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SEMA 2019: Honda zeigt sich braver - und Rallyraid Auto

1. Nov. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 591 mal gelesen
SEMA 2019: Honda zeigt sich braver - und Rallyraid Auto
Eine von zwei Studien des Honda SUV CR-V zeigt einen Light-Overlander mit Offroad-Paker und dünnem Klapp-Dachzelt

In den USA kommt kein Autofan an der [ SEMA ] vorbei: Sie ist die grösste Show der US-amerikanischen Tuningbranche, eine PS- und Hubraum-Orgie, Präsentationsfläche von Visionären, Feld für Studien und Zukunftsausblicke, eine Leistungsshow der Technik, ein Albtraum für kleine Thunbergs. Hier zeigt man, was man kann, was man hat, was man könnte - was man will. Und das vor allem laut und auffallend. Vom 5. bis 8. November startet die diesjährige Edition der "Speciality Equipment Market Association" (SEMA) in der Wüstenstadt Las Vegas, die für einige Tage zum Mekka für echte Autofans aus aller Welt wird. Auch für zahlreiche Hersteller ist Erscheinen Pflicht - und das Publikum erwartet stets Besonderes.

Honda ist eher für schnelle und sportliche Kompaktwagen bekannt

Der japanische Autobauer Honda ist in den USA eine ganz andere Nummer als in Europa, entwickelt und produziert dort eigene Fahrzeuge für den amerikanischen Markt in grossen Stückzahlen. In diesem Jahr feiert Honda seinen 60. Geburtstag in den USA, entsprechend wird man auftreten. Doch anders als z.B. Toyota hat Honda weniger das Image der Offroad- oder Pickup-Marke, sondern steht für schnelle kleine und kompakte Autos sowie brave Limousinen. Ergo muss man sich in der Abteilung "Pickup / Truck / SUV" auf der SEMA nicht so sehr ins Zeug werfen.



Umso mehr erfreut den 4x4-Fan, das ausgerechnet die brave Marke Honda mit dem "Passport" ein Rallyraid-Fahrzeug ausstellt - denn international (mit Ausnahme von Prototypen in den USA) ist Honda weniger für Offroad-Motorsport bekannt. Der Passport ist quasi der US-Nachfolger des Opel Frontera. Wie der Frontera war auch der Honda Passport ein Badge-Engineering eines Isuzu Rodeo, erhielt einfach nur einen anderen Kühlergrill und Namen. Als Isuzu den Rodeo einstellte, machte auch Honda Pause. Bis man 2018 einen neuen Passport vorstellte, gänzlich in den USA für die USA entwickelt und gebaut.

Rallyraid Honda Passport als Privat-Projekt eines Honda Händlers

Der Rally-Passport ist dabei kein Prototyp, im Gegenteil: Das Auto wurde von einem Honda-Händler in seiner Freizeit privat zum Rallyraid-Auto nach Vorgaben der US-"Limited 4WD" Klasse der "American Rally Association" umgebaut - das entspricht in Deutschland einer "Amateur", "TH" oder "Open" Klasse. Seinen ersten Rallyeinsatz beendete der Passport jüngst auf der "Southern Ohio Forest Rally" mit Platz 12 (von 75) in der Gesamtwertung und Platz 2 in der Klassenwertung. Dabei wurde das Basisfahrzeug nur leicht modifiziert, erhielt ein anderes Fahrwerk, Käfig, Räder mit Maxxis MT-Reifen, Carbon-Bremsen, einen entsprechenden Offroad-Rundumschutz sowie ein Sicherheitspaket.





Als Offroad Freizeit-Studie sieht Honda den HFP Concept Pickup auf Basis des "Ridgeline", Hondas einzigen Pickup in den USA. Der ist irgendwo zwischen den in den USA beliebten Fullsize-Pickups und dem eher in Europa beliebten Format eines z.B. Volkswagen Amarok angesiedelt, stellt damit keine echte Alternative zu Dodge, Chevy, Ford und Co. dar. Egal, um wenigstens einen Pickup auf dem Messestand zu haben, hat Honda aus dem allradangetriebenen, 250-PS Ridgeline eine Overlander-light Studie gebaut. Der Ridgeline wurde höher und breiter gemacht, mit AT-Reifen auf 18-Zöllern versehen und zahlreichen Gadgets aus dem Honda-Regal bepackt. Das Dach bekam einen Gepäckträger, auf der Pritsche wurde eine Fahrrad-Halterung nebst zwei Mountainbikes installiert, darüber thront ein Dachzelt - alles übrigens von Thule.

Honda CR-V - Zwei Offroad-Studien des bekannten Familien-SUV

Etwas mehr Augenmerk legt Honda auf der SEMA auf den CR-V, der dem bei uns bekannten CR-V SUV entspricht. "Do" und "Dream" heissen zwei Studien, die beide in Richtung Offroad gehen. Der "Do" ist die bravere Variante und zielt auf Sportler und aktive Menschen, die mit ihrem Equipment auch mal abseits der Strasse unterwegs sein müssen. Höherlegung, Offroad-Räder, Dachreling, Sidesteps und ein Fahrrad on top, das war´s im Grossen und Ganzen, macht "Sport Utility Vehicle" alle Ehre. Dafür arbeitet unter der Haube ein sparsamer Hybrid.





Auf reinen Benzin-Antrieb setzt hingegen die zweite Studie "Dream", die sich eher an den Entdecker-Typen richtet. Höherlegung, Offroad-Räder und Sidesteps wie beim "Do", doch dazu bekommt der "Dream" auch noch einen vorderen, unteren Mini-Rammschutz mit LED-Scheinwerfern, eine stabile und schwenkbare Reserverad- und Ersatztank-Halterung hinten, ein JSport Roofrack und darauf ein dünnes Hartschalen-Dachzelt von Falcon. Innen erhielt die Studie zudem einen Ausbau im Heckbereich mit einem grossen, mobilen Kühlschrank sowie zwei grossen, ausfahrbaren Staufächern.







Ein kleines Highlight hat Honda dann doch noch zwischen den zahlreichen weiteren Ausstellungsstücken der kleineren Fahrzeugfraktionen versteckt: Einen historischen Chevrolet-Pickup aus dem Jahr 1961. Ein Chevy bei Honda? Ja - dieses Modell ist ein Replika des ersten Lieferwagens von Honda nach deren Start in den USA 1959, mit dem man einst die ersten gebauten Motorräder auslieferte.

hs/schekahn/Kumaratne  | Fotos: Honda USA


 

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