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Volkswagen bietet geschädigten Kunden 830 Mio. Vergleich

14. Feb. 2020 I Autor: Hagen Greifenthal I 1624 mal gelesen
Volkswagen bietet geschädigten Kunden 830 Mio. Vergleich
Schafft Volkswagen den Imagewandel vom Betrüger zum ehrlichen Autobauer - Einigung scheint in Sicht

Diese Nachricht ist ein Paukenschlag: Während viele Medien seit Freitag Mittag (14. Februar) noch "aus der Gerüchteküche" berichten und ein Scheitern der Verhandlungen im Abgas-Skandal bekanntgaben, hat Volkswagen nachgezogen und am frühen Freitag Nachmittag nach einer ausserordentlichen Sitzung des Konzernvorstands offiziell einen Vergleich vorgeschlagen. Die Verhandlungen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) erklärte Volkswagen für gescheitert, da die Anwälte der gegnerischen Seite Honorarforderungen in Höhe von 50 Millionen Euro geltend machen wollten. Dies sei laut Volkswagen "unbegründet überhöht". Es klingt wie eine Kehrtwende: "Das Scheitern der Verhandlungen darf nicht zu Lasten der Kundinnen und Kunden gehen." Dies kommt einem Schuld-Anerkenntnis im Diesel-Skandal gleich.

830 Millionen an die Kunden - aber ohne Zahlungen an die Anwälte

Anfang Januar hatten VW und VZBV erklärt, über einen aussergerichtlichen Vergleich zu verhandeln. Laut Volkswagen habe man 830 Millionen Euro als Entschädigung geboten. Dieses Angebot wolle man beibehalten. Derzeit arbeite man "mit Hochdruck" an einer Online-Plattform, bei der sich durch den Diesel-Skandal geschädigte Kunden eintragen können. Man wolle dann "schnell und umkompliziert" ein zugeschnittenes Angebot für eine Einmalzahlung unterbreiten.



Bis zur Fertigstellung der Plattform können Interessierte sich unverbindlich [ HIER ] für einen Newsletter eintragen. Dort heisst es: "Die positive Nachricht für Sie: Wir haben uns geeinigt!" Man verweist auf die Forderungen der Anwälte und schreibt weiter: "Doch liebe Kundinnen und Kunden, die Eigensinnigkeit dieser Anwälte darf nicht zu Ihren Lasten gehen. Deshalb bieten wir Ihnen den bereits ausgehandelten Vergleich jetzt auch ohne die Unterstützung des VZBV an." Ferner stellt VW auch Fragen, ob und wie der Kunde für eine Entschädigung infrage kommt.



"Das Musterfeststellungsverfahren ist vom Gesetzgeber so ausgestaltet, das selbst nach einer zeitnahen Entscheidung des OLG Braunschweig und des Bundesgerichtshofs hunderttausende Kunden ihre behaupteten Ansprüche vor 115 Landgerichten in Deutschland geltend machen müssten," sagt Dr. Manfred Döss, Chefjustiziar der Volkswagen AG. "Dieser Kraftakt wäre für die deutsche Justiz nicht zu meistern. Ein Vergleich in diesem Verfahren ist daher für alle die vernünftigste Lösung: für die Kunden, für die Justiz und für Volkswagen."

Eine Stellungnahme des VZBV stand am Freitag Mittag noch aus, somit kann auch unabhängig noch nicht final empfohlen werden, den Vergleich anzunehmen. Kunden sollten sich um ihre Chancen und Möglichkeiten genau informieren, da bei Annahme des Vergleichs alle weiteren Ansprüche verfallen.

hs/greifenthal/laude | Fotos: Volkswagen


 

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