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Volkswagen stellt Strom-Versorgung von Kohle auf Gas um

23. Jan. 2020 I Autor: Maren Tamm-Headland I 353 mal gelesen
Volkswagen stellt Strom-Versorgung von Kohle auf Gas um
Das Volkswagen-Werk in Wolfsburg aus der Luft: In Niedersachsen gibt es Niemanden, der die Türme nicht kennt

Volkswagen arbeitet weiter daran, die eigene Umweltbilanz zu verbessern - mit aktuell grossen Schritten. Man macht nach eigenen Angaben gute Fortschritte, das Ziel einer C02-neutralen Produktion bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Ein Ziel für dieses Jahr ist, die externe Versorgung der Werke mit Strom aus regenerativen Energien auszubauen: "Wir wollen den Bezug grüner Energie für unsere Werke in diesem Jahr deutlich von 70 auf 90 Prozent steigern," gibt Andreas Tostmann, VW-Vorstand für Produktion und Logistik bekannt.

Wolfsburg setzt auf Gas - und eventuell kann man auch Wasserstoff

Das klingt ambitioniert, ist aber einfacher zu händeln, da man - ganz simpel gesagt - nur die Lieferanten bzw. Art des gelieferten Stromes wechselt. Nach eigenen Angaben sind bereits 70 Prozent der externen Stromversorgung der weltweit 16 VW-Werke (ohne China) auf Strom aus regenerativen Quellen umgestellt - da lassen sich 90 Prozent in einem Jahr gut erreichen.



Komplizierter wird es bei der Eigen-Stromversorgung. Wer Wolfsburg kennt, kennt die grossen Türme der VW-eigenen Stromversorgung - die bis heute noch mit Kohle beschickt wird. Ein Kohlekraftwerk ist so in etwa das Schlimmste, für das ein Unternehmen ökotechnisch bestraft wird - also vor allem finanziell. Würde man nur das Kraftwerk in Wolfsburg umbauen, es würde einen immensen Bonus in der Ökobilanz bieten.

Das weiss man bei VW - und stellt die interne Stromversorgung jetzt konsequent auf Gas um. Zu Beginn auf Erdgas, aber das ist fast beliebig austauschbar - z.B. durch unbegrenzt verfügbare regenerative oder synthetische Gase (wie Seat es gerade in Spanien probiert). Die lassen sich auch noch C02-neutral herstellen - zur Not fast auf jedem Bauernhof in der Umgebung.



Im März 2018 hatte man den Umbau des Wolfsburger Kohlekraftwerkes beschlossen, 2019 den Start für dieses Jahr angekündigt. Mitte Januar wurden nun die ersten Bauteile geliefert: Der Umbau hat begonnen. Bis 2020 soll die Umstellung von Kohle auf Gas abgeschlossen sein. Dabei werden hocheffiziente Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke geschaffen, die im Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb gefahren werden. In Holland testet die mit dem Umbau beauftragte Firma (Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe) zudem, wie aus erneuerbaren Energien gewonnener Wasserstoff in einem Gaskraftwerk genutzt werden kann.

1,5 Tonnen oder 60 Prozent C02-Emissionen pro Jahr weniger

Wenn alle Kraftwerke in Wolfsburg mit den neuen Gasturbinen ausgerüstet sind, werden die CO2-Emissionen in der Strom- und Wärmeerzeugung dauerhaft um rund 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoss von aktuell ca. 870.000 Fahrzeugen und ist ein Rückgang von fast 60 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Emissionen der Kraftwerke am Standort Wolfsburg.

hs/tamm-headland/Roggenbuck | Fotos: Volkswagen


 

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