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SCORE Baja 1000: Glickenhaus startet mit Baja Boot-Revival

13. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 436 mal gelesen
SCORE Baja 1000: Glickenhaus startet mit Baja Boot-Revival
2005 hatte man die Idee, 2017 startete man mit der Umsetzung, nun startet Glickenhaus mit dem Boot

James Glickenhaus ist ein vielseitiger Mensch mit einem dicken Portemonnaie - offiziell Investment-Manager und Filmproduzent (kein Film den man kennt), liebt er vor allem Supersportwagen. Vor Jahren liess er sich seinen eigenen Ferrari bauen (Ferrari P4/5), entwickelte danach einen eigenen Sportwagen. Doch der Milliardär liebt es auch offroad. Lange angekündigt, will man nun mit dem "Baja Boot" auf der legendären "Baja 1000" in Mexico (22.-24. November) starten.

Ein Milliardär liebt Autos - und baut sie selbst wenn es sein muss

Wenn die Amis "Boot" (ausgesprochen "Buht") sagen, meinen sie in diesem Fall tatsächlich in etwa ein Boot. Doch warum? Nun, 1967 fand in der Wüste Mexicos die erste "Baja 1000" statt und der Hot-Rodder und Rennfahrer Vic Hickey wollte unbedingt dabei sein. Gemeinsam mit dem Ingenieur Drino Miller entwarf und baute er einen kleinen Buggy, der aussah wie ein Boot mit Dach - Schönheit zählte nicht. Das "Boot" musste heimlich gebaut werden, da Vick Verbindungen zu General Motors unterhielt - diese aber eine "Kein Motorsport"-Strategie verfolgte. In nur 26 Tagen entstand das Boot. Das Ziel sah der Rallyfan nicht, der Buggy hielt den Strapazen nicht stand.





Der Schauspieler und Rennfahrer Steve McQueen hörte von dem Buggy und kaufte ihn, startete damit ein Jahr später beim "7-11"-Race in der Wüste um Las Vegas. Auch er kam nicht an, ein Rad brach während des Rennens - wen es interessiert, die ganze Story gibt es [ HIER ]. Nach dem heutigen Kenntnis-Stand existieren angeblich nur noch zwei Exemplare des Baja Boot Buggies: Eines steht in einem Museum in Holland, das andere wurde bei einer Auktion von James Glickenhaus gekauft.

Von Schauspieler Steve McQueen in die Garage von Glickenhaus

Glickenhaus liebt das Baja Boot und entschloss, daraus eine Neuauflage zu bauen, für Jedermann (mit Budget) zu kaufen und mit Strassenzulassung. Es dauerte seine Zeit bis das neue Boot fertig war. Und ganz im Stil eines Supersportwagens bekommt man relativ wenig Auto für relativ viel Geld - je nach Ausstattung verlangt Glickenhaus ab 258.000 US-Dollar (234.338 Euro). Von Anfang an wollte Glickenhaus seinen neuen Buggy auch auf der Baja 1000 sehen. Sein Motto: "If it can’t drive to Ensenada and race the Baja 1000, it’s not an SUV" - übersetzt (und SUV sind in den USA Geländewagen) "Wenn es nicht nach Ensenada und die Baja 1000 fahren kann, ist es kein SUV".



Nun soll es endlich soweit sein: Das Glickenhaus-Team startet mit dem Boot auf der Baja 1000. Und diesmal will man ankommen. Der Buggy wurde mit einem Fox-Rallyfahrwerk versehen, erhielt 37-Zoll BF Goodrich Reifen, kurz, er wurde komplett nach SCORE und FIA Reglement aufgebaut. Viel über technische Details hat man allerdings nicht bekanntgegeben - nur, das der Motor ein V8 aus dem General Motors Regal sein soll und in etwa 650 PS leistet.

Für das Team holte man sich eine echte, amerikanische Offroad-Legende sprichtwörtlich ins Boot: Darren Skilton wurde als Team-Manager und - neben Viry Felix und Jon Krellwitz - auch als Fahrer engagiert. Skilton ist einer der wenigen Amis, der nicht nur Baja-Erfahrung mitbringt, sondern auch auf der Dakar Rally und dem FIA Cross Country World Cup aktiv war und ist. Der eigentliche Brite, der mit 13 in die USA zog, gilt nebenbei auch als Offroad-Instruktor, Berater für viele Firmen im Offroad- und SUV-Bereich, ist Gründer der "Sonora Rally" und einer Reise-Agentur.





Bereits in dieser Woche hat man sich zum "Pre Running" eingefunden - eine Eigenheit der US-Wüstenrallys, bei denen die Fahrer (so oft sie möchten) die Rallystrecke vorab mit luxuriösen Offroadern abfahren, um sich den Streckenverlauf bestmöglich einzuprägen, das Roadbook selbst zu schreiben und eine Strategie zu planen. Das ist auch der Grund, warum die Baja 1000 als Datumsangabe offiziell "19. bis 24. November 2019" hat. Das Rennen selbst ist nur knapp 24 Stunden lang, aber das "Pre Running" gehört mit zum Event. Ob das Boot diesmal ins Ziel kommt?

hs/schekahn | Fotos: Scuderia Glickenhaus


 

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