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Audi macht jetzt aus alten PET-Flaschen neue Sitzbezüge

25. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 739 mal gelesen
Audi macht jetzt aus alten PET-Flaschen neue Sitzbezüge
Plastikflaschen ohne Ende - Audi setzt jetzt dagegen und verwendet erstmals recycelte Flaschen in der Serie

Der Dänisch-Amerikanische Autobauer Fisker hat von Anfang an auf die Verwendung von "Müll" als Rohstoffe für seine Elektro-Fahrzeuge gesetzt. Auf den Trend springen nun immer mehr Autohersteller auf - wie Audi. In der vierten Generation des Audi A3 kommen erstmalig Sitzbezüge aus Sekundär-Rohstoffen zum Einsatz. Bis zu 89 Prozent des verwendeten Textils bestehen aus recycelten PET-Flaschen, die in einem aufwändigen Verfahren zu Garn verarbeitet werden. Das Resultat sind Stoffe, die optisch und haptisch gleiche Qualitätsstandards wie klassische Textilbezüge gewährleisten.

107 alte 1,5-Liter PET Flaschen werden aktuell pro neuem A3 verwendet

Die alten Flaschen werden bei Recycling-Unternehmen zuerst sortiert, Fremdstoffe wie etwa die Kappen werden separiert. Anschliessend zerkleinert eine Mühle die Flaschen in sogenannte Flakes, die gewaschen, getrocknet und eingeschmolzen werden. Düsen formen aus der Masse endlos lange Kunststoff-Stränge. Nach dem Erkalten häckselt eine Maschine diese in kleine Stücke. Im Ergebnis entsteht Granulat, das sogenannte Rezyklat, das durch Extrusion zu Fäden verarbeitet wird. Auf Spulen gewickelt werden diese schliesslich für die Herstellung von Stoffen genutzt.



Insgesamt werden pro Sitzanlage bis zu 45 PET-Flaschen à 1,5 Liter verwertet. Hinzu kommen weitere 62 PET-Flaschen, die für den Teppich recycelt wurden. Auch weitere Komponenten des Interieurs bestehen vermehrt aus Sekundärrohstoffen, so zum Beispiel Dämmstoffe und Dämpfungsbauteile, die Seitenverkleidung des Kofferraums, der Ladeboden und die Einlegematten. In Zukunft soll die neue umweltfreundliche Technologie über alle Modellreihen hinweg aus Rezyklat bestehen.

Nach und nach will Audi die Technik für alle Modellreihen nutzen

Aktuell sind die Sitzbezüge noch nicht voll und ganz aus recyclingfähigem Material gefertigt, aber der Anteil an Rezyklaten in der Audi-Flotte soll in den nächsten Jahren deutlich steigen. "Die Herausforderung stellt das Untergewebe dar, das per Kleber mit dem Obermaterial verbunden wird. Wir arbeiten daran, auch diesen durch recyclingfähiges Polyester zu ersetzen," sagt Ute Grönheim von Audi. "Unser Ziel ist es, den Sitzbezug komplett aus sortenreinem Material herzustellen, damit es wieder dem Kreislauf zugeführt werden kann. Davon sind wir nicht mehr weit entfernt."

hs/greifenthal/Söllner | Fotos: Audi, Pixabay / Maurice Angres


 

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