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Rolls Royce Black Badge Cullinan mit 600 PS und 900 Nm

8. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 3318 mal gelesen
Rolls Royce Black Badge Cullinan mit 600 PS und 900 Nm
Nanu, ein Rolls Royce mit bösem Blick - jawoll, das soll er auch sein - zumindest ein wenig als 600 PS Black Badge Edition

Eine Frau verwandelt sich in das legendäre Rolls Royce Logo "Spirit of Ecstasy". Zuckende, wilde Kamerafahrten in Dunkelheit, Models, Regen, immer wieder Details eines kaum erkennbaren Rolls Royce Cullinan, dazu hippe Musik. Ein nachdenklicher Rolls Royce-Boss Torsten Müller-Ötvös steht in einem verglasten Designerbüro, selbst gekleidet wie ein GQ-Model, ganz cool in Lederjacke, sinniert vor sich hin und wirkt wie der "nachdenkliche Bruder von Wolfgang Joop"... Was ist da los bei den Traditions-liebenden Briten? Ganz einfach: Der Cullinan kommt als "Black Badge". Der ist cool, böse, stylish und technisch zugleich. Bei Rolls Royce darf man sich mal austoben.

Mit dem Black Badge Cullinan zeigt Rolls Royce die dunkle Seite

Im Jahr 2016 debütierten die dunklen Rolls Royce-Interpretationen unter dem Namen "Black Badge" - nun kommt der Cullinan zur schwarzen Familie. 44.000 Farb-Kombinationen stehen eigentlich zur Auswahl, zuviel für manche Kunden. Mit der schwarzen Edition will man Entscheidungen abnehmen. Dafür werden am Firmensitz Goodwood mehrere Farbschichten Tiefschwarz aufgetragen und insgesamt zehnmal von Hand poliert. Als Besonderheit - und das ist fast schon Frevel - wird sogar die "Spirit of Ecstasy" schwarz verchromt, man glaubt es kaum. Das ist fast schon so, als würde die katholische Kirche ihre Kreuze pink anmalen.





Allgemein hat man viel mit schwarzem Chrom gespielt, so wurden die eigentlich Chrom-blitzende Kühlergrillverkleidung, die Seitenrahmenverkleidung, der Kofferraumgriff, die Kofferraumverkleidung, der untere Lufteinlass und die Auspuffrohre verdunkelt, während die die vertikalen Kühlergrillstangen als Kontrast poliert wurden. Ebenso wurden die Rolls Royce Symbole von Silber auf Schwarz gewechselt und machen dem Namen "Black Badge" (Schwarze Verkleidung) alle Ehre. Dazu gibt es - dunkel gehaltene - exklusiv geschmiedete 22-Zoll Felgen - und als frechen Touch einen feinen, gelben Streifen, der sich über das gesamte Fahrzeug zieht. Weiteres Highlight: Bremssättel in knallrot.

In Schwarz getarnt eifert man ein wenig im Revier von AMG und Co.

Richtig interessant - speziell für einen Rolls Royce, wird es im Innenraum. Denn legen die Briten ansonsten sehr grossen Wert darauf, Schalter, Knöpfe und sonstig technisch Relevantes dezent zu verbauen oder konservativ aussehen zu lassen, ist es beim "Black Badge" genau umgekehrt. Man will die (bezahlte) Technik betonen, ja sie sogar in den Vordergrund stellen. Das ist dann wohl auch der Grund, warum man überall im Auto das "Infinity Symbol" findet - das Rolls Royce als Symbol für "Kraft" sieht, wobei es eigentlich für "Unendlichkeit" steht.



"Wenn es nicht existiert, entwerfen Sie es," soll Rolls Royce Gründer Sir Henry Royce einmal gesagt haben. "Gut" dachte man sich in Goodwood - und entwarf einen komplett neuen Carbon-Bezug für Teile des Armaturenbretts sowie in den Türen, insgesamt 23 Elemente. Die schimmern nicht nur kühl-technisch, sondern sollen auch einen 3D-Look erzeugen. Ein wenig wie bei Mercedes-AMG, nur sieht es bei den Affalterbachern im Vergleich wie billiges China-Spielzeug aus. Beim Cullinan wurde hauchfeine Carbon-Folie hergestellt, verklebt und mit sechs Lackschichten versehen. Das muss dann 72 Stunden aushärten und wird dann immer wieder von Hand poliert. 21 Tage soll alleine der Schimmereffekt in der Herstellung dauern.





Ansonsten dominiert innen schwarzes Leder en masse, das immer wieder von einem knalligen Gelb unterbrochen wird, mal als feine Naht, mal als grösseres Element (wie in den Türen). Auch die Rolls Royce Logos sind in Gelb auf die Kopfstützen genäht - das natürlich kein normales Gelb ist, sondern sich "Forge Yellow" nennt und eigens von den Rolls Royce Spezialisten erfunden wurde. Ausser ein wenig Chrom fallen daneben nur noch das rot-blau der Klimaanlage auf - sowie kleine rote Spitzen in den Tachonadeln.

Kühl technischer Look im Innenraum mit vielen gelben Elementen

Eine schöne Spielerei ist der Sternenhimmel im Dach, 1.344 Lichtpunkte wurden dafür im Dachhimmel gesetzt. Und selbst hier denkt man im Detail in Form von acht eingearbeiteten Sternschnuppen, die dezent auf die vorderen Insassen deuten. Nicht durch Zufall, nein: "Dies unterstreicht auf subtile Weise die Anziehungskraft des Fahrzeugbesitzers," sagt die PR-Abteilung der Briten, in der anscheinend extrem künstlerische Freigeister wuseln. Vielleicht haben sie auch nur einfach gutes Gras.



Unter der gewaltigen Haube arbeitet der bekannte 6,75-Liter Twinturbo V12, dessen Hubraum man bewusst nicht angegangen ist - aber dennoch 29 PS und 50 Nm mehr rausgekitzelt hat. Dadurch leistet der schwarze Cullinan nun 600 PS und hat satte 900 Nm Drehmoment. Um die Power auch erlebbar zu machen, verpassten die Ingenieure dem Sondermodell eine neue Abgasanlage inklusive Drosselklappe. Die volle Power und der lautere Sound greifen immer dann, wenn der Fahrer innen den neuen "Low" Knopf am Gangwahlhebel drückt - wobei es dann doch "High" heissen müsste. Antriebsstrang, 8-Gang ZF-Getriebe, Bremsen und die Achsen wurden dabei angepasst.

"Das Ergebnis ist ein äusserst gesitteter Tourer bei gemütlichen Geschwindigkeiten - und eine Fahrmaschine, wenn der Knopf gedrückt wird" erklärt es in etwa Rolls Royce. Was das ganze kosten soll, liess man dezent offen. Aber immerhin, in früheren Zeiten waren selbst PS-Angaben verpöhnt - geschweige denn Verbrauchswerte. Die müssen heute publiziert werden - und liegen laut Rolls Royce bei 16,3 bis 16,6 Liter auf 100 Kilometer. Dann dunkle Fahrt!

hs/schekahn/jones | Fotos: Rolls Royce




 

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