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Transanatolia Rally: Tricky Navigation durch die Salzseen

27. Aug. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 920 mal gelesen
Transanatolia Rally: Tricky Navigation durch die Salzseen
Die Mitsubishi L200 Pickup Crew führt mit nur 56 Sekunden Vorsprung vor Mitsubishi Pajero

Die zweite Etappe der "Transanatolia Rally" in der Türkei führte die Teilnehmer am Montag in zwei Stages über zusammen 382 Kilometer von Hayama ins Biwak Acigol/Karapinar. Die Organisation hatte nicht zuviel versprochen, führte die vor allem navigatorisch anspruchsvolle Strecke mitten durch die Salzseen vorbei am "Tuz Gölü", dem zweitgrössten See der Türkei mit einem Salzgehalt von knapp 33 Prozent. "Man fühlte sich fast wie am Uyuni in Bolivien," berichtet Reporterin Ellen Lohr, "nur das die Salzplatten immer nur ein paar Kilometer lang und dann von Steppen-artiger Landschaft durchwachsen sind."

Weisse kilometerlange Salzseen lassen fast alles gleich aussehen

Wie immer eröffneten die Motorräder die Strecke, und während der Führende Maurizio Gerini (Husqvarna, startete schon auf der Dakar Rally und beendete sie als 14. in diesem Jahr) sich schnell einsam an der Spitze absetzte, bildeten die nachfolgende Teams kleine Gruppen, um in der einsamen Salzlandschaft nicht vom rechten Weg abzukommen. Denn an manchen Stellen sah einfach alles gleich aus, weiss und gerade.



Bei den Trucks - die Unimog-Familie aus Italien - wartete man gespannt auf den Führenden Marino Mutti im roten Truck: Er hatte Probleme mit einem Rad, war gegen Abend immer noch nicht zurück im Camp. Laut Wertung hat er eine Stunde Zeitstrafe bekommen, aber einen Teil der Strecke nicht abgeschlossen - somit ist seine (aktuell noch geführte) Gesamtzeit nicht korrekt. Unbestätigt führt nun der Unimog von Verzeletti / Isella mit 13:08:05 Stunden vor Cabini Carlo / Cabini (13:23:48).

Die Unimog-Piloten kämpften schon mit Fiat Panda auf der Dakar

Wussten sie übrigens, das Giulio Verzeletti und Antonio Cabini in den beiden weissen Mercedes Unimog DIE beiden Italienier sind, die 2017 das erste mal mit einem Fiat Panda (PanDakar) die Dakar beendeten? 2018 kamen sie mit den beiden PanDakar-Servicefahrzeugen zur Dakar zurück um damit "aus Spass" wieder zu fahren - daher stammen auch die ungewöhnlichen Startnummern 533 und 534. Beide sind "alte Dakar Hasen" - und Antonio Cabini pilotiert seinen 533-Unimog in der Türkei mit seiner Tochter Rafaella.



Bei den SSV schenkten sich die beiden Führenden nichts und wechselten sich im Laufe des Tages immer wieder an der Spitze ab, während die beiden Piloten des hinteren Feldes nur immer weiter zurückfielen. Am Ende schafften es die beiden Bulgaren Tsanko Tsankov und Zornitsa Todorova mit ihrem Can Am und verteidigten ihre Führung mit 07:54:16 Stunden, weiterhin dicht gefolgt von den Franzosen Yves Tartarin und Cedric Duple im Steenbok-SSV Prototypen (08:23:04).

Nach zwei Tagen sind die führenden Autos nur 56 Sekunden auseinander

Richtig spannend ist es aber bei den Führenden Pkw, die sich ebenfalls an der Spitze abwechselten. Mitsubishi gegen Mitsubishi: Am Ende des Tages verteidigten Batuhan Korkut und Ilayda Hanci Korkut im L200 Pickup ihre Führung mit nur 56 Sekunden (08:48:45) vor Benan Engin and Uğur Tepe (08:49:41) und 11:51 Minuten vor den Drittplatzierten Becce / Tatar im Suzuki Grand Vitara (09:00:36). Die Top 5 werden komplettiert von Cepni / Afsar (Toyota Prado, 09:13:53) und Gökbay / Metin (Land Rover Defender, 09:16:44).



Am Dienstag können die Teilnehmer ein wenig entspannen, es geht "nur" über 248,62 Kilometer, gesplittet in drei einzelne Stages. Vom Meke-See bei Karapinar erreicht der Rallytross Kappadokien, eine historische Region in Zentral-Anatolien. Das Ziel ist direkt in der Stadt Göreme, Zentrum des Nationalparks Göreme, der zusammen mit anderen Felsendenkmalen von Kappadokien seit 1985 zum UNESCO-Welterbe gehört.

Autos Top 10 Gesamtwertung nach Etappe 02 / Montag

01) Korkut / Hanci Korkut (TUR) I Mitsubishi L200 I TH 2 I 08:48:45
02) Engin / Tepe (TUR) I Mitsubishi Pajero I TH 1.2 I 08:49:41
03) Becce / Tatar (TUR) I Suzuki Grand Vitara I TH 1.1 I 09:00:36
04) Cepni / Afsar (TUR) I Toyota Prado I TH 1.2 I 09:13:53
05) Gökbay / Metin (TUR) I Land Rover Defender I TH 1.2 I 09:16:44
06) Yilmaz / Demirbay (TUR) I Suzuki Grand Vitara I TH 1.1 I 09:42:15
07) Öztiryaki / Altun (TUR) I Suzuki Grand Vitara I TH 1.1 I 09:46:53
08) Güzelbey / Özkargin (TUR) I Toyota Land Cruiser I TH 2.1 I 10:45:21
09) Islikci / Kara (TUR) I Mitsubishi Pajero I TH 2.1 I 11:46:08
10) Bagce / Tepe (TUR) I Toyota FJ Cruiser I TH 2.1 I 11:48:08

Trucks (alle) Gesamtwertung nach Etappe 02 / Montag

01) Verzeletti / Isella (ITA) I Mercedes Unimog I 13:08:05
02) Cabini Carlo / Cabini (ITA) I Mercedes Unimog I 13:23:48
03) Mutti / Mazzoleni (ITA) I Mercedes Unimog I 08:19:19 (*)

(*): Ist aufgrund eines Fehlers noch Führender in der offiziellen Wertung

SSV (alle) Gesamtwertung nach Etappe 02 / Montag

01) Tsankov / Todorova (BGR) I Can Am Maverick I 07:54:16
02) Tartarin / Duple (FRA) I Propulsion Steenbok I 08:23:04
03) Sahin / Sahin (TUR) I Polaris RZR Turbo I 12:03:31
04) Caglar / Danisment (TUR) I Can Am Maverick I 13:42:29

hs/schekahn/ellen lohr/elisabetta caraccioli | Fotos: Transanatolia Rally, Ellen Lohr






 

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