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Rally Aseer: Saudi Arabien Rally mit Frau und 1a Sponsoring

2. Aug. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 466 mal gelesen
Rally Aseer: Saudi Arabien Rally mit Frau und 1a Sponsoring
Yasir Seaidan und Marques Miguel eröffnen die Rally in Saudi Arabien und führen aktuell im X-raid Mini

Im kommenden Jahr wird die legendäre Dakar Rally zum ersten mal in Saudi Arabien erwartet. Fährt man 2020 ausschliesslich in dem bisher mehr oder weniger abgeschottenen Land, will man innerhalb eines 5-Jahres Deals die Rally weiter ausweiten. Kritik am System hin oder her, nach Südamerika kehrt die Rally Afrika-ähnlich fast an seine Wurzeln zurück. Das dürfte vor allem die TV-Zuschauer freuen, die nicht mehr bis mitten in die Nacht für Infos warten müssen.

Die Ägypterin Yara Shalaby die erste Rally-Frau in Saudi Arabien

Weil der Rallyraid-Sport in Saudi Arabien äusserst attraktiv ist (mit der Ha´il Saudi Baja und Rally hat man bereits einen internationalen FIA-Anwärter-Lauf), gibt es auch eine nationale Meisterschaft mit insgesamt fünf Läufen. Damit will man den Sport im Land ankurbeln, das Publikum weiter begeistern und die nationalen Starter fördern. Den Auftakt macht aktuell die "Rally Aseer" vom 1. bis 3. August.



Die Rally sorgt nicht nur als Auftakt für die Serie für Aufsehen, sondern auch durch einige Besonderheiten. Zwar gibt es noch kaum internationale Starter, aber mit der Ägypterin (!) Yara Shalaby startet zum ersten mal eine Frau in der Männer-Domäne - für Saudi Arabien ein Novum! Bis vor kurzem waren Frauen hinter dem Steuer nicht erlaubt. Nun macht Shalaby, in Ägypten ein Star, den Anfang und startet mit einem Nissan Patrol - gemeinsam mit Navigatorin Alaa El Shetawi aus Jordanien. Laut der saudischen "Arab News" freue sich die Ägypterin "über Alles", um auf dieser Rally "Geschichte zu schreiben".

Jeder Teilnehmer bekommt zwischen 3.600 und 15.600 Euro als Startbonus

Eine weitere Besonderheit: Das staatliche Sponsoring. Abdullah Bakhashab, Manager der Saudi Arabischen Rallyraid-Serie, freute sich nicht nur über die ausserordentliche Unterstützung von Kronprinz Mohammed bin Salman höchstpersönlich, dem lokalen Sportverband GSA und dem Chef der Saudi Arabischen Motorsportverbandes SAMF, Prinz Khalid bin Sultan Abdullah Al-Faisal, nein, er verkündete auch etwas Besonderes: Jeder Teilnehmer erhält zwischen 15.000 und 65.000 Saudi Riyal - das sind 3.600 bis 15.600 Euro - je nachdem, wie wichtig bzw. interessant er ist. Davon träumt man hierzulande.



Die Rally wird aktuell in der Asir Region ausgetragen. Für Europa grosse Namen sind nicht dabei, eine Ausnahme macht der Franzose Laurent Lichtleuchter als Navigator in dem Can Am SSV des Saudis Yousef Al Daif - und der international bekannte Local Yasser (Yasir) Bin Seaidan, der zusammen mit Navigator Marques Miguel aus Portugal in einem X-raid Mini aus dem deutschen Trebur an den Start geht. Das in den orangen Farben von "Dunkin", die übrigens zahlreiche Teams auf der Rally sponsorn - wie z.B. den einzigen Lkw im Rennen, einen Mercedes Unimog des Saudis Ibrahim Al Muhana. Der bekannteste Saudi, Yazeed Al Rajhi, ist übrigens nicht dabei.

Ein X-raid Mini, ein Truck im Rennen - aber ganz viele seriennahe T2

44 Teilnehmer sind am Start, darunter 35 Autos, 8 SSV und 1 Truck. Interessant: Es dominiert die Marke Nissan mit 28 Fahrzeugen, dazu kommen fünf Toyota, ein Ford und ein X-raid Mini. Auch interessant: Die seriennahe T2-Klasse, die günstigste Möglichkeit international Rally zu fahren, ist mit 18 Fahrzeugen sehr gross ausgeprägt. Zum Vergleich: Auf der Dakar 2019 starteten nur fünf Fahrzeuge, drei von ihnen kamen an. Die Chancen, in der T2 tatsächlich auf einer Dakar auf das Podium zu kommen sind also sehr gross. Bis heute, denn wenn die Saudis weiter so stark auf T2 setzen, dürfte es auf der Dakar 2020 spannend werden...



Bytheway, aktuell fuhr man in Saudi Arabien gestern durch Regen und Nebel - und die Autos hatten mit Wasser und Schlamm zu kämpfen. Auch nicht gerade gewöhnlich für einen Wüstenstaat... Aktuell führt der X-raid Pilot Yasser Bin Seaidan mit Navigator Marques Miguel die Rally mit 01:25:48 Stunden an, gefolgt von Khalid Al Furaihi mit dem Briten Michale Orr im Nissan Patrol T1 (01:30:53, +5:05 Minuten) und dem schnellsten T2 der Saudis Salman Al Shammeri / Rasheed Al Toyawi (Nissan, 01:32:17, +6:29). Geht doch!    

hs/schekahn | Fotos: Yasir Seaidan, Kapci Coatings



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