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Russland will seinen ersten Elektro-Allradler anbieten

26. Nov. 2019 I Autor: Maren Tamm-Headland I 433 mal gelesen
Russland will seinen ersten Elektro-Allradler anbieten
Die russische Antwort auf Tesla - ein Mikro-Elektroauto mit sehr viel Platz dank Radnabenantrieb ab 6.200 Euro

Sieht ungewöhnlich aus, ist ungewöhnlich - und hat Allradantrieb! Das russische Ministerium für Industrie und Handel hat jüngst ein engagiertes, russisches Auto-Projekt vorgestellt: Den "El Panda / CM1" des Projektes [ ZETTA ] - das widerum steht für "Zero Emission Terra Transport Asset" (Emissionsfreie Transport-Einheit). Das Lastenheft war simpel: Baut ein Mindest-Elektroauto, bei der es auf die Plattform ankommt. So kann man aus dem Mini-Auto eben ein Auto, einen Transporter, einen Buggy oder andere Fahrzeuge schaffen, unter geringstem Aufwand. Crashtests standen eher im Hintergrund: Es geht um Mindest-Mobilität vor allem in Städten, z.B. für Pendler, Lieferdienste, Kurierfirmen, Kommunalfahrzeuge, Flughäfen. Und für den Spass.

Allradantrieb durch Radnaben-Induktionsantrieb mit 4 Motoren

Doch die eigentliche News steckt in der Technologie: Bei ZETTA-Projekt, das staatlich initiiert wurde, wird jedes Rad einzeln per Induktionsbetrieb angetrieben, Kenner sprechen von einem sogenannten "Radnaben-Motor". Das bedeutet: Jedes Rad hat seinen eigenen, individuellen Motor der sich nur auf "sein" Rad konzentriert. Dadurch entfallen z.B. Kardanwelle, Antriebswellen, Achsen und Getriebe und auch der Platz des eigentlichen Motors entfällt. Auch der (Reibungs-)Verschleiss wird auf ein Minimum reduziert. Nachteil: Durch vier Motoren ist der Antrieb vierfach anfällig, zudem sind die einzelnen Motoren viel mehr Hitze (Bremsen) und Witterungsbedingungen (Wasser, Salz, Sand) ausgesetzt.





Mit diesem besonderen Antrieb wollen die Russen punkten - denn damit hätten sie (fast) ein Alleinstellungsmerkmal. Aktuell laufen erste Tests mit Prototypen, laut Angaben der Russen soll bereits 2020 eine Serienproduktion von bis zu 15.000 Fahrzeugen pro Jahr realisiert werden. Alle vier Motoren leisten zusammen 98 PS, was den Mini bis zu 120 km/h schnell machen soll. Der Zetta ist mit einem Lithium-Eisenphosphat-Akku mit 10 kWh ausgerüstet, der 200 Kilometer Reichweite aufweist. Durch die reibungsarme Technologie können Kunden vor allem durch die Brems-Energie (Rekuperation) Einfluss auf die Reichweite nehmen.

Elektro-Mindest-Allradler soll ab 6.200 Euro in 2020 kommen

Zu Beginn soll der Zetta CM1 als Zwei-Personen-Transporter mit 3 Metern Länge, 1,60 Metern Breite und einem Radstand von 2 Metern auf den Markt kommen, angegeben wird ein Kaufpreis zwischen (umgerechnet) 6.200 und 6.400 Euro. Highlight: In vier Stunden soll der kleine Russe an einer normalen 220-Volt Steckdose aufgeladen sein. In Russland dürfte dank staatlicher Hilfe eine Zulassung kein Problem werden - doch warten wir erstmal die Technologie ab. Wer weiss, vielleicht haben die Russen hier den "Heiligen Gral" des Elektro-Antriebes gefunden? Neu ist die Technik nicht, schon zur Weltausstellung 1900 präsentierte Ferdinand Porsche einen Elektro-Rennwagen mit Radnabenmotor...

hs/tamm-headland | Fotos: TAD Togliatti, Minpromtorg Russia



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