst kurz vor dem Start auszugeben. Denn der gigantische Rückstand des "Opel Dakar Teams" liegt nicht an mangelnder Erfahrung der Piloten, im Gegenteil, beide sind alte Hasen.



"Es war eine Auto-Killer Sektion mit vielen Steinen," berichtet Balázs Szalay. 78 Kilometer ging alles gut, doch dann begannen die Probleme. Man hatte sich total verfahren, hing lange in einem Graben fest, kam wieder raus, fuhr wirr durch die Gegend. Der Nachteil, wenn faktisch keine Teilnehmer dabei sind - man kann sich im Notfall auch an Niemandem orientieren. "Ich beschuldige nicht meinen Beifahrer," sagt Szalay. "Man konnte einfach nichts erkennen. Man verliert das Vertrauen in das Roadbook. Wenn man 15 Minuten vor dem Start ein Roadbook bekommt, in einem Land, das man nicht kennt - in der Wüste. Wie soll man sich vorbereiten? Es gibt keine Spuren, keine Orientierung." Immerhin, er mag die Atmosphäre und die Kollegen.

Am Montag geht es in die 2. Etappe über 334,25 Kilometer - mal sehen, was vom Starterfeld dann noch übrig bleibt.

hs/schekahn | Fotos: Qatar Cross Country, Opel Dakar Team


 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige



FIA CROSS COUNTRY WORLD CUP 2020


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


JOHNTIM.DE RALLYE RUECKBLICK


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige