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Umgebauter Jaguar F-Pace soll das schnellste SUV werden

20. Apr. 2020 I Autor: Bert Hallmackenreuther I 1020 mal gelesen
Umgebauter Jaguar F-Pace soll das schnellste SUV werden
Eine böse Katze - Der britische Jaguar-Tuner Lister macht aus dem F-Pace SUV den superschnellen LFP Stealth

Die Briten sind schon ein komisches Völkchen. Man war mal gut im Krieg-Führen und Kolonien-Erobern, das war´s dann auch schon. Industrie? Mode? Möbel? Ein Szene-produkt? Eine Fast-Food Kette? Ok, sie haben den Allradantrieb erfunden. Vielleicht noch Tee - und Curry-Mischung (wobei beides den Indern zugesagt wird aber dort von den Briten forciert wurde). Aber sonst haben Briten eher nichts auf die Reihe gebracht. Eine vermurkste Königs-Familie und das Lenkrad auf der falschen Seite, auf solch tolle Ideen kam man. Und man hat einen putzigen, ungepflegten und lügenden Hampelmann als Präsidenten.

Britische Autos unter britischer Führung - immer eine Katastrophe

"Moment," sagt sich da der belesene Auto-Freund: "Autos haben sie hinbekommen". Ohja, hier hat man mal gut angefangen, Klassiker wie Jaguar, Rolls Royce, Land Rover, Bentley, Aston Martin, Lotus oder Mini erkoren. Doch auch viel Murks wie Rover, Jensen oder Austin, die von Qualität und Zuverlässigkeit eher altem Ostblock-Auto-Niveau entsprachen. Und alle Anderen? Haben so versagt, das sie früher oder später pleite waren oder von der Konkurrenz geschluckt und ordentlich umgebaut wurden. Ausnahmen: Die Kleinserien-Hersteller Morgan (bauen Holz-Roadster seit 1909) und Caterham sowie der Sportwagen-Bauer McLaren (gibt es erst seit 1989, mit Geld von BMW und Mercedes).





Geheimrezept der grossen Marken heute: Keine Briten an der Spitze, bloss nicht! Bentley: VW/Deutsch. Rolls Royce: BMW/Deutsch. Mini: BMW/Deutsch. Land Rover: Tata/Indisch. Jaguar: Tata/Indisch. Lotus: Proton-Geely/Malaysisch-Chinesisch. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die grossen britischen Marken in den Händen des alten Kriegs-Gegners Deutschland und den Ex-Kolonien Indien und Malaysia - die nun zeigen, wie es richtig gemacht wird. Alleine Aston Martin ist noch britisch - aber mit deutscher Führung, (noch) deutschen Motoren und einem kanadischen Milliardär als Besitzer. Bloss keine Briten ranlassen! Was passiert wenn doch, sehen wir aktuell nicht nur am britischen Präsidenten, sondern vor allem am völlig vergeigten und planlosen Brexit.

Ausgerechnet Briten versprechen das schnellste SUV der Welt

Nun sind es ausgerechnet Briten, die das schnellste SUV der Welt versprechen. Behauptet hat das der Jaguar-Tuner "The Lister Motor-Company", der so in etwa mit Brabus für Mercedes oder Alpina für BMW zu vergleichen ist. Das allerdings schon im September 2018. Nun hat [ LISTER ] in der Vergangenheit allerdings schon einiges an tollen Projekten auf die Beine gestellt - und anscheinend will man nach 1,5 Jahren nun doch liefern. Zumindest hat man jetzt einen [ VIDEO-TEASER ] veröffentlicht, der das Auto in Nuancen zeigt und schonmal richtig ordentlich grollig brüllen lässt. PR-Ikone Greta Thunberg dürften die Zöpfchen zu Berge stehen - der Autofan grinst hingegen über beide Ohren. Ja, der Sound ist schonmal richtig was.





Basis ist der optisch gelungene Jaguar F-Pace, der nochmals ordentlich aufgepumpt und in die Lister-Hausfarben Racing-Green/Gelb bzw. Schwarz/Gelb getaucht wurde. Bei Lister sollte der umgebaute Renn-SUV erst LFP heissen, im März 2019 dann "LFP Stealth" - wird nun aber nur noch als "Stealth" angekündigt. Der eigentliche Eingriff neben ordentlich Luxus innen findet unter der Haube statt. 679,29 PS (670 BHP) stecken unter der Haube im 5,0-Liter-V8, das soll für 3,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h reichen - damit würde man gleichziehen mit dem Lamborghini Urus. Als schnellster Serien-SUV beim Top-Speed gilt aktuell aber der Bentley Bentayga Speed mit 306 km/h (Urus 305 km/h) - den Lister mit selbstbewussten 321,86 km/h (200 mph) schlagen will. Das ist dann für den normalen Autofahrer praktisch unfahrbar, aber man hätte tatsächlich das schnellste SUV.



Moment, halt. Etwa 322 km/h das schnellste SUV? Nein, liebe Briten. Aufpassen: Der deutsche Tuner Brabus hatte einst vorgelegt und 2009 einen zum V12 umgebauten Mercedes GLK präsentiert. Der hatte 750 PS, einen 6,3-Liter Twinturbo, kostete satte 400.000 Euro und schaffte 339,57 km/h (211 mph). 2017 legte Toyota nach und überbot nicht nur den Brabus-GLK, sondern stellte auch den Rekord für den schnellsten Geländewagen auf. Toyota USA machte aus dem Land Cruiser 200 einen (unverkäuflichen) "Land Speed Cruiser" - mit 5,7-Liter-V8, Garret-Twinturbo und etwa 2.000 PS. Das reichte für 370,14 km/h (230 mph).



Und dabei haben wir das aktuell schnellste SUV der Welt noch gar nicht genannt: Ein Nissan Qashqai. Ja, richtig gelesen. Witzigerweise auch aus Grossbritannien von der Tuning-Schmiede "Severn Valley Motorsport" (SVM). Der Tuner mit Schwerpunkt Nissan GT-R Sportwagen nahm einen nagelneuen Qashqai und einen nagelneuen GT-R, riss die Autos auseinander, verbaute tonnenweise Tuning-Zeugs und machte einen Nissan Qashqai R daraus [ VIDEO DAZU HIER ]. Mit ebenfalls ca. 2.000 PS schaffte die Tuning-Crew satte 382,7 km/h (237,6 mph) aus dem Stand - Weltrekord und bis heute ungeschlagen.



Ganz nach Vorbild des britischen Präsidenten sagt "The Lister Motor-Company" also nicht ganz die Wahrheit. Aber: Bei einer geplanten Klein-Serie von 250 Fahrzeugen und einem Kaufpreis von 120.000 Britischen Pfund (aktuell 138.035 Euro) wäre es garantiert das schnellste kaufbare Serien-SUV (wenn auch von einem Tuner). Und auch wenn der Kaufpreis hoch sein mag: Gegenüber dem Brabus und den beiden Prototypen von Toyota und SVM (Nissan) ist der Lister LFP-Stealth auch der billigste schnellste Serien-SUV. So (!) formuliert haben das Projekt - wenn es denn kommt - und Lister auch echten Respekt verdient.

hs/hallmackenreuther | Fotos: Lister, Toyota, Brabus, SVM


 

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